<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411</id><updated>2012-02-15T18:24:40.812+01:00</updated><title type='text'>Unser Traum - 1001 Tage Amerika</title><subtitle type='html'>Im Hobby-RM von Alaska nach Feuerland</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>45</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-1879718143245898951</id><published>2012-02-15T18:04:00.002+01:00</published><updated>2012-02-15T18:15:52.463+01:00</updated><title type='text'>Hobby heute: Über den Äquator gen Süden</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Leider ist der Artikel schlecht lesbar, weil zu klein. Ich hab diesbezüglich einige Rückfragen erhalten. Tut mir leid, aber die Auflösung gibt nicht mehr her. Ich stelle deshalb den Text noch mal in der unredigierten Version ein. &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;strong&gt;Über den Äquator gen Süden&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;Wir, Petra und Bernd Hiltmann, haben uns einen Traum erfüllt. Wir bereisen mit unserem Hobby Siesta 650 die Panamericana von Alaska bis nach Feuerland. Im Mai 2009 sind wir in Halifax gestartet und haben mittlerweile über 90.000 Kilometer auf dem amerikanischen Doppelkontinent zurückgelegt. Dabei erlebten wir die einzigartige Natur und Tierwelt, die indigenen Hochkulturen und viele spannende und abenteuerliche Situationen, aber auch manches kleinere Problem musste gelöst werden. Eine Herausforderung, die uns etwas an die Nerven ging, war die Verschiffung unseres Wohnmobils von Panama nach Kolumbien.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Seit neun Tagen saßen wir nun schon in diesem Hotel in Cartagena (Kolumbien) fest. Jeden Tag riefen wir bei der Verschiffungsagentur und im Hafen an und erhielten immer die gleiche Antwort, wenn auch mit unterschiedlichen Begründungen. Die „Haneburg“ mit unserem Hobby an Bord war noch nicht im Hafen von Cartagena eingelaufen. Langsam machten wir uns ernste Gedanken. Wie war das gleich mit Murphys-Gesetz: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen“. Plötzlich sahen wir in den kleinen Unregelmäßigkeiten auf unserem Weg von Zentral- nach Südamerika eine unheilvolle Sequenz negativer Ereignisse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit großem Aufwand hatten wir in Panama für unseren Basko (Golden Retriever) ein zusätzliches Gesundheitszertifikat beschafft und es noch am Wochenende von der zuständigen Regierungsstelle bestätigen lassen. In Colon hatte ich mich dann auf der Fahrt zum Atlantikhafen total verfahren und wurde in den Slums der Stadt von mehreren Jugendlichen attackiert, die dann das Wohnmobil mit Steinen beworfen haben. Im Hafen angekommen konnte ich das Wohnmobil nicht selbst auf die Transportplattform (Flatrack) fahren und die Verankerung überprüfen, weil das Schiff zur Reparatur in der Werft lag und noch keine Plattform verfügbar war. So musste ich unseren Hobby im Hafengelände abstellen und die Schlüssel an den Spediteur übergeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann glaubten wir, dass auf dem kurzen Flug nach Kolumbien nicht mehr viel schief gehen kann - aber weit gefehlt. Zuerst wollte uns die Fluggesellschaft ohne ein Weiterreiseticket nicht nach Kolumbien fliegen. Dann hatte unser Flug über fünf Stunden Verspätung, und als wir endlich in Cartagena ankamen, war unser Basko verschollen. Man hatte vergessen, ihn in Bogota umzuladen. Alles für sich gesehen nur kleine Probleme, uns kam es aber plötzlich wie ein böses Omen vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Atlantik tobte an diesen Tagen mit meterhohen gischtgekrönten Wellen. Uns beschäftigte die Frage, wie stark die Dezemberstürme das Containerschiff zum Schlingern bringen und ob unser Wohnmobil auch noch richtig verzurrt und verankert ist. Die Plattformen müssen, aufgrund der Übermaße, auf allen anderen Containern ganz oben stehen, genau dort, wo das Schiff am meisten schwankt und rollt. Bilder von Schiffen mit umgestürzten oder über Bord gegangenen Containerstapeln gingen uns durch den Kopf. Nein, es wird schon nichts passiert sein! Bisher war doch auf unserer Reise alles gut gegangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Gedanken resümierten wir noch mal die Zeit in Zentralamerika. Nach sechs Monaten Mexiko sind wir in die bunte indigene Welt Guatemalas eingetaucht. Die buntesten Märkte, die ursprünglichsten Rituale und der schönste See der Welt, so die Meinung von Alexander von Humboldt zum Atitlansee, haben uns fasziniert und das historische Antigua hatte uns fast vier Wochen in seinen Bann gezogen. Dabei waren die klimatischen Bedingungen äußerst kritisch. Durch die stärksten Regenfälle seit vielen Jahren wurden ganze Dörfer verschüttet, Zehntausende Menschen waren obdachlos geworden und wichtige Zufahrtsstraßen einfach weggespült. Aber weder Naturkatastrophen in Guatemala, korrupte Polizisten in Honduras, bedrückende Armut in Nicaragua oder die hohe Kriminalität in den Slums von Panama konnte uns davon abhalten, die Schönheiten der jeweiligen Region zu sehen, die Freundlichkeit der Menschen zu spüren und unsere Traumreise mit allen Sinnen zu genießen. Positives Denken war gefragt und auch die Verschiffung unseres Wohnmobils von Panama nach Kolumbien wird positiv ablaufen. Mit dieser Überzeugung riefen wir am nächsten Morgen wieder im Hafen an und erfuhren, dass unser Wohnmobil zur Abholung bereitsteht. Uns fiel ein Stein vom Herzen. Fast einen ganzen Tag hat es noch gedauert, bis wir die aufwendigen Formalitäten erledigt hatten und dann waren wir endlich wieder komplett. Noch am selben Tag zogen wir aus dem Hotelzimmer in unser rollendes Zuhause und schliefen, so gut wie schon lange nicht mehr, wieder im eigenen Bett. Der nächste Tag war Weihnachten und die gelungene Überfahrt nach Kolumbien war unser schönstes Weihnachtsgeschenk. Jetzt konnten wir unsere Reise wie geplant in Südamerika fortsetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Positives Denken hatte uns bisher immer weitergeholfen und dieses positive Denken war auch der Grund dafür, dass wir uns von den vielen negativen Stimmen über Kolumbien nicht davon abbringen ließen, dieses Land ausgiebig zu bereisen. Wunderbare Natur, authentische Kolonialstädte sowie die überaus gastfreundlichen Menschen waren es wert, in Kolumbien mehr als nur ein Transitland zu sehen. Sicherlich hat Kolumbien noch massive Probleme mit der Terrororganisation FARC, aber die Sicherheitslage in den Städten und auf den großen Verbindungsstraßen war ziemlich unproblematisch. Zu keinem Zeitpunkt haben wir uns unsicher gefühlt, niemals waren wir in eine kritische Situation gekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letzteres galt ebenso für Ecuador und Peru, zwei Länder, die sich in vielen Dingen grundsätzlich unterscheiden. Ecuador vereint die Vielfalt eines ganzen Kontinent auf seinem Territorium. Obwohl es zu den kleineren Ländern Lateinamerikas zählt, besitzt es weitläufige Küstengebiete, Hochgebirge mit eindrucksvollen Vulkanen, Dschungel und Regenwald sowie das Naturhighlight Südamerikas, die Galapagosinseln. In Ecuador haben wir uns sehr wohl gefühlt, nicht zuletzt, weil das Land auf uns einen, für südamerikanische Verhältnisse sauberen und geordneten Eindruck machte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein völliges Kontrastprogramm zu Ecuador erlebten wir dann in Peru. Besonders der Norden des Landes war geprägt von Schmutz, Armut und Verfall. Aber dann zog uns auch dieses Land mit seiner einmaligen Inkakultur in seinen Bann. Cusco, Machu Pichu und der Titicacasee waren einmalige Erlebnisse und weitere Höhepunkte unserer Reise. Entlang des Titicacasees erreichten wir Bolivien und entgingen knapp den gewalttätigen Protesten, die sich in der peruanischen Grenzregion gerade ausweiteten. Höhenlagen zwischen 3000 und knapp 5000 Meter Höhe waren für uns gewöhnungsbedürftig, dafür entschädigte uns aber die einmalige unberührte Natur im Altiplano und die unendliche Weite des Salar Uyuni, der größten Salzwüste der Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Länder, Chile und Argentinien, waren jetzt noch zu durchqueren, um den südlichsten Punkt unserer Reise, die argentinische Stadt Ushuaia, zu erreichen. Beide zählen zu den modernsten, sichersten und auch vielfältigsten Ländern Lateinamerikas. Hier, im Süden des Doppelkontinents, wiederholte sich manches, was wir von Kanada und Alaska kannten. Malerische Seen, schneebedeckte Berge und Gletscher, aber auch die kleinen idyllischen Städte mit ihren Holzhäusern kamen uns irgendwie bekannt vor. Die Weite der patagonischen Pampa war faszinierend, Entfernungen haben hier eine andere Dimension. Zwischen zwei Orten liegen schon mal 300 km Fahrstrecke, bis zur nächsten Kfz-Fachwerkstatt können es auch mal 1000 km sein. Da ist es ganz wichtig, dass wir uns auf unser Wohnmobil absolut verlassen können. Unser Hobby hat uns noch nie im Stich gelassen. Seine Zuverlässigkeit ist schon fast sprichwörtlich, dabei kennt er bisher die amerikanischen Werkstätten nur vom Öl- und Reifenwechsel.&lt;br /&gt;Einige Reisetage liegen nun noch vor uns, bevor wir Anfang Mai 2012 unser Wohnmobil von Buenos Aires zurück nach Hamburg verschiffen werden, aber schon heute können wir sagen, dass unsere Reise auf der Panamericana ein einmaliges Erlebnis in unserem Leben darstellt. Mit der Fähigkeit, über bestimmte Unzulänglichkeiten hinweg zu sehen und keine falschen Maßstäbe anzuwenden, mit Offenheit für andere Kulturen und Lebensweisen, mit Toleranz und positivem Denken hat sich uns ein Kontinent erschlossen, der landschaftlich und kulturell zu den schönsten und interessantesten auf unserer Erde zählt. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-1879718143245898951?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/1879718143245898951/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=1879718143245898951' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/1879718143245898951'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/1879718143245898951'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2012/02/hobby-heute-uber-den-aquator-gen-suden.html' title='Hobby heute: Über den Äquator gen Süden'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-382444258403799859</id><published>2012-02-08T17:33:00.008+01:00</published><updated>2012-02-15T18:24:40.817+01:00</updated><title type='text'>Unser neuester Bericht im Reisemagazin "Hobby heute"</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Wenn die Darstellung zu klein ist, dann hilft ein Mausklick auf das jeweilige Bild. &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Viel Spaß beim Lesen!!&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-mpjtsN80F5s/TzKmJZIxqpI/AAAAAAAAAbk/cSlKPZ6jve0/s1600/aa.jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; 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WIDTH: 400px; FLOAT: left; HEIGHT: 300px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5691314964700741714" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-zrpf6eCcwns/TvucznfaQFI/AAAAAAAAAYQ/nlzGfGan2EU/s400/YS270466.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Unser vorerst letztes Weihnachtsfest in der Fremde verbringen wir in Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Hier treffen sich viele Amerikafahrer und es ist eine recht bunte und internationale Gemeinschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einigen Tagen auf Feuerland werden wir dann wieder nordwärts ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der chilenische Nationalpark Torres del Paine, der Perito Moreno-Gletscher und der Cerro Fitz Roy werden unsere nächsten Ziele sein. Die Reiseberichte von Argentinien sind schon bald in Arbeit und können dann hier nachgelesen werden.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-2202411647817217064?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/2202411647817217064/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=2202411647817217064' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/2202411647817217064'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/2202411647817217064'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2011/12/wir-wunschen-allen-freunden-verwanden.html' title=''/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-zrpf6eCcwns/TvucznfaQFI/AAAAAAAAAYQ/nlzGfGan2EU/s72-c/YS270466.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-5172206222661209506</id><published>2011-11-17T16:25:00.003+01:00</published><updated>2011-11-17T16:36:58.671+01:00</updated><title type='text'>21.08.2011 – 18.10.2011: Zentral- und Südchile – Wälder, Seen und Naturgewalten</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-fWV8s4Ry81g/TsUn7p27gWI/AAAAAAAAAYE/KXErHTo5Rio/s1600/Chile%2B2.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-fWV8s4Ry81g/TsUn7p27gWI/AAAAAAAAAYE/KXErHTo5Rio/s400/Chile%2B2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5675986811172389218" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Normale Tabelle";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:10.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-ansi-language:#0400;  mso-fareast-language:#0400;  mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  &gt;24.08.2011 – In den fruchtbaren Andentälern&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Je weiter wir nach Süden kamen, umso mehr war die bisher karge Wüste mit Kakteen, Sträuchern und anspruchslosen Bodenpflanzen durchsetzt. Dann wurde die Vegetation immer dichter, grüner und üppiger. Das wechselfeuchte subtropische Klima und die wasserreichen Flüsse, die aus den Kordilleren talwärts flossen, haben wundervolle Vegetationsoasen geschaffen. Obst und Wein gedeihen in diesen fruchtbaren Tälern am besten und während das Obst meist getrocknet wird, produziert man aus dem süßen vollmundigen Wein den besten Pisco des Landes.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Im Valle de Elqui und im oberen Huasco-Tal stehen die großen Destillerien, die für ihre Spitzenprodukte Capel, Mistral und Alto del Carmen bekannt sind. Noch delikater, aber auch wesentlich teurer, sind die in kleinen Familienbetrieben handwerklich und traditionell hergestellten Pisco-Brände, welche man bis zu 15 Jahren in Eichenholzfässern reifen lässt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Gegend nordöstlich von La Serena ist jedoch nicht nur für benebelnde hochprozentige Spirituosen bekannt, sondern auch für ihre klare und saubere Luft in Höhenlagen zwischen 2000 und 2500 Metern. Die Inversionsschicht des Küstennebels hält alle störenden Staubpartikel fest und garantiert an 350 Tagen im Jahr einen fantastischen Sternenhimmel. So verwunderte es nicht, dass auf vielen Bergen die Kuppeln von riesigen Observatorien zu sehen waren, drei der weltweit wichtigsten befinden sich in dieser Gegend. So steht auf dem Berg La Silla ein Observatorium des europäischen ESO-Projektes (ESO - European Southern Observatory). Leider konnten wir diese technischen Wunder nicht besuchen, monatelange Voranmeldung und eine beschwerliche Anfahrt haben uns eine Besichtigung unmöglich gemacht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Bei Vacuña gibt es das kleine Observatorium Mamalluca, in dem nächtliche Führungen zur Himmelsbeobachtung angeboten wurden. Wir erlebten eine absolut interessante astronomische Präsentation und konnten die Planeten, unsere Milchstraße und sogar eine abklingende Supernova beobachten. Diese Tour hat uns begeistert und unser Interesse an der Himmelsbeobachtung neu geweckt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Auf der Weiterfahrt in Richtung Santiago mieden wir die autobahnähnlich ausgebaute Ruta 5, wo es nur ging. Das Fahren auf dieser Schnellstraße war nicht nur langweilig, sondern auch teuer. Alle 70 bis 80 km befand sich eine Mautstelle, und die Gebühr war unmoralisch hoch. Da unser Ford Transit Zwillingsreifen hat, mussten wir den teuren Lkw-Tarif, jeweils fast acht Euro, bezahlen. Hinter Los Vilos gab es endlich wieder eine küstennahe Alternativstrecke, auf der wir durch kleine Küstenorte bis Viña del Mar und weiter nach Santiago fuhren.&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  &gt;03.09.2011 – Santiago – hier schlägt das Herz Chiles&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Von Westen her erreichten wir Santiago de Chile. Während wir noch durch die ruhigen Vororte fuhren, sahen wir schon das moderne Zentrum der Hauptstadt mit seinen Hochhäusern und der dahinter aufragenden schneebedeckten Bergkulisse der Anden. Es war einer der wenigen Tage, an dem Santiago smogfrei war. Wie viele andere Großstädte in Lateinamerika hat auch Santiago mit Überbevölkerung und der damit einhergehenden massiven Luftverschmutzung zu kämpfen. Im Großraum Santiago leben über 6 Millionen Menschen, rund 40 % der chilenischen Bevölkerung. Um den Individualverkehr etwas einzudämmen, sind die großen Ausfallstraßen und Stadtautobahnen mautpflichtig. Es wird ein automatisches Mautsystem eingesetzt, welches das Kennzeichen liest und dann den Mautbetrag auf einem Konto verbucht. Ob wir als Ausländer auch bezahlen müssen und wie das dann abläuft, haben wir nicht ermitteln können. Mit unserem „ALEMANIA“ an der Front waren wir anonym unterwegs, sind quer durch die ganze Stadt zum Flughafen gefahren und haben nichts bezahlt. Vielleicht war es eine ausgleichende Gerechtigkeit für die Abzocke auf der Panamericana.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Pünktlich 9:00 Uhr landete die Maschine aus Madrid und kurze Zeit später kam unsere Sohn Felix, vom langen Flug sichtlich übermüdet und abgekämpft, durch die Passkontrolle auf uns zu. Nach über einem Jahr konnten wir unseren Großen wieder in die Arme nehmen und uns auf drei gemeinsame Urlaubswochen freuen. Etwas außerhalb des Flughafens frühstückten wir erstmal ausgiebig, tauschten Neuigkeiten aus und besprachen die geplante Reiseroute. Als Erstes wollten wir uns Santiago ansehen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Von anderen Reisenden hatten wir erfahren, dass es am Fuße des Cerro San Cristóbal einen bewachten Parkplatz gibt, auf dem wir recht sicher stehen könnten. Der Tipp war gut und der Platz beim Park Metropolitano ein idealer Ausgangspunkt, um die Stadt und auch den Cerro San Cristóbal zu erkunden. Der San Cristóbal ist die höchste Erhebung in der Stadt und auf seinem Gipfel thront ein Wahrzeichen Santiagos, die 22 m hohe Statue der Jungfrau Maria – ein Geschenk Frankreichs aus den 1920er Jahren. Auf dem Berg befinden sich einige Restaurants, Imbissstände und Grillplätze. Es ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in Santiago und wir fühlten uns hier wie auf einem Volksfest - überall wurde gegrillt, gegessen, gespielt und gelacht. Leider war der Himmel bewölkt, die Sicht auf die Stadt sehr schlecht und dann fing es auch noch zu regnen an. Das geht ja gut los, dachte ich und hoffte, dass uns keine drei Wochen Regen bevorstehen. Die ganze Nacht trommelte der Dauerregen auf unser Wohnmobildach, aber am nächsten Morgen war alles vergessen. Die Sonne lachte und die Luft war sauber und klar - also beste Voraussetzungen für eine Stadtbesichtigung.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die moderne Metro brachte uns schnell zur Station Santa Lucia. Gleich neben der Metrostation erhebt sich der kleine Cerro Santa Lucia. Hier wurde Santiago im Jahre 1541 gegründet. Der Hügel hatte bis ins 19. Jahrhundert eine wichtige strategische Bedeutung und wurde dann zu einem Park umgestaltet, der heute zu den schönsten Plätzen in Santiago zählt. Über eine monumentale neoklassizistische Treppe bestiegen wir den kleinen Berg. Von oben hatten wir den besten Überblick über die Stadt. Santiago hat kaum historische Gebäude. Die Stadt wurde, wie das ganze übrige Land auch, regelmäßig von Erdbeben heimgesucht, sodass heute kaum ein Gebäude älter als 150 Jahre ist. Auch das mangelnde Interesse der spanischen Krone an Chile, es gab hier weder Silber noch Gold, war ein weiterer Grund für das Fehlen eines historischen Stadtkerns. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Der in den 1930er Jahren begonnene Stadtumbau zu einer modernen industrialisierten Metropole hat aber auch unbestritten seinen Reiz. Fußgängerzonen und weitläufige Grünanlagen liegen zwischen den belebten Hauptstraßen. An der Plaza de Armas, dem zentralen Platz in Santiago, trifft man sich zum sonntäglichen Plausch oder zum Kaffeetrinken. Das geruhsame Tempo steckte an, wir saßen in der Frühlingssonne und ließen das bunte Leben auf der Plaza auf uns wirken. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Ein Muss bei jeder Stadtbesichtigung ist der Palacio de la Moneda - der Präsidentenpalast. Vieles in der jüngeren chilenischen Geschichte ist mit diesem Palast verbunden. Am 11. September 1973 war er der Schauplatz des blutigen Staatsstreiches gegen Allende. Das Gebäude wurde bombardiert und Allende beging hier Selbstmord. Erst im Jahre 2000 öffnete der neu gewählte Präsident Lagos, als eine seiner ersten Amtshandlungen, die Moneda wieder für das chilenische Volk.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Auf unserem Rückweg besuchten wir noch die berühmte Markthalle Santiagos, eine in England gefertigte Konstruktion aus Stahl und Glas. Im Bauch von Santiago, wie die Markthalle im Volksmund auch genannt wird, reihte sich eine gehobene Fischgaststätte an die andere. Es wirkte alles richtig exklusiv. Nur an ganz wenigen Marktständen wurde noch Obst, Gemüse oder frischer Fisch verkauft. Wir freuten uns auf ein leckeres Abendessen in einem der Fischrestaurants, was dann aber doch eher eine Enttäuschung wurde. Während Seeaal und Schwertfisch recht ordentlich zubereitet waren, hatte Petra Pech. Ihr gegrillter Lachs stank schon von Weitem und verdarb uns allen den Appetit. Es war ein unschöner Abschluss eines sonst sehr schönen Tages und unser Entschluss stand fest: Wir werden in Zukunft auf teure Gaststättenbesuche verzichten. Der von Petra im Wohnmobil gebrutzelte Fisch kann es jederzeit mit dem aus den besten Fischrestaurants aufnehmen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  &gt;08.09.2011 – Valparaiso und Viña del Mar – zwei ungleiche Schwestern&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Von Santiago fuhren wir zurück an die Küste. Valparaiso und Viña del Mar waren unsere nächsten Ziele. Die beiden Orte haben jeweils annähernd 300.000 Einwohner, dies und ihre benachbarte Lage an der Bahia Valparaiso sind jedoch die einzigen Gemeinsamkeiten, die wir erkennen konnten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Valparaiso hat wohl seine besten Tage schon hinter sich, waren unsere ersten Gedanken, als wir durch die ärmlichen Vororte fuhren. Unser Reiseführer bezeichnete Valparaiso als eine der schönsten Städte der Welt, als kulturelle Hauptstadt des Landes mit einer einmaligen Kolonialzeitarchitektur - aber wir sahen nur Schmutz, Verfall und Armut. Die Plaza Sotomayor, der Hauptplatz der Stadt mit dem Denkmal für die Seehelden von Iquique und dem alles überragenden Marineamt, war schön herausgeputzt, aber schon wenige Schritte weiter wurden wir von einem Security-Mitarbeiter gewarnt, auf dieser Straße weiterzugehen. Seine Handbewegung am Hals war eine eindeutige Geste. Dabei wollten wir gerade den ältesten Schrägaufzug der Stadt, den 1855 erbauten Ascensor Cordillera, benutzen. 16 solcher altertümlichen Aufzüge gab es in der Stadt, die sich über Hunderte Höhenmeter an den steil aufragenden Hügeln hochzieht. Die Aufzüge haben die Besiedlung erleichtert. Heute sind viele dieser für Valparaiso typischen Schrägaufzüge stillgelegt und die wenigen, die seit rund 150 Jahren bis heute ihren Dienst verrichten, waren für uns nicht sehr vertrauenerweckend. Etwas mulmig war es uns schon, als wir in den klapprigen Holzverschlag des Ascensor El Peral eingestiegen und sich der Aufzug knarrend und quietschend in Bewegung setzte. Die einheimischen Fahrgäste sahen uns wohl unsere Aufregung an und lachten. Sie leben ständig mit dieser Gefahr. Sogar das Auswärtige Amt warnte vor der Benutzung - aber einmal muss man schon mit so einer Klapperkiste gefahren seien. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Oben angekommen hatten wir einen traumhaften Blick über die tiefer liegenden Stadtteile und den Hafen. Langsam erkannten wir den Charme von Valpo, wie die Stadt hier genannt wird. Interessant ist das Nebeneinander von heruntergekommenen baufälligen Häusern und aufwendig restaurierten Kolonialbauten, in denen sich heute teure Gaststätten oder Luxushotels befinden. Die bewegte Geschichte der Stadt - Aufstieg, Niedergang und Neuanfang - spiegelte sich im heutigen Valpo wider. Im 19. Jahrhundert war Valparaiso der größte Hafen des gesamten Pazifikraumes. Dann, mit Eröffnung des Panamakanals und mit dem Rückgang der Salpeterexporte verkam die Stadt bis zur Bedeutungslosigkeit. Erst seit dem Wirtschaftsboom der 1980er Jahre floss auch wieder Geld nach Valpo. Mit diesem Wissen gelang es uns, die Stadt mit anderen Augen zu sehen. Es ist eine Stadt im Umbruch, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und heute im Wettlauf mit dem rasant voranschreitenden Verfall. Eines muss man Valpo aber lassen, die Stadt hat Charakter, was man von Viña del Mar nicht unbedingt behaupten kann. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Es ist schön in Viña, es ist sauber, ordentlich und fast alles ist neu erbaut. Hotels, Gaststätten, Casinos und unzählige Ferienwohnungen säumen den schönen Sandstrand und machen diesen Ort zu einem der beliebtesten Seebäder Chiles. Mit unserem Wohnmobil fühlten wir uns hier viel sicherer als in Valpo, aber die Stadt hat nichts Eigenes, nichts Typisches. Sie könnte genauso auch in Mexiko, in Spanien oder sonst wo auf der Welt stehen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Das Schöne an diesen zwei so unterschiedlichen Städten ist jedoch, dass man sich nicht für eine entscheiden muss. Zwischen Valpo und Viña liegen Welten, aber sie sind nur 10 km voneinander entfernt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  &gt;12.09.2011 – An der Küste weiter südwärts&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach dem dicht besiedelten Ballungsraum um Santiago und Valparaiso tat es gut, wieder durch eine ruhigere Gegend zu fahren. Bei Algarrobo erreichten wir wieder die Küste, die hier rau und mit mächtiger Brandung auf den breiten Sandstrand aufläuft. Vielleicht war diese schwere See auch der Grund, dass hier ein Weltrekord-Bauwerk entstand. Vor einer gewaltigen Ferienanlage erstreckt sich der größte Swimmingpool der Welt – mit über 1000 m Länge und einem Fassungsvermögen von 250 Millionen Liter Wasser. Der Parkplatz neben der Ferienanlage war gut für eine Nacht und einen WiFi-Internetzugang gab es noch gratis dazu.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nur wenige Kilometer weiter liegt Isla Negra, ein kleiner Fischerort, der durch das Pablo-Neruda-Haus, dem größten und schönsten der drei Neruda-Häuser, bekannt geworden ist. Neruda hatte nicht nur beim Schreiben große Ideen und viel Fantasie, sondern ebensolche auch beim Bau und der fortwährenden Veränderung seiner Häuser. Ständig wurde etwas umgebaut, erweitert und geändert. Ein Baumeister und ein Zimmermann hatten eine Festanstellung bei Neruda. Dem Haus sieht man Nerudas Liebe zum Meer an. Er sammelte alles, was mit der Seefahrt zu tun hatte. Muscheln, Buddelschiffe und Galionsfiguren zieren die Wände und das Esszimmer ist einer Hafenkneipe nachempfunden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;So maritim eingestellt erreichten wir San Antonio, die größte Hafenstadt südlich von Valparaiso. Wir kamen gerade richtig zum wöchentlichen Fischmarkt. Es war ein Erlebnis, die riesigen Berge an exotischen Fischen und Meeresfrüchten zu sehen. Gleich neben den Fischständen rekelten sich Seelöwen auf den Felsen und die Pelikane zankten sich lautstark um die Fischabfälle. Wir kauften Schwertfischfilet, eine in Deutschland ausgesprochen seltene Delikatesse, und bezahlten gerade mal 3,50 € pro Kilo. Dann erstanden wir auch noch frisch geräucherten Reineta. Es ist einer der beliebtesten Speisefische in Chile und geräuchert haben wir ihn bisher noch nie bekommen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mit Fisch waren wir jetzt gut versorgt, und da die Stadt nicht viel Sehenswertes bot, fuhren wir bald weiter. Unsere Fahrt führte uns auf kleinen Nebenstraßen, abseits der mautpflichtigen Panamericana, an der Küste südwärts. Oft staunten wir über neu gebaute Strandpromenaden, Schulen, Vereinshäuser und öffentliche Gebäude. Hier wurde in den letzten Jahren viel staatliches Geld investiert und wieder aufgebaut, was durch verheerende Naturgewalten zerstört wurde - wir waren in der gefährlichsten Erdbebenregion Chiles. Bis zu 500, meist jedoch nur kleinere Beben werden jedes Jahr aufgezeichnet, aber alle paar Jahre kommt es zu einer regelrechten Naturkatastrophe. In Concepción steht kein einziges historisches Gebäude, alles ist modern, nüchtern und funktional. Die Geschichte der Stadt ist ein einziges Horrorszenario. Sechsmal wurde die Stadt bisher durch Erd- oder Seebeben zerstört oder großflächig beschädigt. Das letzte große Erdbeben von 2010 hatte sein Epizentrum auch wieder in der Nähe von Concepción. Es wurden solch gewaltige Kräfte freigesetzt, dass die gesamte Stadt um 3 Meter nach Westen verschoben wurde. Kein Wunder, dass viele Chilenen hier nicht mehr wohnen möchten und wegziehen. Auch für Touristen und Gäste bietet die Stadt nicht viel Sehenswertes - wir ließen die Stadt schnell hinter uns. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Hunderte Kilometer fuhren wir durch weitläufige Waldplantagen. Der wilde chilenische Wald mit den typischen Andenlärchen, den Eichen und Buchen ist schon lange abgeholzt. Während der Militärdiktatur unter Pinochet wurde der Holzeinschlag subventioniert. Die Chilenen schafften es, den ursprünglichen Wald in einer Geschwindigkeit abzuholzen, die sogar das Tempo in den brasilianischen Amazonaswäldern übertraf. Heute setzt man auf schnell wachsende Kiefern und Eukalyptusbäume. Die ganze Gegend lebt von der Holzwirtschaft. Die Straßen wurden von Holztransportern dominiert und im Abstand von wenigen Kilometern stehen Zellulose- und Holzfabriken. Über einfache Hafenanlagen, die nur aus einer Landungsbrücke und einem Förderband bestehen, wurde das Holzgranulat dann auf Schiffe verladen und in alle Welt verkauft. Chile hält den zweifelhaften Rekord, eines der Länder mit den umfangreichsten Waldplantagen weltweit zu sein.&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;    &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  &gt;17.09.2011 – Im chilenischen Seengebiet&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Südlich von Temuco kreuzten wir die Panamericana und fuhren in Richtung Andenkette. Hier liegt, eingebettet zwischen dichtem Mischwald, Feldern und grünen Weiden, das chilenische Seengebiet. Schon von Weitem sehen wir den Vulkan Villarrica. Mit seiner idealen Kegelform zählt er zu den schönsten Vulkanen Chiles. Auf der Fahrt zum gleichnamigen See war er unser Wegweiser. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am Abend begann es stark zu regnen und auch die ganze Nacht trommelte der Dauerregen auf das Dach unseres Wohnmobils. Ideales Fahrwetter für unseren Kurzausflug nach Argentinien, dachten wir. Da unser Visum und die Einfuhrerlaubnis für das Wohnmobil nur noch eine Woche gültig waren, wollten wir mit einem Grenzübertritt beides erneuern. Felix hatte sich bereit erklärt, mit Basko und den einfuhrverbotenen Lebensmitteln auf der chilenischen Seite in einer Gaststätte zu warten. Es regnete immer noch, als wir am nächsten Morgen in Richtung Argentinien aufbrachen. Über Pucon und Curarrehue kamen wir auf guter Straße flott voran, dann ging es ziemlich steil bergauf zum Grenzpass nach Argentinien. Der Regen der letzten Nacht war hier als Schnee gefallen und je höher wir kamen, umso kritischer wurden die Straßenverhältnisse. Mittlerweile gab es nur noch eine Spur aus festgefahrenem Schnee. Wir hatten keine Schneeketten und unsere Reifen waren für diese Straßenverhältnisse nicht geeignet. Wie sollten wir ausweichen, wenn uns ein Fahrzeug entgegen käme? Wir wollten das Winterabenteuer so schnell wie möglich abbrechen, aber leichter gesagt als getan. Die Straße war zu schmal, es gab keine Möglichkeit zum Wenden. Dann kamen uns zwei argentinische Fahrzeuge entgegen. Beim Ausweichen rutschten wir in den hohen Schnee und kamen nicht mehr los. Die Argentinier hielten sofort an und wollten uns helfen das Wohnmobil rauszuschieben, aber wir saßen zu tief im Schnee fest. Da half nur Schnee schaufeln. Mit unserem Klappspaten haben Felix und ich eine Spur für die angetriebenen Räder freigeschaufelt und wir waren gerade dabei auch noch etwas Freiraum auf der Straße zu schaffen, als wir den Schneepflug hörten. In kurzer Zeit hatte das schwere Räumfahrzeug eine Stelle zum Wenden frei geschoben uns aus dieser kritischen Situation befreit. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Als wir wieder talwärts rollten&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; waren wir erleichtert und froh, dass nichts Schlimmeres passiert war. Wir hatten die Wettersituation am Malal-Pass völlig falsch eingeschätzt. Ein Besuch der Thermen in Trancura rettete uns dann den trüben und kalten Tag. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Der nächste Morgen begrüßte uns mit frostigen Temperaturen, klarem Himmel und Sonne pur. In Pucon, einem netten kleinen Touristenort, der uns etwas an Banff in Kanada erinnerte, verbrachten wir den Tag. Der gepflegte Ort liegt am Ufer des Lago Villarrica, am Fuße des gleichnamigen Vulkans, der mit einer Rauchwolke darauf aufmerksam machte, dass er zu den aktiven Vulkanen Chiles zählt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Unserer weitere Fahrt führte uns über wunderschöne Panoramastraßen nach Süden. Immer neue Ausblicke auf malerische tiefblaue Seen, eingerahmt von den schneebedeckten Andengipfeln, veranlassten uns wiederholt anzuhalten und dieses Bilderbuchpanorama regelrecht in uns aufzusaugen. Wir befanden uns in einer der schönsten Gegenden Chiles und manches hier verursachte bei uns heimatliche Gefühle. Nicht nur die Landschaft, die uns an die Alpen erinnerte, sondern auch die gepflegten Häuser mit ihren blumengeschmückten Fenstern und Balkonen. In den Vorgärten blühten bunte Frühlingsblumen und in deutscher Sprache wurden Pensionszimmer, landwirtschaftliche Erzeugnisse oder Kuchen angeboten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="EN-GB"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In Puerto Octay trafen wir Christian. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Er sprach ein ausgezeichnetes Deutsch und war stolz auf seine deutschen Vorfahren. Seine Urgroßeltern kamen 1880 aus Süddeutschland nach Chile. Die chilenische Regierung suchte damals nach einwanderungswilligen Deutschen, um die südchilenische Wildnis zu besiedeln. In über 30 deutschen Tageszeitungen wurde inseriert und 1846 kamen die ersten Deutschen nach Chile. Bis zur Jahrhundertwende waren es dann über 10.000 Einwanderer, die sich im Kampf gegen Schlamm, Regen und fast undurchdringlichen Urwald eine neue Existenz aufbauten. Heute erinnert manches an diese schweren Jahre. In vielen Vorgärten stehen noch die ersten Pflüge oder die alten Dampfmaschinen, mit denen die Bandsägen angetrieben wurden. Die deutsche Besiedlung in Südchile war eine Erfolgsstory. Produkte aus den sauber geführten Farmen waren und sind bis heute noch genauso gefragt wie die Angebote der deutschen Restaurants, Bäckereien oder Hotels. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Christian war noch nie in Deutschland, aber er kannte alle großen Städte, alle Bundesländer, die aktuellen Probleme in Deutschland und die derzeitige politische Situation. Sprache und Tradition wurden in seiner, wie in den meisten deutschen Einwandererfamilien ganz konsequent bewahrt. Zum Abschied gab er uns noch den Tipp, Frutillar zu besuchen. Es wäre die deutscheste Stadt in Chile.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In Frutillar, auf Deutsch Fruchtweiler, fühlten wir uns wirklich wie in Deutschland. Der kleine Ort lebt vom Tourismus und vermarktet sehr erfolgreich seine deutschen Traditionen. Man schläft hier im „Hotel am See“, trinkt Paulaner-Bier oder Filterkaffee und isst Spätzle, Strudel oder Obstkuchen. Überall sahen wir deutschsprachige Angebote und aus den geöffneten Fenstern der deutschen Schule hörten wir deutsche Volkslieder. Unser positiver Eindruck von Frutillar änderte sich aber schlagartig, als wir dann am Seeparkplatz das große Schild sahen, auf dem in mehreren Sprachen ein generelles Parkverbot für Wohnmobile im ganzen Ort verfügt war. Solch ein Reglement hatten wir seit den USA nicht mehr erlebt. Hier haben die Stadtväter wohl etwas über das Ziel hinaus geschossen, zumal es in Chile kaum Wohnmobile gibt. Wir haben uns dann auch nicht sehr lange in Frutillar aufgehalten und sind dorthin weitergefahren, wo wir willkommen waren. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  &gt;23.09.2011 – Die Insel Chiloe&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;„Chiloe ist wunderschön“ wurde uns immer wieder versichert, wenn wir mit Chilenen über unsere nächsten Reiseziele sprachen. „Da müsst ihr unbedingt hinfahren“. Unsere Erwartungen waren also hoch, als wir mit der Fähre über den Chacao-Kanal übersetzten und nach 30-minütiger Fahrtzeit auf der zweitgrößten Insel Südamerikas von Bord rollten. Es war ein idealer Tag, die Sonne tauchte das Meer in ein tiefes Blau und die saftigen Wiesen standen im farblichen Kontrast zum leuchtend gelben Ginster. Rinder, Schafe und auch einige Pferde standen auf den saftigen Weiden und fraßen sich am frischen Gras satt. Eine landschaftliche Idylle war unser erster Gedanke, aber beim genauen Hinsehen erkannten wir das karge und entbehrungsreiche Leben der Chiloten. Die Häuser waren klein und alt, durch die Fenster und Türen pfiff der Wind. Für den langen Winter auf Chiloe hatte man nur einen kleinen Holzofen als Heizquelle, Strom und fließendes Wasser waren keine Selbstverständlichkeit. In manchen Vorgärten standen alte verrostete Pick-ups - Zeichen eines bescheidenen Wohlstandes auf Chiloe. Wer will heute noch so leben? Die jüngere Generation sah schon vor vielen Jahren keine Perspektive mehr auf der Insel. Das schöne ursprüngliche Leben, weswegen die Besucher aus Santiago und aus anderen großen Städten hierher kommen, ist für die Chiloten ein täglicher Existenzkampf, der sich langsam entwickelnde Tourismus die einzige Hoffnung für die Inselbewohner.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;An der Westküste, bei Pumillahue, hatte man diesen Tourismus-Trend schon erkannt. Hier befindet sich eine Kolonie von Magellan- und Humboldtpinguinen. Mit einem kleinen Motorboot fuhren wir zu den Inseln des Naturschutzgebietes und konnten die putzigen Vögel beobachten. Besonders die hüpfende, fast etwas schwerfällig wirkende Fortbewegung auf dem steinigen und steilen Ufer und die Leichtigkeit, mit der sich diese guten Schwimmer im Wasser bewegten, war gut zu sehen. Die Beobachtung war übrigens nur vom Boot aus möglich, die Inseln durften nicht betreten werden. Diese Maßnahme galt vor allem den im Bestand gefährdeten Humboldtpinguinen, von denen es nur noch wenige Tausend gibt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Morgen regnete es in Strömen und wir waren froh, den Ausflug zur Pinguinkolonie noch am Vortag unternommen zu haben. Die Fischer sagten uns, dies wäre das typische Wetter auf Chiloe, der Sonnenschein gestern war eine Ausnahme. Über Chiloes Wetter schrieb schon Charles Darwin im Jahre 1834 nach einem Besuch der Insel: „Im Winter ist das Klima schauervoll, und im Sommer ist es nur ein wenig besser. Ich glaube, es gibt innerhalb der gemäßigten Zonen wenige Teile der Erde, wo so viel Regen fällt. Die Winde sind sehr stürmisch, und der Himmel ist beinahe immer bewölkt“. Wie wenig sich doch in den Jahren seit damals geändert hat. Wir rumpelten über die Schotterstraße zurück nach Ancud, der Himmel hing voller dichter Wolken und der Wind trieb mit heftigen Böen Regenschauer über das Land. Die gestern noch so liebliche Landschaft war verschwunden. Alles war grau, nass und kalt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Bis Dalcahue fuhren wir noch und quartieren uns dann direkt am Hafen ein. Die Fischerboote waren bei Ebbe auf die Seite gekippt und lagen wie gestrandet im flachen Wasser. Erst mit der nächsten Flut konnten sie wieder auslaufen, aber die wenigsten Fischer fuhren an diesen Tagen zum Fischen raus. Es gab zu wenig Nachfrage auf der Insel, erst in den Ferienmonaten wird das Geschäft wieder besser laufen. Wir verbrachten den Rest des Tages im Wohnmobil, Petra bereitete uns frischen Fisch zum Abendessen und danach machten wir es mit einem Glas Wein so richtig gemütlich. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Trotz des weiterhin trüben Wetters besuchten wir am nächsten Tag, es war der letzte gemeinsame Tag mit Felix, die Hauptstadt Castro. Hier steht die größte und imposanteste Holzkirche Chiloes. 150 dieser so typischen Kirchen wurden bis Ende des 19. Jahrhunderts auf Chiloe und den Nachbarinseln erbaut, alle aus Holz und oft mit Alerceschindeln oder bunt bemaltem Blech verkleidet. 16 von ihnen sind als UNESCO-Welterbe eingestuft. Die Kathedrale in Castro ist auch deshalb so interessant, weil sie von einem italienischen Architekten als Stein- und Betonbau entworfen wurde. Da aber das Alerceholz viel billiger und auf der Insel in großer Menge vorhanden war, baute man die Kirche einfach aus Holz. Ein wirklich eindrucksvolles Bauwerk, vor allem von innen, wobei der langsame Verfall nicht zu übersehen war. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Außer der Kathedrale waren noch die Pelafitos, die berühmten bunt getünchten Pfahlhäuser Castros sehenswert. Sie sahen von der Straßenseite wie ganz normale Häuser aus, standen aber auf ihren Stelzen halb im Wasser, sodass die Fischer mit ihren Booten direkt unter die Häuser fahren konnten. So pittoresk diese bunt angestrichenen Pelafitos auch aussahen und so oft sie auch als Fotoobjekt herhalten mussten - wohnen wollte dort kaum noch jemand. Die Häuser sind nicht viel mehr als dünnwandige Bretterbuden, ohne vernünftige Heizung oder sanitäre Anlagen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Auf unserer Rückfahrt nach Puerto Montt hielten wir noch für einen Stadtspaziergang in Ancun, aber bei diesem trostlosen und regnerischen Wetter machte es einfach keinen Spaß. Vielleicht war es nur Zufall, aber nachdem wir das Festland wieder erreicht hatten, lugte die Sonne zaghaft durch die Wolken und in Puerto Montt schien sie dann von einem fast wolkenfreien Himmel.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am letzten Abend mit unserem Sohn saßen wir noch lange zusammen und wollten den Augenblick festhalten. Wir erzählten, machten Pläne und waren uns doch dessen bewusst, dass die gemeinsamen Tage morgen vorbei sein werden und wir uns für eine längere Zeit nicht mehr sehen. Am nächsten Morgen fuhren wir Felix pünktlich zum Flughafen nach Puerto Montt und dann fühlten wir uns wieder mindestens einen ganzen Tag so richtig einsam. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  &gt;04.10.2011 – Zeugen der Naturgewalten&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Einen Tag, nachdem Felix zurück nach Deutschland geflogen war, begann das schlechte Wetter mit Regen, Wind und Kälte. Es fühlte sich an wie ein nasskalter April in Deutschland. In Puerto Varas gab es einen ruhigen Parkplatz, direkt am See, und dort warteten wir auf eine Wetterbesserung. Jeden Tag hofften wir darauf, endlich zur Erkundung des Lago Llanquihue aufbrechen zu können, doch es regnete noch weitere fünf Tage. Dann begrüßte uns am Morgen ein wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein. Nach einem schnellen Frühstück wollten wir nur noch los. Wir fuhren am südlichen Ufer des Lago Llanquihue entlang und staunten immer wieder über die fantastischen Ausblicke. Grüne Wiesen, tiefblaues Wasser und der schneebedeckte Vulkan Osorno, der sich am anderen Ufer des Sees erhebt und mit seiner Kegelform das Idealbild eines Vulkans darstellt. Er ist dem Vulkan Villarrica sehr ähnlich und in Chile entbrennt gelegentlich ein Streit darüber, welcher der beiden der schönere ist. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Ein nicht weniger schönes Panorama bot sich uns am kleinen Lago Todos Los Santos. Im tiefblau bis smaragdgrün schimmerndem Wasser spiegelten sich die verschneite Spitze des Cerro Tronador, dessen Gipfel direkt auf der Grenze zu Argentinien liegt, und die schroffe Felsspitze des Vulkans Puntiagudo. Noch heute ist der See von dichtem immergrünen Regenwald umgeben. Am westlichen Ufer, am Fuße des Vulkans Osorno, lagen riesige Berge schwarzer Asche und Lavagranulat. Sie stammten noch vom letzten Ausbruch des Vulkans Osorno vor mehr als 150 Jahren. Seit diesem großen Ausbruch ist es ruhig geworden um den Osorno, ungefährlich ist er deswegen noch lange nicht. Besonders die extremen Wetterumschwünge haben schon manches Bergsteigerteam kalt erwischt, einige Alpinisten haben es sogar mit ihrem Leben bezahlt. Für uns war es bei diesem ruhigen Wetter kaum eine Herausforderung, auf dem Vulkan Osorno zu fahren und etwas zu wandern. Bis zur Schneegrenze in etwa 1300 m Höhe führt eine sehr steile, aber gut befahrbare Serpentinenstraße. Hier beginnen die Bergpfade und auch ein Sessellift fuhr bis zu den unteren Vulkankratern. Leider lag an diesem Nachmittag hier oben alles in dichtem Nebel, auch der viel gerühmte Ausblick über den Lago Llanquihue blieb uns verborgen. Nach einer kurzen Wanderung freuten wir uns auf das Abendessen im warmen Wohnmobil und auf eine ruhige Nacht. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir kaum Schlaf finden würden. Gegen 22:00 Uhr frischte der Wind auf und rüttelte schon bedenklich an unserem Wohnmobil. Eine Stunde später hofften wir nur noch, dass wir vom orkanartigen Sturm nicht umgeworfen werden. Die Temperaturen waren innerhalb weniger Stunden bis unter den Gefrierpunkt gefallen und der eisige Regen bildete an den Wänden und Fenstern des Wohnmobils eine dicke Eisschicht. Als auch nach Mitternacht der Sturm nicht nachließ, sind wir wenigstens einige Meter in den Windschatten einer Berghütte gefahren - viel genützt hat es jedoch nicht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mit der ersten Dämmerung am Morgen haben wir die Abfahrt vom Vulkan gewagt. Zum Glück war die Eis- und Schneeschicht auf der Straße verharscht und rau. Ganz langsam rollten wir im ersten Gang, fast ohne zu bremsen, ins Tal. Hier unten merkten wir von dem Sturm kaum etwas, alles war ruhig, fast windstill, mit etwas Nieselregen. Jetzt konnten wir die Gefährlichkeit eines Wetterumschwungs auf dem Osorno nachvollziehen. Wie muss man sich fühlen, wenn man von solch einem Wetter auf dem Gipfel überrascht wird.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Neben vielen erloschenen Vulkanen, wie den Osorno, besitzt Chile mit 130 aktiven Vulkanen die meisten der Welt. Einer davon ist der nur wenige Kilometer westlich der Stadt Osorno gelegene Vulkan Puyehue. Am 4. Juni dieses Jahres ist er, nach über 50-jähriger Pause, erneut ausgebrochen. Als wir vier Monate nach diesem Ausbruch in Richtung Argentinien fuhren, wollten wir es kaum glauben, aber der Puyehue war noch immer nicht zur Ruhe gekommen. Eine riesige Rauch- und Aschesäule stand über dem Berg und ließ uns erahnen, wie viel Energie der Vulkan noch immer freisetzte. Je näher wir dem Vulkan kamen, um so dichter wurde der Staub auf der Straße und im Nationalpark Puyehue lag alles unter einer dicken hellen Ascheschicht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Im Nationalpark kamen wir mit Enrico, dem Betreiber der Hosteria, ins Gespräch. Er war Augenzeuge des Ausbruchs und berichtete uns von der gewaltigen Eruption, die innerhalb von fünf Stunden 100 Millionen Tonnen Asche, Sand und Bimsgestein mehrere Kilometer in die Höhe geschleudert hat. Dafür war eine Energie erforderlich, die der von 70 Atombomben entsprach, so die Berechnung argentinischer Wissenschaftler. Bis nach Australien waren die Auswirkungen zu spüren, so musste zum Beispiel in Perth der Flughafen geschlossen werden - aber die schlimmsten Auswirkungen verzeichnete man in unmittelbarer Nähe des Vulkans.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Eine Fläche von über 700.000 Quadratkilometern war betroffen. In manchen Regionen sah es aus wie im Winter nach Neuschnee. Bäume, Straßen, Häuser, Vorgärten - alles war mit einer dichten hellgrauen Ascheschicht bedeckt. Noch schlimmer als in Chile waren die Auswirkungen in Argentinien. Die Gegend um Bariloche lebt fast ausschließlich vom Tourismus, jetzt war alles trostlos und grau. An vielen Restaurants und Pensionen sahen wir ein „SE VENDE-Schild“. Es war sicher der schlechteste Zeitpunkt zum Verkaufen, aber die Not zwang die Menschen zum Handeln. Auch die Viehwirtschaft litt unter dem Vulkanausbruch. Mehrere 100.000 Schafe sind in Argentinien verendet, weil sie die Last der Asche nicht mehr tragen konnten oder kein Futter mehr fanden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Im chilenischen Osorno verzeichnete man dagegen ein anderes Phänomen. Jeden Abend kamen Tausende bunte Choroy, eine chilenische Papageienart, aus den betroffenen Andengebieten in die Parks der Stadt geflogen, weil sie keine Nahrung mehr fanden. Am nächsten Morgen flogen sie, ihrem inneren Orientierungssinn folgend, zurück, und am Abend waren die Bäume in den Parks von Osorno wieder von unzähligen Vögeln grellbunt gefärbt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  &gt;Vor knapp zwei Jahren waren wir indirekt von der Aschewolke des isländischen Vulkans &lt;span class="st1"&gt;Eyjafjallajökull&lt;/span&gt; betroffen. Damals wurde der Flug unserer Tochter nach Mexiko gestrichen und wir haben das Geschehen aufmerksam verfolgt. Dass wir eine ähnliche Naturkatastrophe so hautnah erleben würden, hätten wir uns damals nicht vorgestellt. &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-5172206222661209506?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/5172206222661209506/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=5172206222661209506' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/5172206222661209506'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/5172206222661209506'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2011/11/21082011-18102011-zentral-und-sudchile.html' title='21.08.2011 – 18.10.2011: Zentral- und Südchile – Wälder, Seen und Naturgewalten'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-fWV8s4Ry81g/TsUn7p27gWI/AAAAAAAAAYE/KXErHTo5Rio/s72-c/Chile%2B2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-677674716233400899</id><published>2011-10-01T19:52:00.005+02:00</published><updated>2011-10-31T23:07:44.480+01:00</updated><title type='text'>25.06.2011 – 20.08.2011: Nordchile – Wüsten, Strände und Bergbauminen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-d9u5OPFvXJk/TodUxqz19tI/AAAAAAAAAX0/eGl0cgIjgeI/s1600/Chile%2B1.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-d9u5OPFvXJk/TodUxqz19tI/AAAAAAAAAX0/eGl0cgIjgeI/s400/Chile%2B1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5658584669096376018" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Normale Tabelle";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:10.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-ansi-language:#0400;  mso-fareast-language:#0400;  mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;28.06.2011 – Arica und Iquique – zwei Hafenstädte mit historischer Bedeutung&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Unser erstes Ziel war Arica, die nördlichste Stadt des Landes. Hier wurde auch unser erster Eindruck von Chile geprägt. Chile ist eines der reichsten Länder Südamerikas und dies war schon in Arica zu sehen. Die Stadt wirkte gepflegt und sauber, fast schon europäisch. Es gibt riesige Shoppingcenter, die keine Wünsche unerfüllt lassen - zumindest für den Teil der chilenischen Bevölkerung, der sich den westlichen Wohlstand leisten kann. Auch in den Außenbereichen der Stadt sahen wir überwiegend ordentliche Wohnhäuser mit Farbe oder Putz an den Außenwänden, also ganz anders als wie wir es von Peru und Bolivien gewohnt waren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Nachdem wir uns am Geldautomat mit einem sechsstelligen Betrag in Peso (der Kurs liegt bei 1 : 680) versorgt hatten war unser nächstes Ziel der große Supermarkt. Hier gab es wirklich alles, übrigens auch auffallend viele deutsche Produkte, aber zu Preisen, die wir in dieser Höhe auch schon lange nicht mehr bezahlen mussten. Chile ist kein billiges Reiseland. Das galt auch für die oftmals sehr einfachen Campingplätze, die mit 8.000 - 12.000 Pesos pro Nacht einfach zu teuer waren. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Im Norden der Stadt, weit abseits vom Zentrum und den schönen Stränden, gab es einige dieser schlichten Campingplätze, aber die meisten waren jetzt im Winter geschlossen oder sie hatten eine für unser Wohnmobil zu enge Einfahrt. Am Yachthafen fanden wir dann einen guten Stellplatz – zentrumsnah, sicher und vor allem kostenlos. Sogar den Wasseranschluss und das Internet vom Yachtclub konnten wir benutzen. Das Meer brandete von Süden gegen die Mole und der Wind brachte uns den würzigen Geruch des Pazifiks direkt ans Wohnmobil. Ein toller Platz, auf dem wir es dann auch fast zwei Wochen ausgehalten haben. Auch die Stadt hatte einiges zu bieten. Das Zentrum mit der Fußgängerzone, den Shops und Straßencafés lud zum Bummeln und Verweilen ein und einige Gebäude in der Stadt sind richtig berühmt. Gustave Eiffel hatte sich in Arica, 14 Jahre vor dem Bau des Eiffelturms, mit der komplett aus Eisen erbauten Iglesia San Marcos einen Namen gemacht. Auch das alte Zollgebäude von 1874 wurde von ihm entworfen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Leider hatten wir, was das Wetter an der Küste betraf, falsche Erwartungen gehabt. Die Stadt des ewigen Frühlings, wie Arica auch genannt wird, zeigte sich meist wolkenverhangen. An den wenigen sonnigen Tagen unternahmen wir Ausflüge ins Umland der Stadt oder kraxelten auf den Morro. Dieser, die Stadt mit 110 m überragende Felsmonolith hatte für Arica eine große strategische Bedeutung. Hier oben stand die peruanische Festung zur Stadtverteidigung, die am 7. Juni 1880 von den Chilenen eingenommen wurde. In einem Museum auf dem Morro wurden die Details dieser entscheidenden Schlacht im Salpeterkrieg gegen Peru und Bolivien selbstbewusst dargestellt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Auch bei unserem nächsten Reisestopp in der ehemals peruanischen Hafenstadt Iquique trafen wir auf Zeugnisse dieser Zeit, und der chilenische Stolz auf den Sieg im Salpeterkrieg war auch hier nicht zu übersehen. Während einer Hafenrundfahrt fuhren wir auch zu der Stelle, wo die Seeschlacht gegen Peru getobt hat. Dass dabei das stolze chilenische Kriegsschiff Esmeralda unter Kapitän Prat versenkt wurde, hatte auf den Kriegsausgang wenig Einfluss. Die zur Schau getragene Freude unseres Reiseführers über den damals gewonnenen Krieg kannte kaum Grenzen, als er bemerkte, dass auch zwei peruanische Familien auf dem Boot waren. Wir fanden es, obwohl wir nur einen Teil seiner Erklärungen verstanden, etwas unpassend und überzogen. Andererseits war dies nur ein Ausdruck des seit dieser Zeit schwelenden Konflikts zwischen Peru/Bolivien und Chile. Chiles Salpeter-und Kupfervorkommen, bis heute die Basis für den Wohlstand des Landes, liegen in genau den Gebieten, die Chile im Salpeterkrieg von Peru und Bolivien gewonnenen hatte. Dazu kommt, dass Bolivien durch den Salpeterkrieg jeglichen Zugang zum Meer verloren hat und immer wieder versucht, heute vor allem mit diplomatischen Mitteln, eine Lösung dafür zu finden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Bei unserer anschließenden Stadtbesichtigung konzentrierten wir uns vor allem auf den historischen Stadtkern. In der Mitte der Plaza Prat steht der Uhrturm, das Wahrzeichen der Stadt, umgeben vom neoklassizistischen Theater Municipal, dem prunkvollen ersten Gewerkschaftshaus des Landes und den im maurisch-spanischen Stil errichteten ehemaligen Club Español. Dieses, mit blauen Kacheln verkleidete Gebäude aus dem Jahre 1904, in dem sich heute ein vornehmes Restaurant und ein Kasino befinden, ist noch weitestgehend original erhalten. Mit seinen wertvollen Holzvertäfelungen, den alten Möbeln und den schweren Teppichen, versetzte es uns gedanklich in diese Zeit zurück. Die Mitglieder der spanischen Kolonie in Iquique wussten, wie es sich gut leben lässt. Auch auf der vom Plaza Prat abgehenden Avenida Baquedano ist diese alte Zeit noch gegenwärtig. Hier ist ein zusammenhängendes bauliches Ensemble noch so erhalten wie vor 100 Jahren, zur Blütezeit der Stadt. Die Fußwege, noch heute aus Holz, und die hölzernen Häuser mit ihren großen Dachterrassen, sind wohl einmalig in Chile. Das vornehmste und größte Gebäude aus dieser Zeit steht an der Ecke zur Calle O’Higgins. Einen ganzen Block breit erstreckt sich das Palacio Astoreca. Es ist öffentlich zugänglich und enthält noch einige Originalmöbel und Einbauten. Hier konnten wir sehen, wie prunkvoll der Geldadel und die Salpeterbarone in dieser Zeit lebten. Der Wohlstand wurde in den umliegenden Salpeterminen unter fast feudalistischen Verhältnissen erwirtschaftet. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;12.07.2011 – Humberstone und Chuquicamata – zwei legendäre Minen in der Wüste&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Auf unserer Weiterfahrt ins Landesinnere kamen wir an unzähligen stillgelegten Salpeterminen, den sogenannten Oficinas, vorbei. Die Oficinas waren eine abgeschlossene Welt und diese gehörte de facto den Salpeterbaronen. Alles in den Minen war ihr Eigentum, nicht nur die Abbau- und Verarbeitungstechnik, sondern auch die Häuser der Arbeiter, die Geschäfte, die Kneipen, einfach alles. Bezahlt wurden die Arbeiter mit eigenen Münzen, die nur in der jeweiligen Oficina gültig waren. So wurde gewährleistet, dass die Arbeiter ihre Löhne auch direkt bei Minenbesitzer wieder ausgaben. Die meisten dieser Minen hatten ihren Höhepunkt in den Jahren zwischen 1920 und 1930. Danach wurde der Abbau zunehmend unwirtschaftlich. Das in Deutschland entwickelte chemische Verfahren zur Ammoniaksynthese ermöglichte es, Salpeter wesentlich billiger herzustellen. Nur wenige Salpeterminen überlebten diese Zeit. Eine davon war die 45 km von Iquique entfernt liegende Humberstone-Salpetermine. Sie wurde erst 1961 endgültig stillgelegt. Zu diesem Zeitpunkt war sie noch in einem so guten Zustand, dass sie zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Heute steht sie auf der Liste der gefährdeten Kulturstätten weit oben, weil der Verfall dieser alten Salpeterstadt rasend schnell voranschreitet. Die einfachen Unterkünfte, die Verwaltungsgebäude und die technischen Einrichtungen der Mine, ursprünglich nur für eine kurze Zeit errichtet, sind heute in einem sehr baufälligen Zustand. Vieles ist einsturzgefährdet und verrottet langsam. Trotzdem konnten wir uns noch das geschäftliche Treiben in dieser alten Minenstadt, die mit fast 4000 Bewohnern eine der größten Oficinas war, gut vorstellen. Humberstone war in den letzten Jahren auch eine recht moderne Salpeterstadt, hatte sie doch, neben Schule und Krankenhaus, sogar ein eigenes Theater und ein öffentliches, aus einem Schiffswrack gebautes Schwimmbad. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Heute wird in Chile nur noch eine einzige Salpetergrube betrieben. Sie befindet sich in Maria Elena und ist die modernste Salpetergrube der Welt. Wie modern hier alles ist&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; konnten wir am neu gebauten Arbeiterhotel sehen, auf dessen Parkplatz wir mit unserem Wohnmobil willkommen waren. Klimatisierte Bungalows, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Arbeiterrestaurants - alles vom Feinsten. Leider war der Minenkomplex nicht für Besichtigungen freigegeben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;In Calama war die PR-Arbeit der staatlichen Kupfergesellschaft Codelco wesentlich besser. Vom eigens dafür errichteten Informationszentrum starteten zweimal täglich die Besichtigungstouren nach Chuquicamata, der größten offenen Kupfermine der Welt. Die Stadt Chuquicamata selbst ist heute eine Geisterstadt. Sie wurde bis 2004 vollständig evakuiert, weil die gesundheitlichen Belastungen für die Bewohner zu groß waren. Außerdem brauchte man weiteren Platz für die riesigen Abraumhalden, von denen die Stadt jetzt langsam geschluckt wird. Beeindruckend sind die Daten der Mine, die uns stolz erläutert wurden. Die Kupfermine gilt als die größte von Menschen geschaffene Grube, aus der jeden Tag 180.000 t Gestein abgebaut werden. Mit einem elektrolytischen Verfahren werden daraus 2.500 t hochprozentiges Kupfer gewonnen – rund 600.000 t im Jahr. Eindrucksvoll waren auch die großen Muldenkipper, übrigens aus deutscher Produktion. 107 dieser Monster sind derzeit im Einsatz. 400 t Gestein kann so ein Truck laden und auf seinen 4 m hohen Rädern aus der Mine transportieren. Was nicht zur Sprache kam&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; waren die massive Zerstörung der Umwelt und die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Minenarbeiter. Ihre überdurchschnittlich gute Bezahlung macht das gesundheitliche Risiko nicht wett, viele erkranken an Staublunge, Asthma oder Krebs. Der allgegenwärtige Feinstaub und das mit Arsen und weiteren giftigen Chemikalien verunreinigte Grundwasser sind der Preis, der für die lukrative Ausbeutung des größten Kupfervorkommens der Welt bezahlt wird.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;24.07.2011 – San Pedro de Atacama – Wüstendorf und Tourismuszentrum&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Obwohl wir uns schon seit Arica in der Atacamawüste befanden&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; hatten wir mit San Pedro de Atacama den Mittelpunkt der Wüste, oder zumindest das touristische Zentrum der Atacama, erreicht. Hier ist die Wüste am eindrucksvollsten und auch am trockensten. Im Jahresmittel fällt hier nur 1/50-stel der Regenmenge, die im Death Valley (USA) gemessen wird. Das heißt, die Niederschlagsmenge ist praktisch gleich null. In diesem trockenen Gebiet kann der Mensch nur in den wenigen Oasen überleben. San Pedro ist so eine Oase, mitten in der Wüste. Hier siedelten schon vor circa 11.000 Jahren die ersten Atacameños, die Ureinwohner der Atacamawüste. Sie betrieben bescheidene Landwirtschaft und Tierzucht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Auch heute noch besteht das Dorf vorwiegend aus einstöckigen Lehmhäusern und staubigen unbefestigten Straßen - aber der Tourismusboom der letzten Jahre hat dafür gesorgt, dass sich in fast jedem dieser Lehmhäuser ein Restaurant, ein kleines Hotel oder eine Reiseagentur befindet. Aus dem verschlafenen Andendorf ist ein touristisches Standardziel geworden, welches auf keiner Reiseroute im Norden Chiles fehlen darf. Die schnelle Entwicklung hatte auch ihre unangenehmen Nebenwirkungen. Hohe Preise, zwielichtige Touranbieter und Touristennepp gehörten hier zum Alltag. Nach zwei Tagen in San Pedro hatten wir genug davon. Die wundervolle Umgebung der Stadt war unser nächstes Ziel, und anders als die vielen anderen Touristen mussten wir keine überteuerten Touren buchen, sondern konnten mit unserem Hobby alles selbst anfahren. Das Valle de la Luna beeindruckte uns mit den in Jahrmillionen durch Erosion geschaffenen Figuren aus Sand, Salz und Lehm. Am Salar de Atacama verbrachten wir einen ganzen Tag, beobachteten Flamingos, die in der Lagune Chaxa im flachen Wasser vor der eindrucksvollen Bergkulisse standen, und erlebten hier den wohl schönsten Sonnenuntergang unserer bisherigen Reise. Die Lagune verfärbte sich dabei in fast schon kitschig wirkenden Farben und die Flamingos stellten sich dann nochmals für unsere Fotos auf. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die Nächte in der Wüste waren eine weitere neue Erfahrung für uns. Bitterkalt, aber so klar, dass wir uns vom Anblick des Sternenhimmels kaum losreißen konnten. Nach einem Bad in der heißen Thermalquelle in Puritama wollten wir noch zur Lagune Miscanti fahren. Unser Reiseführer beschreibt diese Gegend, hoch oben im chilenisch-argentinischen Grenzgebiet, als sehr sehenswert. Die Straße, auf den ersten 80 km bis Socaire noch geteert, führte zwischen der Andenkette und dem Salar de Atacama stetig bergauf. Dann ging es auf einer Schotterpiste weiter. Wir quälten uns, teilweise nur in Schrittgeschwindigkeit, immer höher in die Anden. Nur noch 10 km trennten uns von der landschaftlich so schönen Lagune, da machte fast meterhoher Schnee auf der Piste die Weiterfahrt unmöglich. Etwas enttäuscht mussten wir, so kurz vor unserem Ziel, umkehren. Mit einer organisierten Tour wäre so etwas sicher nicht passiert. Andererseits liegt gerade in dieser Unberechenbarkeit und Spontanität der Reiz des individuellen Reisens, und so haben wir auf der Rückfahrt noch das kleine Städtchen Toconao kennengelernt und eine weitere Nacht in der Stille der Atacamawüste verbracht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;09.08.2011 – An der chilenischen Küste südwärts&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Unserer weitere Fahrt in Richtung Zentralchile führte uns wieder an die Pazifikküste, die wir bei Antofagasta, der größten Stadt des Nordens, erreichten. Die Stadt selbst hat keine großen Sehenswürdigkeiten, aber das 16 km nördlich der Stadt gelegene Felsentor "La Portada“, das Wahrzeichen von Antofagasta, war einen Besuch wert. Der hoch aus dem Wasser aufragende Fels ist in dieser Form einmalig in Chile. Es war aber vor allem ein geeigneter Platz, um Vögel und Seelöwen zu beobachten. Sogar einige Delfine konnten wir nahe dem Ufer sehen. Einzig die hier normalerweise lebenden Humboldtpinguine zeigten sich nicht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die Nacht verbrachten wir auf dem Parkplatz, direkt über dem Felsentor und der Brandung des Pazifiks. Am nächsten Morgen starteten wir recht früh, aber so richtig weit sind wir nicht gekommen. Kurz hinter der Stadt war die Panamericana, die an dieser Stelle einzige Nord-Süd-Verbindung, durch große Trucks versperrt. Fast einen ganzen Tag war diese wichtige Straßenverbindung lahmgelegt, um Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und höheren Löhnen durchzusetzen. Die meisten Autofahrer nahmen den Protest gelassen hin und selbst die Polizei verhielt sich solidarisch mit den Fahrern. Am späten Abend wurde die Straße wieder freigegeben und wir kamen mit dem letzten Tageslicht gerade noch bis zur nächsten Tankstelle, an der wir übernachteten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;An der Pazifikküste im Norden Chiles gibt es herrliche einsame Strände, beschauliche Fischerdörfer und schöne Ferienorte. Wir bummelten an der Küste südwärts und machten Pause, wo uns gefiel. Dieses geruhsame Reisen hatte zwei Gründe. Zum einen merkten wir sehr deutlich die Klima- und Temperaturänderung in Richtung Süden, hier auf der Südhalbkugel waren wir noch mitten im Winter, und wir wollten das schöne Wetter noch etwas genießen. Der zweite Grund war, dass wir noch genügend Zeit bis zum 3. September hatten, denn für diesen Tag erwarteten wir unseren Sohn Felix in Santiago. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die Stellmöglichkeiten für unser Wohnmobil waren so gut, dass wir mittlerweile recht ausgefallener Ansprüche entwickelt hatten. Eine Strandpromenade oder wenigstens eine ruhige Uferstraße sollte es schon sein. In Taltal, einem kleinen verschlafenen Fischerort, fühlten wir uns schnell wohl. Sonniges Wetter, schöne Strände und jeden Tag frischen Fisch zum Abendessen. Daran konnten wir uns gewöhnen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Noch besser hatten wir es dann in Bahia Inglesa getroffen. Der beliebte Ferienort wirkte außerhalb der Sommersaison, die hier in Chile von Mitte Dezember bis Mitte März dauert, fast wie ausgestorben. Die Restaurants kämpften mit Rabatten um die wenigen Gäste und der Strand gehörte uns fast allein. Dabei waren die Temperaturen schon sehr angenehm. Auf über 20 °C stieg das Thermometer tagsüber, nur das Wasser war uns noch zu kalt für ein Bad. Wir hatten unseren Stellplatz direkt an der Promenade, vor uns der weiße Muschelstrand und das türkisblaue Meer, hinter uns das Luxushotel Rocas de Bahia, welches uns sogar freundlicherweise ihren WiFi-Internetzugang zur Verfügung stellte. Auch sonst waren wir gut versorgt. Früh kam der Bäcker mit frischen Brötchen ans Wohnmobil und am Nachmittag brachten die Fischer ihren fangfrischen Fisch. Es waren wundervolle Tage. Die Menschen waren aufgeschlossen, sie interessierten sich für uns, unsere Reise und unser Wohnmobil. Sogar ein Team des chilenischen Fernsehens wurde auf uns aufmerksam. Wir wurden interviewt, alles wurde gefilmt und noch am selben Tag lief der Beitrag über unsere Reise im Vorabendprogramm. Wir hätten niemals für möglich gehalten, wie viele Menschen diesen TV-Beitrag gesehen und uns wieder erkannt haben. Vom Familienfoto vor unserem Hobby bis zum hemmungslosen Anklopfen zu unpassender Zeit reichte das Spektrum, welches wir aufgrund unserer temporären Bekanntheit ertragen mussten. „Ich glaube, jetzt wollen sie uns aus dem Paradies vertreiben“ sagte ich zu Petra und schon bald waren wir wieder auf der Panamericana und rollten weiter südwärts. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-677674716233400899?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/677674716233400899/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=677674716233400899' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/677674716233400899'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/677674716233400899'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2011/10/25062011-20082011-nordchile-wusten.html' title='25.06.2011 – 20.08.2011: Nordchile – Wüsten, Strände und Bergbauminen'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-d9u5OPFvXJk/TodUxqz19tI/AAAAAAAAAX0/eGl0cgIjgeI/s72-c/Chile%2B1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-7777993164530999877</id><published>2011-08-06T02:00:00.004+02:00</published><updated>2011-08-06T02:09:14.012+02:00</updated><title type='text'>26.04.2011 – 24.06.2011: Bolivien – landschaftliche Schönheit in atemberaubender Höhe</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-Yn2n_-ueC1E/TjyEwR1V1VI/AAAAAAAAAXs/LVihP_dykqU/s1600/Bolivien.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-Yn2n_-ueC1E/TjyEwR1V1VI/AAAAAAAAAXs/LVihP_dykqU/s400/Bolivien.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5637526798516737362" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Normale Tabelle";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:10.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-ansi-language:#0400;  mso-fareast-language:#0400;  mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;26.04.2011 – Copacabana und die Isla del Sol&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Das klang ja alles sehr beunruhigend. In Bolivien wurde bis vor einigen Tagen gestreikt. In den Medien wurde von Übergriffen auf Zivilisten und Ausländer berichtet und viele Reisende waren froh, dass sie aus dem Land endlich rausgekommen sind. Und wir mussten unbedingt rein - nach Bolivien. Katharina hatte ihren Rückflug von La Paz gebucht und so hatten wir keine Wahl. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Einige Tage später waren wir froh in Bolivien zu sein, denn die Streiks wurden nach dem Einlenken der Regierung beendet und bis zu den nächsten landesweiten Protesten waren wir erst einmal sicher. Anders in Peru. Das, was wir noch als halbherzige Straßensperren erlebt hatten entwickelte sich zu einem handfesten Aufstand in der Region um Puño. Die Grenze zwischen Peru und Bolivien war für mehrere Wochen geschlossen, sogar die Flughäfen wurden blockiert. In Puño und Arequipa gab es Straßenschlachten, öffentliche Gebäude wurden angezündet und viele Unbeteiligte wurden verletzt. Also war Bolivien im Moment das sicherere Land.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Unmittelbar hinter der Grenze liegt das kleine Pilgerstädtchen Copacabana. Der Ort selbst ist nicht gerade schön, aber seine bevorzugte Lage am Titicacasee macht ihn zu einem gefragten Touristenort. Restaurants, Kneipen, Geschäfte und unzählige Reiseagenturen säumen die Straßen und im Stimmengewirr der Touristen hörten wir fast nur Englisch. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Bei unserem ersten Stadtspaziergang sahen wir aufwendig, mit Blumen, Girlanden und Blütenblättern geschmückte Autos in der Stadt, und am nächsten Tag erlebten wir, was es damit auf sich hatte. Der Franziskanerpater Bernardino segnete mehrmals wöchentlich Autos. Das ist auch in Bolivien ein Novum und so kamen die Gläubigen mit ihren neuen oder alt gekauften Autos hierher, um den Segen des Paters zu empfangen. Das Ganze wurde von ohrenbetäubenden Böllerschüssen begleitet. Die gesegneten Autos waren dann gegen Pannen und vor allem gegen Unfälle gewappnet, sodass der Fahrtstil ruhig etwas riskanter sein konnte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Morgen fuhren wir mit einem Ausflugsboot zur Isla del Sol. Um Basko nicht so lange allein zu lassen, hatten wir uns für eine Halbtagestour entschieden. Leider war die Zeit viel zu kurz für diese beeindruckende Insel. Nach dem anstrengenden Aufstieg über die Inka-Treppe zum höchsten Punkt der Insel hatten wir den wohl schönsten Blick auf den tiefblauen See, auf die Isla del Luna und das gegenüberliegende, von vergletscherten Bergen gesäumte Ufer. Wie gern hätten wir, mit etwas mehr Zeit, eine Wanderung auf dem Kammweg zur nordwestlichen Seite der Insel unternommen. Nicht nur die reizvolle Landschaft, sondern auch die historische Bedeutung wären ausreichend Gründe dafür gewesen. Nach alter Inka-Legende wurde hier der erste Inka Manco Capac und seine Frau geboren und auch die Sonne sei hier entstanden und zum Himmel aufgestiegen. Damit waren die Insel als Ursprung des Inka-Imperiums und ebenso der ganze Titicacasee für die nachfolgenden Inka-Generationen heilig. Früher hieß die Isla del Sol übrigens Titicachi, wovon der Titicacasee seinen Namen ableitete.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach so viel Natur und Historie haben wir uns dann am Abend ganz irdischen Genüssen hingegeben. Die frischen Titicacasee-Forellen waren wirklich ein Genuss und der bolivianische Weißwein passte recht gut dazu. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;29.04.2011 – La Paz - eine atemberaubende Stadt&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Strecke von Copacabana nach La Paz war nur 150 km lang. Trotzdem kamen wir erst am späten Nachmittag in El Alto, dem über 4200 m hoch gelegenen Vorort der bolivianischen Andenmetropole an. Ein Grund war die landschaftliche Schönheit der Strecke, die uns immer wieder zu Pausen und Fotostopps veranlasste. Ein weiterer, die wenig vertrauenswürdige Fährverbindung über eine schmale Stelle des Titicacasees. „Sollen wir das wirklich riskieren?“ Wir beobachteten erst einmal den Fährbetrieb, ehe wir uns entschieden, das Wagnis einzugehen. Die altersschwache Fährplattform hatte keine Bohle zu viel an Deck. Sie knackte an allen Ecken, als wir mit dem Hobby langsam darauf rollten. Der Fährmann startete den kleinen Außenbordmotor, der die Plattform langsam vom Ufer wegbewegte. Jetzt brachte der Seitenwind die Fähre mächtig ins Schwanken und unser Hobby schaukelte sich bedenklich auf. Das gelangweilte Gesicht des Fährmannes gab mir etwas Zuversicht, dass wir in keiner kritischen Situation waren - aber was hatte ich auch erwartet? Es war ja nicht sein Wohnmobil, welches vielleicht über Bord gehen würde. Nach 30 bangen Minuten legten wir am gegenüberliegenden Ufer an. Alles war gut gegangen und uns fiel ein Stein vom Herzen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In La Paz angekommen haben wir uns erst einmal hoffnungslos verfahren. Die Stadt lag direkt vor uns, aber unser Navigationssystem meinte, wir sollten nach links abbiegen und einen großen Bogen fahren. Das konnte ja nur ein Fehler des Systems sein. Also weiter geradeaus. Nach wenigen Kilometern befanden wir uns in einem hoffnungslos verstopften Vorort. Busse, Taxis, Mopeds, Straßenhändler und Fußgänger, alles drängte sich auf der schmalen Straße. Am Straßenrand waren Marktstände mit gefährlich auf die Fahrbahn ragenden Überdachungen aufgereiht. Langsam wurde ich nervös. Nach über einer Stunde im Verkehrschaos hatten wir uns bis zu unserem Ausgangspunkt zurück gequält und die großzügig um die Stadt geführte Stadtautobahn, erreicht. Wir rollten talwärts, fast 1000 m tiefer lag das Zentrum der Stadt. Die Häuser schmiegten sich an die steilen Berghänge und boten eine faszinierende Umrahmung für die im Tal liegenden modernen Stadtviertel mit ihren Hochhäusern und dem über der Stadt thronenden, schneebedeckten, 6439 m hohen Illimani. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Ich vertraute jetzt meinem Navigationssystem und trotzdem gab es noch einige schwierige Verkehrssituationen zu bewältigen, ehe wir endlich am Schweizer Hotel Oberland ankamen. Die Straßenführung in La Paz ist, bedingt durch das extrem bergische Gelände, sehr eigenwillig. Die engen Straßen winden sich mit einem extremen Anstieg an den Berghängen in die Höhe. Da viele Kleinbusse oder älterer Autos nicht mehr loskommen würden, fuhren sie an Kreuzungen einfach durch. Ein Wunder, dass so wenig Unfälle passierten. Für uns war La Paz bisher die Stadt mit den kompliziertesten Verkehrsbedingungen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Im Hotel Oberland waren dann die Ärgernisse auf La Paz Straßen schnell vergessen. Im Schweizer Restaurant gab es leckeres Käse-Fondue, hausgemachtes Schwarzbier und eine tolle Atmosphäre am Kamin. So verwöhnt wurden wir schon lange nicht mehr. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Tag stand die Stadtbesichtigung auf unserem Programm. Die Innenstadt war laut, hektisch und nicht sehr sauber. Es wurde viel gebaut und die Luft, die schon unter normalen Bedingungen fast zu dünn zum Atmen ist, war staubig und kratzte im Hals. Hinter der Plaza San Francisco beginnt die Touristenmeile mit unzähligen kleinen Läden, Restaurants, Webereien und kunstgewerblichen Geschäften. Uns interessierte aber besonders eine kleine Nebenstraße, die Linares. Hier befindet sich der berühmte Hexemarkt, wo wir Ausgefallenes und Kurioses fanden. Es gab haufenweise Kräuter, Heilgetränke und vor allem getrocknete Lamaembryos, welche die Einheimischen unter den Schwellen ihrer Häuser und Wohnungen vergraben und sich dadurch Glück und Wohlstand erhoffen. Die zentrale Plaza Mendoza war dann endlich ein Ort zum Ausruhen und Durchatmen. Hier stehen die Kathedrale, der Regierungspalast und das Parlamentsgebäude. Alles war gepflegt und strahlte Ruhe und Gelassenheit aus.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Über abschüssige Straßenschluchten ließen wir uns dann immer weiter bergab treiben und kamen so in die besseren Wohngebiete. Hier, fast 1000 m tiefer als El Alto gelegen, fiel uns das Atmen leichter, die Luft war relativ sauber und die Temperaturen angenehmer. Nicht ohne Grund wohnt hier die Oberschicht von La Paz.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die letzten zwei gemeinsamen Tage vergingen viel zu schnell und dann war er schon da, der Abschied von unserer Katharina. Wir wollten nicht mit dem Wohnmobil zum Flughafen fahren und bestellten über die Hotelrezeption ein Taxi. Nach einem schnellen Abschied fuhr unsere Kathi vom Hotelhof und erst 8 Stunden später erhielten wir die erste Nachricht von ihr. Obwohl wir fest vereinbart hatten, dass sie uns vom Flughafen eine SMS sendet&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; blieb unser Handy stumm. Unsere Anrufe gingen ins Leere, und obwohl wir nicht zu übersteigerter Ängstlichkeit neigen, machten wir uns zunehmend Sorgen. Mittlerweile müsste sie schon in Lima gelandet sein, aber keine Nachricht erreichte uns. Langsam kamen uns die unmöglichsten Gedanken. Was hatten wir nicht alles gelesen von falschen Taxifahrern, Blitzentführungen und Missbrauch. Meine Anrufe bei der Fluggesellschaft waren erfolglos, die immer wieder gesendeten SMS an Kathi blieben unbeantwortet. Der nächste Schritt wäre ein Hilferuf bei der deutschen Botschaft gewesen - und dann kam endlich der erlösende Anruf unserer Tochter. Völlig überrascht fragte sie uns, was denn los sei und ob wir ihre zwei SMS nicht bekommen hätten. Ein simples technisches Problem im Mobilfunknetz hatte uns, und mit uns die ganze Travellergemeinschaft im Oberland, in Atem gehalten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;15.05.2011 – Sucre - gut für eine Reisepause&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach dem straffen Programm der letzten Wochen brauchten wir wieder mal eine kleine Auszeit. Vor allem mussten wir Ordnung in unsere Fotos bringen und die letzten zwei Reiseberichte schreiben. Sucre schien dafür gut geeignet und Rita und Lothars Tipp erwies sich als absolut passend. Sie gaben uns die Adresse einer netten Familie, die uns ihren Garten als Stellplatz zur Verfügung stellte. Es war alles vorhanden, von der warmen Dusche bis zum WiFi-Internet. Dazu kam, dass Sucre ein sehr angenehmes Klima besitzt. In nur 2700 m Höhe gelegen war es tagsüber frühlingshaft warm und nachts nicht zu kalt. Dies Sonne schien wirklich jeden Tag und der stahlblaue Himmel war völlig wolkenlos. Die schöne Altstadt mit ihren weißen Häusern, der gepflegten Plaza und dem großen Markt war nicht weit entfernt und Felicidad, Alberto und ihr Sohn Miguel lasen uns fast jeden Wunsch von den Lippen ab. So konnten wir es aushalten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach einigen Tagen kamen dann noch Isabelle und André, die zwei lustigen Franzosen, die uns schon seit Cusco „verfolgten“, nach Sucre. Seitdem waren auch die Abende nicht mehr so einsam.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In Sucre ist man stolz darauf, in der Hauptstadt von Bolivien zu leben, obwohl viele Ausländer denken, die Hauptstadt wäre La Paz. Die Menschen in Sucre sagten selbstbewusst, La Paz ist ja „nur der Regierungssitz“. Aber viel war von der Hauptstadt wirklich nicht zu erkennen, einzig der Oberste Gerichtshof ist in Sucre noch ansässig. Dafür ist es hier ruhig und beschaulich - einfach lebenswert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Natürlich machten die Bolivianer auch in Sucre von ihrem Recht Gebrauch, gegen alles und jeden zu demonstrieren. Es verging kaum ein Tag, an dem nicht ein kleiner Protestzug auf der Plaza organisiert wurde, der sich dann einige Straßen weiter wieder friedlich auflöste. Die Demokratie von der Straße hat in Bolivien eine lange Tradition und durch den Volkswillen oder auch Volkszorn wurde schon so mancher Präsident gestürzt. Seit der Unabhängigkeit 1825 gab es über 200 gewaltsame Machtwechsel - das ist einsamer Weltrekord.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die größte Manifestation erlebten wir am 25. Mai und den folgenden Tagen. Diesmal war es aber keine Demonstration gegen - sondern für die Regierung. Der 25. Mai wird in Sucre als Beginn der Unabhängigkeitsbewegung vor nunmehr 202 Jahren gefeiert. Stundenlang marschierten die Menschen an der Casa de la Libertad vorbei. Der Präsident Boliviens Evo Morales war in der Stadt und kam für einige Minuten auf den Balkon. Auch ihm schien der Umzug, der einfach kein Ende nehmen wollte, zu lange zu dauern. Ich wurde etwas an die inszenierten Umzüge in der ehemaligen DDR erinnert, aber hier schienen die Menschen mit Freude und Enthusiasmus dabei zu sein. Vor allem die vielen Indigenas fielen in dem Demonstrationszug auf und unzählige Marschkapellen versuchten sich gegenseitig zu überbieten. Über allem dröhnte die unermüdliche Stimme des Kommentators, der jede neue Gruppe mit großen Worten ankündigte und ihre Verbundenheit mit der Regierung lobte. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;An den nächsten zwei Tagen hörten wir immer wieder Marschmusik aus dem Stadtzentrum, die Show war noch lange nicht zu Ende. Am Abend flanierten die stolzen Bürger dann auf der Plaza oder vergnügten sich bei öffentlichen Konzerten. Sogar eine Rallye-Meisterschaft gab es am Sonntag und zur Feier des Tages wurde Paderborner Bier ausgeschenkt. Trotz der offensichtlichen Inszenierung dieses Spektakels hatten wir den Eindruck, dass die Bolivianer diesen Feiertag mit Hingabe begehen. Einen beispiellosen Nationalstolz haben sie sowieso.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach den fünf heißen Tagen zogen wieder Ruhe und Ordnung in Sucre ein und wir konnten uns den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt und ihrer Umgebung widmen. In Sucre befindet sich die 1628 gegründete älteste Universität Südamerikas, im Turm der Kirche San Francisco hängt noch heute die Freiheitsglocke, die am 15. Mai 1825 die Unabhängigkeitskämpfer an die Waffen rief, und in der Casa de la Libertad wurde am 6. August 1825 die Unabhängigkeit Bolivien erklärt. Wir bewegten uns auf geschichtsträchtigen Boden und noch einige Jahre älter ist der sensationelle Fund, den man 1994 in der staatlichen Zementgrube am Stadtrand machte. Über 3000 Fußabdrücke von etwa 300 verschiedenen Dinosauriern wurden hier entdeckt. Die längste Spur ist 350 m lang. Es sind die größten und ältesten Fußspuren der Welt. Wir konnten die drei zackigen Riesenzehen vom Tyrannosaurus Rex und die Abdrücke vom Brontosaurus erkennen, die hier herumgewandert sind. Die ehemals ebene Platte wurde über Jahrmillionen nach oben gefaltete und steht heute senkrecht gegenüber der eigens dafür errichteten Besucherplattform. Durch Erosion treten selbst heute noch neue Spuren zutage, während man mit einem Kunststoffüberzug versucht, die bestehenden zu schützen. Es ist wirklich eine Weltattraktion, die in den letzten Jahren noch durch einen Saurier-Themenpark ergänzt wurde.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Von Sucre aus unternahmen wir auch einen mehrtägigen Ausflug zum Salar Uyuni. Isabelle und André kümmerten sich in dieser Zeit um unseren Basko. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;01.06.2011 – Salar Uyuni – die größte Salzwüste der Welt&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Um 7:00 Uhr früh standen wir am Terminal und warteten auf unseren Bus nach Uyuni. Was dann angerollt kam&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; hatte wenig mit einem bequemen Reisebus zu tun, aber wir&lt;span style="color:navy;"&gt; &lt;/span&gt;haben es irgendwie überstanden. Nach 11 Stunden stiegen wir wie gerädert in Uyuni aus und waren froh, dass wir diese Buckelpiste nicht mit unserem Hobby gefahren sind. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Uyuni, 1889 aus strategischen Gründen vom damaligen Präsidenten Arce gegründet, spielte im Chacokrieg gegen Paraguay eine wichtige Rolle. Heute wird in dieser trostlosen Stadt nur noch um Touristen gekämpft. Uyuni ist der Ausgangspunkt für Touren zum gleichnamigen Salar und der einmaligen Lagunenlandschaft im Südwesten Boliviens. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach dem Einchecken in unser Hotel gingen wir erst einmal auf „Nahrungssuche“. Die Stadt wirkte schon am frühen Abend wie ausgestorben, trostlos und kalt. In einem Restaurant mit „Fireplace“, wie die auffällige Werbung an der Tür versprach, hatten wir dann einen recht netten Abend. Das Lokal füllte sich langsam und die Gespräche drehten sich ausschließlich um den morgigen Start der Jeeptouren. Anfangs wunderten wir uns noch, dass alle zufällig gerade am nächsten Tag starten werden, aber wer sollte auch länger als unbedingt nötig in diesem Ort verweilen. In der Nacht leisteten wir uns den Luxus, unseren Ölradiator durchlaufen zu lassen. &lt;span style="color:navy;"&gt;"&lt;/span&gt;Noch einmal einigermaßen warm schlafen" sagten wir uns. „Die nächsten Nächte werden frostig sein.“ &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Pünktlich um 10:00 Uhr stand am nächsten Morgen "unser“ Landcruiser vor der Tür. Noch zwei Stopps und unsere kleine Gruppe war komplett. Zwei Franzosen, Vater und Sohn, zwei junge deutsche Frauen und wir. Der Fahrer fungierte gleichzeitig als Reiseleiter und Koch. Erster Stopp war der berühmte Cementerio de Trenes, der Eisenbahnfriedhof. Hier rosteten unzählige Dampfloks und Eisenbahnwaggons vor sich hin. Mit dem Aufkommen der Dieselloks war die Zeit der alten Dampfrösser abgelaufen. Eisenbahnfriedhof klingt nach würdevollem Abschied nehmen, aber die Loks standen inmitten von Abfall und rostigen Teilen wie auf einem Schrottplatz oder einer Müllkippe. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Einige Kilometer weiter sahen wir sie, blendend weiß, vor uns liegen, die riesige Salzwüste Uyuni. Mit 160 km Länge und 135 km Breite ist sie die größte Salzpfanne der Erde – siebzehnmal größer als der Bodensee. Die vielen Jeeps, die mit uns gemeinsam gestartet waren, verteilten sich auf der riesigen Fläche - und dann war es ganz still. Der blaue Himmel stand in einem intensiven Kontrast zu der weißen Salzfläche, die Sonne verstärkte die Wirkung nochmals und am Horizont ging die Salzwüste in einen schmalen Wolkenstreifen über. Es war, wie an einem sonnigen Wintertag mit Neuschnee, nur dass es hier keine Bäume, keine Häuser, keinerlei räumliche Begrenzung gab. Es war irreal - absolut fantastisch. Vielleicht hatte es auch die Wirkung einer Droge, denn plötzlich fingen alle an, die fantasievollsten Fotos zu schießen. Die endlose Weite ermöglichte es, dass man Bilder machen konnte, die sonst nur durch Fotomontagen möglich sind.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Auf der Weiterfahrt kamen wir an aufgetürmten Salzbergen vorbei. Das Salz musste nach den Regenfällen erst abtrocknen, ehe es gemahlen, gereinigt und dann verkauft werden konnte. Gerade mal einen Boliviano, das sind 10 Eurocent, bekommt ein Arbeiter für sechs Kilo Salz - wahrlich ein Hungerlohn.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Insel Pescado wirkte auf uns wie eine Oase in der Wüste. Hier wachsen bis zu 12 m hohe Kakteen, zum Teil sind diese weit über 1000 Jahre alt. Vom höchsten Punkt der Insel hatten wir eine tolle Rundumsicht bis zu den schneebedeckten Vulkanbergen im Süden. Wir unterlagen der Täuschung, uns auf einer richtigen, vom Wasser umgebenen Insel zu befinden. &lt;span style="color:green;"&gt;A&lt;/span&gt;ber auch hier - alles nur Salz. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Das änderte sich dann auf unserer Weiterfahrt. Der westliche Teil des Salar Uyuni stand bis zu 50 cm unter Wasser. Der Regen der letzten Monate blieb auf dem abflusslosen Salar so lange stehen, bis das Wasser vollständig verdunstet war. So entstand auch schon vor vielen Millionen Jahren dieses Naturwunder, als das abflusslose Anden-Binnenmeer Lago Minchíns austrocknete und nichts als Salz zurückblieb. Unser Fahrer brauchte seine ganze Aufmerksamkeit, um nicht in den Ojos einzubrechen, das sind instabile Stellen in der Salzkruste, die durch Salzquellen und unterirdische Wasserläufe entstehen. Wie ein Boot durchpflügte unser Landcruiser den Salar, der hier doch mehr einem See als einer Wüste ähnelte. Die untergehende Sonne spiegelte sich zwischen zerrissenen Wolken im Wasser und erzeugte bei uns einen außergewöhnlich stimmungsvollen Tagesausklang.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die nächsten zwei Tage erlebten wir die Naturschönheiten im tiefsten Südwesten Boliviens. In diesem entlegenen Teil des Landes gibt es keine Straßen, nur raue Offroad-Pisten, die auch ebensolche Fahrzeuge erfordern. Die surreale Landschaft, hügelig und fast baumlos, hatte ihren besonderen Reiz. An vielen Stellen standen steil aufragende, durch Erosion geformte Felsen, in denen wir mit etwas Fantasie Figuren und Tiere erkannten. In der Nahe der chilenischen Grenze säumten dann schneebedeckte Berge und Vulkane, die meisten über 6000 m hoch, den Horizont. Wir sahen unzählige Lagunen, deren Wasser je nach Tageszeit und Temperatur eine grüne oder rote Farbe annahm. Der Grund dafür ist das pflanzliche Plankton, in Verbindung mit einem hohen Blei- Kalzium- und Schwefelgehalt. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Vacuñas und Flamingos fühlten sich hier wohl.&lt;/span&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Dass das ganze Andengebiet vulkanisch aktiv ist&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; konnten wir hier ein weiteres Mal beobachten. Das 5000 m hoch gelegene Geysirbecken mit seinen brodelnden Schlammpfützen und den unter hohem Druck austretenden Schwefeldämpfen machte uns schon fast etwas Angst. Die Erde schien zu vibrieren und der Überdruck konnte, wie bei einem Wasserkessel, nur an bestimmten Stellen entweichen. Alles schien instabil, aber es gab keinerlei Absperrungen. Jeder konnte direkt zwischen den heißen blubbernden Stellen umherlaufen und, die Warnungen unserer Fahrer ignorierend, sich in Lebensgefahr begeben. Irgendwie waren wir froh, als wir diesen Ort verließen und den angenehmen Teil dieser vulkanisch aktiven Gegend erreichten. Draußen Frostgrade und im heißen Naturpool angenehme 34 °C – es war ein Erlebnis ganz besonderer Art.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Auf der Rückfahrt sahen wir an einem Abhang drei neue Kreuze stehen und unser Fahrer bekreuzigte sich. Dann erzählte er von dem Jeep, der vor einem Monat mit 6 Touristen über die Piste geschossen und in den Abgrund gestürzt sei. Leider kommt so etwas immer wieder vor. Die Fahrer sind oftmals übermüdet, manchmal betrunken oder sie stehen unter Drogen. Wir waren froh, dass wir einen recht guten Fahrer hatten, der uns sehr sicher und ohne ein Risiko einzugehen drei Tage durch eine der schönsten Gegenden Boliviens chauffiert hat. Wir werden diesen Trip nicht so schnell vergessen.&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;17.06.2011 – Potosí - die einst reichste Stadt der Welt&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Potosí - wer kennt schon Potosí? Dabei war es einmal die reichste und größte Stadt der Welt. So reich, dass anlässlich der Corpus-Christi-Feiern im Jahre 1658 die Pflastersteine der Straßen entfernt und durch Silberbarren ersetzt wurden und so groß, dass sich damals weder Paris, noch Madrid oder Rom mit Potosí messen konnte. Der Grund für diesen Reichtum und die Größe der Stadt war ein gigantisches Silbervorkommen, welches im Cerro Rico, dem reichen Berg, nahe der Stadt von den Spaniern entdeckt und ausgebeutet wurde. Die sagenhafte Menge von 460.000 Tonnen Silber wurde bis heute aus diesem Berg gefördert. Es war das größte Silbervorkommen weltweit. Aber mit dem Rückgang der Förderung und dem Verfall des Silberpreises verlor auch die Stadt an Bedeutung. Einen Rekord kann sie aber heute noch für sich verbuchen. Sie liegt auf über 4000 m und ist damit die höchst gelegene Großstadt der Welt&lt;span style="color:blue;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir waren klimatisch von Sucre verwöhnt und erlebten hier in Potosí wieder hautnah den bolivianischen Winter. Die Luft war dünn, wir hatten Atemprobleme und schlotterten vor Kälte. Gut, dass wir einen so angenehmen Stellplatz bei der Hacienda Cayara gefunden hatten. Das Haus aus dem Jahre 1545 ist mehr Museum als Hotel. Eine unglaubliche Anzahl an historischen Rüstungen, Waffen, Werkzeugen und Haushaltsgegenständen befinden sich auf der Hacienda, vieles davon weit über 400 Jahre alt. Die Bibliothek ist ein Fundus für Historiker, das älteste Buch stammt aus der Gründungszeit der Hacienda, und im sich anschließenden Kaminzimmer verbrachten wir angenehme Abende. Arthuro, der Manager des Hotels und ein direkter Nachkomme des früheren Besitzers, ließ es sich nicht nehmen, uns alles zu zeigen und genau zu erklären. Fast einen ganzen Tag waren wir gemeinsam im Haus unterwegs und kamen aus dem Staunen kaum heraus, welche historischen Werte hier noch in Privatbesitz sind. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In Potosí selbst war kaum etwas so gut erhalten und über die Zeit bewahrt worden. An allen Ecken der Stadt sah man noch den früheren Reichtum, aber auch den zunehmenden Verfall. Potosí wächst und schrumpft mit dem Silberpreis. In den letzten 10 Jahren ist die Bevölkerung um mehrere 10.000 Bewohner angewachsen. Die schnell gebauten primitiven Behausungen am Stadtrand zeugen von dem Boom der letzten Jahre.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Der hohe Silberpreis machte den Abbau am Cerro Rico wieder lukrativ. Der Berg, innen durchlöchert wie ein Schweizer Käse, hat mittlerweile mehr als 400 Mineneingänge. Einige wenige werden heute noch oder wieder genutzt, wobei die Bergleute unter extremen Bedingungen, betäubt durch Kokablätter und Alkohol, schuften und oftmals nicht älter als vierzig Jahre werden. In der Stadt brummte derweil der Minentourismus. Für wenige Bolivianos konnte man eine aktive Mine besuchen und sich dem Schockprogramm unterziehen. Den Minenarbeitern werden kleine Geschenke wie Kokablätter, hochprozentiger Alkohol und Dynamit, welches hier frei verkäuflich ist, mitgenommen. Anfangs wollten wir eine solche Tour buchen, haben uns dann aber gegen diese Form des Sensationstourismus entschieden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Potosí hatte auch ohne Minentouren einiges zu bieten. Die Kathedrale wurde mit hohem Aufwand restauriert und stand bei unserer Besichtigung kurz vor der Fertigstellung und in der Casa de Moneda, der königlich spanischen Münze, konnten wir deren Entwicklung zur wichtigsten Münzprägewerkstatt Spaniens nachvollziehen und die wuchtigen, in Deutschland gebauten Prägemaschinen besichtigen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Eine interessante Erfahrung machten wir, ähnlich wie in Sucre, auf den Straßen von Potosí. Ein karnevalähnlicher Umzug brachte die halbe Stadt zum Schwingen und zeigte eindrucksvoll die Lebensfreude und den Frohsinn der Bewohner.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Auch Gastfreundschaft ist für die Bolivianer sehr wichtig. Für uns war es eine Überraschung, für Arthuro, den Hotelmanager der Hacienda Cayara, geradezu selbstverständlich, uns zu seinem Geburtstag einzuladen. Wir fühlten uns sofort wohl und wurden einbezogen, als gehörten wir zur Familie. Dabei waren wir &lt;i style=""&gt;nur&lt;/i&gt; die Gäste vom Parkplatz der Hacienda.&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;22.06.2011 – Der lange Weg nach Chile&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir waren wirklich gut auf den Grenzübertritt nach Chile vorbereitet, wussten wir doch, dass die Einfuhr von Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, Milchprodukten, Eiern - eigentlich von fast allen Lebensmitteln und auch von Hundefutter - verboten ist. In den letzten Tagen hatten wir ziemlich alles verbraucht und nichts Neues mehr eingekauft. Nur drei vertrocknete Kartoffeln und eine Zwiebel lagen noch einsam als „Köder“ in unserem Gemüsefach. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Auf der Fahrt zur chilenischen Grenze durchquerten wir den Nationalpark Sajama. Immer höher schraubte sich die Straße in die schneebedeckten Anden. Da es schon später Nachmittag war beschlossen wir, kurz vor der Grenzstation noch eine Nacht auf bolivianische Seite zu schlafen. In dem kleinen, idyllisch zwischen Lagunen und schneebedeckten Vulkanen gelegenen Andendorf Lagunas verbrachten wir eine bitterkalte Frostnacht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mit nicht viel mehr als einer Tasse Kaffee im Magen erreichten wir am nächsten Morgen die Grenze. "Gegen Mittag sind wir in Arica und dann kaufen wir richtig ein und holen das Frühstück nach" sagte ich zu Petra. Ich ahnte noch nicht, dass alles ganz anders kommen wird.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Grenzformalitäten auf bolivianische Seite waren schnell erledigt. Nach wenigen Minuten hatten wir die Ausreisestempel im Pass und unser Wohnmobil wurde ebenso flott ausgetragen. Auf chilenischer Seite war der Ablauf schon etwas aufwendiger. Wir mussten Einreiseformulare und Erklärungen über die einzuführenden Waren ausfüllen, aber nach 30 Minuten war auch das erledigt. Die Beamten von der chilenischen Gesundheitsbehörde SAG waren dann ziemlich enttäuscht, dass wir keine Taschen oder Koffer hatten, die sie, wie bei den Buspassagieren, in ihrem tollen Röntgengerät überprüfen konnten. Also mussten sie zur Inspektion ins Auto kommen. Wir hatten auf der Einfuhrerklärung die Frage nach Lebensmitteln mit „Ja“ beantwortet, und so durchsuchten sie unsere Küchenschränke und jeder „Fund“ war Anlass zu einer ausgiebigen internen Fachdiskussion. Unsere Mehl durften wir behalten, Zucker und Salz auch, aber ob die Gewürze erlaubt waren&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; ließ sich nicht so einfach beantworten. Wir haben dann die Diskussion unterbrochen, indem wir unsere Gemüsefach aufzogen und unseren „Köder“, die Zwiebel und die vertrockneten Kartoffeln, zeigten. “Ist das erlaubt?" fragten wir mit gespielter Unwissenheit. Der „Köder“ verfehlte seine Wirkung nicht. Sofort wurden die Kartoffeln und die Zwiebel konfisziert und die Überprüfung war damit abgeschlossen. Mehr beiläufig fragte der Beamte beim Aussteigen nach den Papieren für Basko. Völlig überzeugt davon, dass ja alles ordentlich dokumentiert sei, zeigten wir ihm den europäischen Tierpass mit allen geforderten Eintragungen. "Mehr haben sie nicht?" war die kurze Frage des SAG-Beamten, dann verschwand er mit dem beschlagnahmten Gemüse und dem Tierpass im Büro seines Chefs. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Als er wieder rauskam&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; machte er ein sehr amtliches Gesicht. Wir könnten mit Basko nicht nach Chile einreisen, weil bestimmte Formalien nicht erfüllt wären. Ein, von der bolivianischen Gesundheitsbehörde SANASAG bestätigtes Tierarzt-Zertifikat sei zwingend erforderlich. Wir waren stinksauer und versuchten diese Entscheidung noch zu beeinflussen, merkten aber bald, dass jede Diskussion zwecklos war. Wir mussten wieder zurück nach Bolivien fahren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach nicht einmal zwei Stunden standen wir wieder am bolivianischen Schlagbaum, hatten einen chilenischen Ausreise- und den bolivianischen Einreisestempel im Pass und mussten nur noch unserem Hobby nach Bolivien importieren. Aber genau hier begann unserer nächstes Problem. Da unser Wohnmobil noch nicht in Chile eingeführt war, wir hatten die Einreiseprozedur ja vorher abgebrochen, konnte er auch nicht nach Bolivien importiert werden. Die Einfuhr eines Autos nach Bolivien, welches aus Bolivien kam, war in den Zollbestimmungen nicht vorgesehen. Mit hungrigen Magen und zunehmend schlechter Laune führte ich unzählige Diskussionen, bis sich dann, wir hatten fast nicht mehr daran geglaubt, am frühen Nachmittag der Schlagbaum hob und wir die Grenze passieren konnten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die 350 km bis Oruro, es war die nächstgelegene Stadt, in der wir die erforderlichen Papiere bekommen konnten, fuhren wir an einem Stück durch.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Erst kurz vor Mitternacht standen wir am ersten Geldautomaten und wenig später in einem kleinen Supermarkt, um endlich etwas Essbares zu kaufen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Morgen fuhren wir ganz zeitig zum Tierarzt, um das Gesundheitszertifikat für Basko erstellen zu lassen, aber irgendwie waren wir vom Pech verfolgt. Wir wurden von einem Tierarzt zum nächsten geschickt. Als wir das Zertifikat dann endlich in den Händen hielten war es die Gesundheitsbehörde SANASAG, die alles auf einem anderen Formblatt sehen wollte. Nach zwei Tagen waren wir eine Menge Geld für Taxi, Behörden-und Tierarztgebühren los und mit den Nerven fast am Ende - aber wir hielten endlich das SANASAG-Zertifikat in unseren Händen. Übrigens wollte niemand unseren Basko sehen oder gar untersuchen. Der Tierarzt hat die Daten nur aus unserem Tierpass abgeschrieben und die Gesundheitsbehörde hat dann alles auf ein zweites Formular übertragen. Da soll noch mal jemand auf die deutsche Bürokratie schimpfen. Aber es sollte noch dicker kommen - die Odyssee war noch nicht vorbei. Zu diesem Zeitpunkt waren wir jedoch erst einmal glücklich, das Problem gelöst zu haben. Im Thermalbad Obrajes, nahe Oruro, verbrachten wir den Abend und am nächsten Morgen fuhren wir wieder zur chilenischen Grenze. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Den Grenzübertritt hatten wir ja schon ausreichend geübt, sodass alles sehr schnell ging - nur im Büro der SAG, in welches wir siegessicher eintraten und Baskos neue Papiere auf den Tisch legten, gab es wieder ein Problem. Der junge Chef vom Dienst, ein Vollblutbeamter, prüfte eingehend die Gesundheitszertifikate, schlug dann in vielen Ordnern nach und fand wirklich noch „das Haar in der Suppe“.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Es wäre ja so weit alles in Ordnung, aber auf dem Zertifikat müsste noch vermerkt sein, dass Basko frei von Parasiten sei - und dieser Vermerk fehlte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Ich musste mich zur Ruhe zwingen, es war einfach unglaublich. Anfangs haben wir uns noch in die Lösung des Problems eingebracht, haben vorgeschlagen den Vermerk selbst zu ergänzen oder in der ersten chilenischen Stadt noch mal zum Tierarzt zu gehen und das Formular zur Grenze zu faxen. Dann änderten wir unsere Strategie. Wir sagten uns: „Unser Problem ist auch Euer Problem„, setzten uns bequem auf die Besucherstühle des Chefs und machten deutlich, dass wir hier sitzen bleiben werden, bis er eine Lösung gefunden hat. Zurück nach Bolivien fahren wir nicht! Es vergingen zwei Stunden, in denen der Chef vom Dienst unzählige Telefonate führte, im Internet recherchierte und dicke Akten wälzte. Er wirkte mittlerweile viel nervöser als wir. Uns ging es unterdessen recht gut. Die anderen Mitarbeiter haben uns nett behandelt und uns in der Zwischenzeit gut versorgt. Immer wieder wurden neue „Beutestücke“ in das Büro gebracht, die dann sofort „vernichtet“ wurden. Äpfel, Orangen, Popcorn - so ließ es sich aushalten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Dass wir dann doch noch an diesem Tag die Grenze passieren konnten&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; lag weniger an der Einsicht des Chefs, sondern daran, dass er eben ein Vollblut-Beamter war. Genau so verbissen, wie er alle möglichen und unmöglichen Verordnungen buchstabengenau befolgte, so wichtig war ihm auch sein pünktlicher Dienstschluss. Kurz vor dem Schließen der Grenze um 17:00 Uhr kam ihm die „feierabend-„ rettende Idee. Wir mussten ein langes Schriftstück unterzeichnen, in dem wir uns verpflichteten Basko drei Wochen von anderen Hunden fernzuhalten und im Krankheitsfall sofort die SAG zu informieren. So einfach kann die Lösung sein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Gespannt darauf, was uns in Chile noch so alles erwarten wird, rollten wir über die chilenische Grenze und der untergehenden Sonne entgegen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Ein Schmunzeln konnten wir uns nicht verkneifen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-7777993164530999877?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/7777993164530999877/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=7777993164530999877' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/7777993164530999877'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/7777993164530999877'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2011/08/26042011-24062011-bolivien.html' title='26.04.2011 – 24.06.2011: Bolivien – landschaftliche Schönheit in atemberaubender Höhe'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-Yn2n_-ueC1E/TjyEwR1V1VI/AAAAAAAAAXs/LVihP_dykqU/s72-c/Bolivien.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-3547692111168625752</id><published>2011-06-10T03:50:00.004+02:00</published><updated>2011-06-10T04:00:53.554+02:00</updated><title type='text'>01.04.2011 – 25.04.2011: Peru – auf den Spuren der Inka</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-R0Y2rBqFZ6I/TfF4pk_hDQI/AAAAAAAAAXU/fATTjnV5OyE/s1600/Peru.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-R0Y2rBqFZ6I/TfF4pk_hDQI/AAAAAAAAAXU/fATTjnV5OyE/s400/Peru.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5616402866007772418" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Normale Tabelle";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:10.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-ansi-language:#0400;  mso-fareast-language:#0400;  mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;02.04.2011 – Nordperu - Schmutz, Armut und ein herrschaftliches Grab&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;„In Peru ist manches anders als in Ecuador“ hatte man uns noch kurz vor dem Grenzübertritt gesagt und nun erlebten wir es selbst - das Schockprogramm. Die Panamericana war in einem recht guten Zustand, aber abseits der Straße sahen wir nur Schmutz, Müll und Armut. Die Menschen lebten in einfachsten Behausungen, die wohl nur durch die aufgepinselten grellen Wahlwerbungen zusammengehalten wurden. Es war für uns unverständlich, wie man hier leben kann. Ein klappriger Bus hielt in einer Staubwolke, eine Gruppe Kinder stiegen in blitzsauberen Schuluniformen aus und liefen ihrem Zuhause entgegen. Einige blieben an unserem Wohnmobil stehen und schauten uns interessiert an. „Wir werden hier über Nacht parken“ erklärten wir ihnen. Wir hatten den Satz noch nicht ganz ausgesprochen, als die Kinder schon lärmend und schreiend zu ihren Häusern liefen. „Vielleicht sollten wir doch weiterfahren und uns einen anderen Platz für die Nacht suchen“, war unser nächster Gedanke, als die Kinder schon wieder zurückgerannt kamen. Sie beschenkten uns mit Mangos und Orangen und hießen uns in ihrem kleinen Dorf willkommen. Wir hatten noch kein peruanisches Geld und konnten uns nur mit einigen Süßigkeiten und einer Tafel Schokolade bedanken. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Am nächsten Morgen fuhren wir nach Piura, der ersten größeren Stadt in Peru. Hier versorgten wir uns mit ausreichend Bargeld und schlossen eine Versicherung für unser Wohnmobil ab. Zurück auf der Panamericana durchquerten wir die Sechura-Wüste. Auf diesen 200 km sahen wir nur Dürre, Sand und Trockenheit, aber auch hier leben Menschen. Wir waren immer wieder entsetzt, wenn wir sahen, dass der Müll aus den Städten achtlos in der Wüste abgekippt und oftmals auch noch angebrannt wurde. Dunkle, weithin sichtbare Rauchfahnen zeugten von diesen Umweltsünden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;In Lambayeque hatten wir das Ziel unserer Tagesetappe erreicht. Hier befindet sich eines der wenigen archäologischen Highlights im Norden Perus: das Museo Tumbas Reales de Sipán. Im Jahre 1987 wurde, im Tal des Rio Lambayeque, das unberührte, etwa 1700 Jahre alte Grab eines Mochica-Herrschers entdeckt. Die heute als das Grab des Herrn von Sipán bekannte Ausgrabung enthielt außerordentlich zahlreiche und wertvolle Grabbeigaben, vieles davon aus purem Gold. Niemals zuvor war in Südamerika ein so reicher Grabschatz entdeckt worden. Die Fachleute verglichen seine Bedeutung mit der Entdeckung des Grabes von Tutanchamun in Ägypten. Die meisten Originalstücke sowie eine Nachbildung der Grabkammer wurden in dem extra dafür gebauten Museum sehr eindrucksvoll präsentiert. Es wurde aber auch darüber informiert, dass durch Korruption und Schlamperei viele der unwiederbringlichen Grabbeigaben geraubt und weltweit auf dem schwarzen Kunstmarkt verkauft wurden. Ein trauriges Kapitel und in der heutigen Zeit fast unvorstellbar. Leider hatte man in Peru aus dieser Misere nicht viel gelernt. Im Jahre 1991 wurde in der gleichen Gegend, in Batán Grande, das Grab des Sicán geöffnet. Es enthielt über eine Tonne kostbarster Grabbeigaben, die dann ebenfalls zu einem großen Teil geraubt und weltweit verkauft wurden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Nur 100 km weiter südlich befinden sich die Ruinen von Chan Chan, der ehemaligen Hauptstadt der Chimú. Die Chimú waren ein mächtiges Nachfolgevolk der Mochica. Ihr Reich erstreckte sich von Südecuador bis nach Lima und ihre Hauptstadt Chan Chan war im 13. und 14. Jahrhundert die größte Stadt Südamerikas, vielleicht sogar der ganzen Welt. Bis zu 100.000 Menschen sollen in der Stadt gelebt haben, die komplett aus Lehmziegeln erbaut war. Diese Bauweise war auch der Grund, dass von der rund 20 Quadratkilometer großen Stadt heute kaum noch etwas zu sehen ist. Eine noch nie da gewesene Regenflut im Jahre 1925 zerstörte die meisten Gebäude, die heute wie in der Sonne geschmolzenes Wachs aussehen. Die El-Niño-Klimaphänomene der letzten Jahre gaben der Stadt dann den Rest. Alles, was nicht mit einem Dach geschützt war, wurde vernichtet - unter anderem auch viele der wertvollen Adobereliefs. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Der Zeremonialpalast Tschudi ist heute am Besten erhalten und rekonstruiert. Eindrucksvoll von einer 12 Meter hohen und 5 Meter dicken Adobemauer umgeben, konnten wir hier noch etwas von der damaligen Dimension der Stadt erahnen. Tonnen von Gold waren in der Stadt verbaut, die wichtigsten Gebäude waren mit Goldplatten verziert. Als die Inka die Stadt 1460 eroberten und das Chimúgebiet in das Inkareich integrierten, wurde die Stadt nicht geplündert. Das machten erst die goldgierigen Spanier 73 Jahre später. Die Goldschmiede und Kunsthandwerker aus Chan Chan wurden nach Cusco verschleppt und mussten ihre einzigartigen Fähigkeiten den Inka zur Verfügung stellen. Diese hatten damals bei Weitem noch nicht diese Perfektion in der Goldverarbeitung wie die Chimú erreicht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Wir waren jetzt recht gut über die Präinkakulturen informiert und neugierig auf die Hochburgen des Inkareiches. Unser nächstes Ziel auf unserer Perurundreise war aber erst einmal Lima. Die von Francisco Pizarro am 06. Januar 1535 gegründete Hauptstadt Perus war einst die reichste, prächtigste und mächtigste Kolonialstadt Südamerikas. Bis nach Lima waren es noch knapp 800 Kilometer und wir mussten unbedingt am 09.04. am Aeropuerto stehen. Unsere Tochter Katharina kam zu Besuch und sie würde es uns nur schwer verzeihen, wenn wir sie nicht pünktlich abholen würden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die Strecke bis Lima hatte wenige Höhepunkte, die Panamericana verläuft hier parallel zur Küste durch eine unendliche Wüste. Abschnittsweise war der karge Wüstenboden bewässert und dann wuchsen Orangen, Avocados und andere Früchte im Überfluss. Wir hatten uns auch etwas auf die Küste gefreut und waren enttäuscht, dass es kaum eine Möglichkeit gab&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; an den Strand zu fahren. Die wenigen kleinen Küstenorte waren wenig ansprechend, an der ganzen Küste standen stinkende Fischmehlfabriken, sodass wir ohne größeren Aufenthalt bis Lima durchgefahren sind. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;10.04.2011 – Lima - eine Stadt im Wahlfieber&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Im Umland von Lima sah es aus wie in jeder anderen südamerikanischen Großstadt. Hier leben die Ärmsten der Armen, die Campesinos, die vom Land in die Stadt gezogen sind, um ein besseres Leben zu beginnen. Für die meisten von ihnen bleibt dies aber nur ein Traum, sie leben in erbärmlichen Hütten unter katastrophalen hygienischen Verhältnissen. Viele von ihnen verdienen sich ihren Lebensunterhalt als fliegende Straßenhändler - 1,5 Millionen gibt es davon allein in Lima. Wir waren froh, als wir diese schmutzigen Stadtviertel hinter uns gelassen hatten und den im Stadtbezirk Callao liegenden Flughafen erreichten. Wir hatten noch genug Zeit, um das Wohnmobil noch etwas auf- und umzuräumen und für Katharina das „Gästezimmer“ im Alkoven herzurichten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Nach einem vierundzwanzigstündigen Flug kam unsere Kathi dann am Abend, völlig übermüdet, aber glücklich, in Lima an. Es gab viel zu erzählen, Geschenke wurden ausgepackt und einige der mitgebrachten Leckereien wurden schon mal probiert. Die Nacht verbrachten wir direkt neben dem Flughafen. Hier sind in einem Aeropark Flugzeuge und Hubschrauber ausgestellt und alles wurde Tag und Nacht gut bewacht, ein idealer Stellplatz für uns. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Am nächsten Morgen fuhren wir in die Innenstadt. Der deutsche Club Germania, so wurde uns von anderen Reisenden mitgeteilt, ist ein idealer und sicherer Platz für Wohnmobilreisende. Dort wollten wir die nächsten zwei Tage stehen und uns die Altstadt Limas ansehen. Leider hatten wir uns für die Fahrt in die Stadt genau den falschen Tag ausgesucht. In Peru war an diesem Sonntag Präsidentschaftswahl und die ganze Stadt war auf den Beinen, um zum entsprechenden Wahllokal zu kommen. Über eine Stunde standen wir an einer Kreuzung im Stau. Wir glaubten, die Straße sei durch einen Unfall gesperrt, aber später sahen wir, dass die Kreuzung ausschließlich durch den chaotischen Fahrstil der Auto- und Busfahrer blockiert war. Jeder glaubte schneller weiterzukommen, wenn er auch von der gesperrten Richtung auf die Kreuzung fährt. Die herbeigerufene Verkehrspolizei konnte den Stau auch kaum auflösen, die Polizisten wedelten mit ihren Armen in alle Richtungen und veranstalteten dazu ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert. Als wir die Kreuzung dann endlich passiert hatten&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; kam die nächste Herausforderung für uns. Auf dem zweispurigen Zubringer zu einem großen Kreisverkehr staute sich wieder einmal alles. Jetzt hatten die Autofahrer aber eine andere Idee. Die kleineren Autos wendeten auf der Einbahnstraße, Busse und Kleintransporter fuhren rückwärts und hupten sich den Weg frei. Als ich keinerlei Anstalten machte auch rückwärts aus der Straße wieder herauszufahren wurde mir unmissverständlich klargemacht, dass ich die Verkehrsregeln in Lima noch nicht verstanden hätte. Irgendwann ging es dann doch weiter und die Auffahrt auf den Kreisverkehr hat selbst mich etwas beunruhigt. Hier existieren keine Regeln, wir mussten uns, wie alle anderen Autos auch, langsam in den fließenden Verkehr hinein drängeln und darauf hoffen, dass ein anderer Autofahrer im letzten Moment bremst. Ein alter zerbeulter Stadtbus kam unserem Alkoven so nahe, dass ich schon mit dem Schlimmsten gerechnet habe, aber irgendwie ging alles gut. Eine Stunde später lagen wir im Club Germania am sauberen Pool und erholten uns von dieser aufregenden Fahrt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Schon im Norden Perus hatten wir vergeblich versucht, die Verkehrsregeln zu verstehen. An vielen Kreuzungen stehen keinerlei Verkehrsschilder und die Vorfahrt scheint ungeregelt zu sein. Im Club hatte ich dann die Gelegenheit, mich mit einem deutschen Unternehmer darüber auszutauschen. „Eigentlich“, so sagte er, „gilt hier in Peru an solchen Kreuzungen die rechts vor links Regel. Aber es gibt noch viele weitere praktizierte Vorfahrtregeln, wie zum Beispiel groß vor klein, schnell vor langsam, bergauf vor bergab oder laute Hupe vor leiserer Hupe.“ Jetzt wussten wir fast alles über die Verkehrsregeln in Peru, da konnte ja nichts mehr schief gehen. Und dann hatte er noch zwei weitere Informationen für uns. Unter den peruanischen Autofahrern hält sich hartnäckig das Gerücht, dass das Fahren mit Licht der Batterie schadet, also wird nachts meist ohne Licht gefahren. Auch glaubt man hier, einen drohenden Unfall durch lautes Hupen abwenden zu können. Das letzte Risiko wird dann noch durch die vielen in den Autos aufgeklebten Heiligenbilder und durch ständiges Bekreuzigen während der Fahrt minimiert. Die vielen Kreuze an den Landstraßen zeigten die Realität. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Der Taxifahrer, der uns am nächsten Tag in die Altstadt brachte&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; schien sich auch voll auf seine Heiligenfigur an der Frontscheibe zu verlassen. Gas, Bremse und Hupe wurden offensiv eingesetzt, um sich durch den Großstadtverkehr eine Schneise zu schlagen. Petra und Katharina wurde es auf der Rückbank schon ganz schlecht und wir waren froh, als wir unser Ziel, die Plaza Mayor, erreicht hatten. Hier, am neu hergerichteten schönsten Platz der Stadt, stehen die Kathedrale, der Palast des Erzbischofs und der Regierungspalast. Typisch für das kolonialzeitliche Lima sind die reich geschnitzten Holzerker, von denen man das Leben auf der Straße beobachten konnte&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; ohne selbst gesehen zu werden. In der prächtigen Kathedrale befindet sich das Grab von Francisco Pizarro. Es wird von den Peruanern verehrt, wie das Grab eines Heiligen, obwohl Pizarro die hohe Inkakultur mit blutiger Gewalt vernichtet und das ganze Land geplündert hat. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Nach dem Bummel durch Limas Altstadt fuhren wir zurück zum Club Germania. Hier herrschte eine etwas bedrückte Stimmung. Das Wahlergebnis konnte für deutsche Investoren nicht schlechter ausfallen. Die zwei Sieger bei der Präsidentschaftswahl waren die extrem rechte Keiko Fujimori und der extrem linke Ollanta Humala. Hier im Club glaubte man, dass keiner von beiden die liberale Wirtschaftspolitik der letzten Jahre, die zu Wirtschaftswachstum und sinkender Arbeitslosigkeit geführt hat, fortsetzen wird. Ein deutscher Unternehmer brachte es auf den Punkt. Die Stichwahl Anfang Juni ist eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Er wird wohl seine Firma in Lima schließen und zurück nach Deutschland gehen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Wir ließen uns durch das Wahlergebnis den Tag nicht vermiesen. Bei deutscher Küche im Club-Restaurant verbrachten wir einen schönen Abend und bereiteten uns auf die Weiterfahrt nach Nasca vor.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;14.04.2011 – Nasca - Geoglyphen und Mumien&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;„Wenn Sie einmal zufällig in Peru sind, dann versäumen Sie nicht sich die Geoglyphen in Nasca anzusehen“ hatte Erich von Däniken während eines Vortrags in Chemnitz vor einigen Jahren gesagt und damit Heiterkeit ausgelöst. Auch wir hatten damals nicht daran geglaubt, einige Jahre später in Nasca vor den Geoglyphen zu stehen. Die Scharrbilder in der trockenen Pampa bei Nasca gaben und geben noch heute den Wissenschaftlern Rätsel auf. Nur aus der Luft zu erkennen, sind ihr Zweck und ihre Bedeutung weitestgehend ungeklärt. Die Deutungsversuche von Erich von Däniken, übrigens seit 1979 Ehrenbürger der Stadt Nasca, haben zu vielen Diskussionen unter Archäologen und Historikern geführt. Aber genau diese fantastischen Deutungen trugen dazu bei, dass das Bilderbuch im Wüstensand international bekannt wurde. Wesentlich seriöser waren die wissenschaftlichen Untersuchungen der deutschen Mathematikerin und Geografin Dr. Maria Reiche. Maria Reiche war besessen von dem Gedanken, die Geoglyphen zu erforschen, zu vermessen und ihren Sinn zu verstehen. Nur ihr ist es zu verdanken, dass die Bilder im Wüstensand nicht von wilden Offroadfahrern zerstört worden sind und dass die UNESCO die Nasca-Geoglyphen als Weltkulturerbe eingestuft hat. Ihre Theorie, dass die Geoglyphen Teil eines großen astronomischen Kalenders seien, ist heute bewiesen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Von dem, durch Maria Reiche auf eigene Kosten errichteten Aussichtsturm an der Panamericana konnten wir die Figuren ‚Hände’, ‚Baum’, und ‚Eidechse’ sehen, wobei auch diese Figuren durch Autofahrspuren nur sehr undeutlich zu erkennen waren. Im Maria-Reiche-Museum steht ein alter VW-Bus, mit dem eine von Frau Reiche privat finanzierte Truppe zum Schutz der Geoglyphen unterwegs war. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Besser zu sehen sind die Bilder vom Flugzeug aus, aber wir hatten an diesem Tag kein Glück. Am kleinen Flughafen in Nasca wurde uns gesagt, dass der nächste Flug erst gegen Mittag frei wäre und dann bewölkte sich der Himmel immer mehr und es wurde dunstig. Andere Fluggäste rieten uns davon ab, bei diesem Wetter zu fliegen. Wir würden nichts erkennen. Etwas traurig, aber auch froh nicht unnötig Geld ausgegeben zu haben, nutzten wir den Rest des Tages, um uns den archäologischen Friedhof in Chauchilla anzusehen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Über eine Wüstenpiste erreichten wir das Gräberfeld. Hier soll es Tausende Mumiengräber der Nasca-Kultur geben. Überall wurden Knochenreste und Schädel gefunden. Archäologen wie auch Grabräuber hatten hier ein riesiges Betätigungsfeld. Heute sind 12 Grabkammern freigelegt und überdacht. Die schauerlich anzusehenden, über 1000 Jahre alten Mumien, saßen aufrecht in den Grabkammern. Teilweise war ihre Haut völlig konserviert und die langen Zöpfe sahen ganz real aus. Etwas makaber fanden wir diese Mumienschau schon, aber es gehört wohl auch zur peruanischen Kultur dazu. Auf alle Fälle ist dieser archäologischen Friedhof einmalig in Peru und einen Besuch wert. Noch am gleichen Abend fuhren wir weiter in Richtung Cusco. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;18.04.2011 – Cusco - der Nabel der Welt&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Unserer Fahrt von Nasca nach Cusco führte uns über annähernd 5000 Meter hohe Pässe. Herrliche Hochgebirgsebenen wechselten sich ab mit steilen Serpentinen. In einiger Entfernung sahen wir die schneebedeckten Gipfel der Cordillera de Huanzo. Auf den weiten Ebenen grasten Lamas, Alpakas und wir sahen auch viele wilde Vicuñas. Diese Wildkamele wurden bis vor wenigen Jahren erbarmungslos gejagt. Jetzt gibt es strenge Schutzbestimmungen, sodass sich der Bestand an Vicuñas langsam wieder erhöht. Die Wolle der Vicuñas ist die teuerste Naturfaser der Welt. Ein Kilo kostet bis zu 500 €, wobei pro Tier nur etwa 500 g Wolle jährlich gewonnen werden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Wir rollten durch die fantastische Bergwelt der Kordilleren, die Sonne schien, die Straße war in einem einwandfreien Zustand,wir fühlten uns gut und waren glücklich - doch dann änderte sich schlagartig unsere Stimmungslage. Wir wurden Zeuge eines schweren Unfalls. Auf völlig gerader Strecke waren zwei Geländewagen frontal zusammengestoßen. Die Autos waren kaum noch als solche zu erkennen. Unter einer Plane lag eine tote Frau, eine blutleere Hand, wie aus Wachs, schaute unter der Plane hervor. Der Fahrer war eingeklemmt, aber offensichtlich auch tot. Wer sollte ihm auch hier in dieser Einsamkeit helfen. Ein Krankenwagen hätte Stunden bis zum Unfallort benötigt. Überall war Blut, Öl und Benzin liefen aus und Teile der zerstörten Autos lagen in der Gegend herum. Es war schrecklich und wir waren sehr aufgewühlt. Gut, dass wir nicht die Ersten am Unfallort waren. Wir erinnerten uns, dass uns der eine Wagen vor einigen Minuten überholt hatte. Eine halbe Stunde eher, und es hätte vielleicht uns getroffen.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Schweigend, jeder in seine eigenen Gedanken vertieft, fuhren wir bis kurz vor Cusco. Die Schönheit der Natur erreichte uns nur noch im Unterbewusstsein. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Am nächsten Morgen waren wir schon zeitig nach Cusco unterwegs und nach einigem Suchen hatten wir auch den kleinen Campingplatz „Quinta Lala“ gefunden. Der Platz war völlig aufgeweicht und wir trauten uns, nicht draufzufahren. Vor der Einfahrt war noch ein Plätzchen für uns frei. Dann gingen wir das erste Mal in die Altstadt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Cusco ist einfach beeindruckend. Alles wirkt hier wie aus einem Guss. Am Plaza de Armas stehen die Kathedrale, die ebenso schöne Kirche Compañia de Jesus, die Universität und weitere eindrucksvolle Kolonialbauten. Welcher Glanz muss von der Stadt ausgegangen seien, als Francisco Pizarro mit seinem Gefolge am 15. November 1533 kampflos in Cusco einritt. Die Hauptstadt des riesigen Inkareiches, es erstreckte sich vom heutigen Ecuador bis nach Chile und Argentinien und hatte eine Nord-Südausdehnung, die der Entfernung vom Nordkap bis nach Sizilien entsprach, war die damals prunkvollste Stadt in Südamerika. Sie war das rituelle und politische Machtzentrum des Reiches und zugleich Schnittpunkt aller Straßen, Schnittpunkt des Weltlichen und Heiligen und Mittelpunkt des Inkareiches. Sie war der Nabel der Welt, was Cusco in der Inkasprache Quechua bedeutet. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die heutige Plaza de Armas hieß damals Huacaypata, sie war von Tempeln, Palästen und Regierungsgebäuden umgeben und nahezu doppelt so groß wie heute. Der Platz war von einer massiven goldenen Kette umspannt. Die meisten Tempel und Paläste waren außen mit Goldblechen und -platten verziert und belegt, das Inka-Heiligtum Qoricancha zusätzlich auch noch von innen. Die Sonnenstrahlen spiegelten sich auf dem Gold und erzeugten den Glanz einer Märchenstadt. Da die Inka kein Geld kannten, hatten auch Gold und Silber für sie keinen materiellen, sondern nur einen kultischen Wert. Gold galt als „die Schweißperlen der Sonne“ und Silber als „die Tränen des Mondes“. Pizarro hatte da ganz andere Wertvorstellungen. Er ließ die Kultgegenstände der Inka aus dem ganzen Reich zusammentragen und schmolz sie ein. Wochenlang liefen die Schmelzöfen, bis die geraubten 180.000 Kilo Gold und 16 Millionen Kilo Silber eingeschmolzen waren. Die ganze Stadt Cusco, damals ein städtebauliches Juwel, wurde dem Erdboden gleichgemacht. Welcher Frevel hier begangen wurde, zeigt die Schilderung des spanischen Chronisten Pedro Cieza de Leon, der seine Eindrücke von der alten Inkastadt schilderte: "Und keine Stadt des Imperiums hatte einen so vorzüglichen Stadtplan wie Cuzco, die Hauptstadt des ganzen Reiches und Sitz des Herrschers. Die Straßen waren lang, allerdings schmal, und die Häuser aus reinem Stein gemacht mit ganz vorzüglichem Fugenwerk. Vor allem waren es riesige und sehr sorgfältig zusammengesuchte Steine. Außerdem gab es den prächtigen und feierlichen Sonnentempel, der geschmückt war mit Gold und Silber aus allen Teilen des Reiches."&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die perfekte Baukunst machte es den Spaniern zunehmend schwer die prächtigen Gebäude zu zerstören, und so wurde teilweise auf den alten Fundamenten der Inka die neue Kolonialstadt Cusco aufgebaut. Die spanischen Baumeister waren denen der Inka unterlegen. Immer wieder mussten in den nachfolgenden Jahrhunderten die kolonialspanischen Gebäude nach Erdbeben wieder neu aufgebaut werden, während die erdbebensicheren Inkamauern bis heute allen Beben standhielten. Wie Legobausteine waren die großen Steinblöcke verzahnt, verbolzt und so perfekt behauen, dass in die mörtellosen Spalten keine Rasierklinge passte. An vielen Stellen in Cusco, so an den Grundmauern des ehemaligen Palastes des Inka Roca in der Calle Hatunrumiyoc oder an den Überresten des Inka-Sonnenheiligtums Qoricancha, auf die man die Kirche und das Kloster Santa Domingo gebaut hat, konnten wir diese perfekte Baukunst bewundern und den krassen Gegensatz der spanischen und der Inka-Steinmetzarbeiten besonders gut vergleichen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;In ganz Lateinamerika wurden indigene Kulturen zerstört und ihre Schätze geraubt, aber in Cusco erscheint es uns am dramatischsten. Darüber konnte auch die Schönheit der heutigen Kolonialstadt Cusco nicht hinwegtäuschen. Weitere drei Tage verbrachten wir in Cusco, besichtigen die Kathedrale, Museen, Kirchen, Klöster und prächtige Kolonialbauten, und immer wieder stießen wir auf Zeugnisse der Inka. Den Höhepunkt der Inkakultur hatten wir jedoch noch vor uns. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;20.04.2011 – Machu Picchu - geheimnisvolle verlorene Inkastadt&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Unser zweitägiger Ausflug nach Machu Picchu begann in Cusco. Wir fuhren durch das heilige Tal der Inka, das Valle Sagrado, nach Pisac. Zwischen steilen Felswänden und schneebedeckten Bergen befand sich hier ein wichtiges landwirtschaftliches Zentrum. Die Inka bauten terrassenförmige Felder bis zu den Bergspitzen, auf denen sie Mais und Kartoffeln anbauten. 20 verschiedene Sorten Mais und 3000 Sorten Kartoffeln kannten die Inka und ständig wurden neue Sorten entwickelt und an die spezifischen Anbaubedingungen angepasst. Die Terrassenfelder hatten ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem, welches bis heute funktioniert und genutzt wird. Zur Aufbewahrung der Ernte wurden spezielle luftdurchflutete Lagerhäuser gebaut, die wir in Pisac, aber auch an vielen anderen Stellen im Valle Sagrado sehen konnten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Über dem Ort Pisac und den Terrassenfeldern thronte eine stolze Inkafestung. Leider war nicht mehr sehr viel davon zu erkennen, die Festung ist eine Ruine und wir brauchten viel Fantasie, um uns die damaligen Verhältnisse vorstellen zu können. Ähnlich sah es in Ollantaytambo aus. Obwohl sich der Grundriss dieser Stadt seit der Inkazeit fast nicht verändert hat und es die einzige noch erhaltene Inkastadt ist, die aus Steinen erbaut wurde, war für uns nicht mehr viel von der einstigen Hochkultur zu erkennen. Schon eher sehenswert war die Festung Ollantaytambo, die sich wie ein Adlerhorst über der Stadt und den steilen Terrassen an einen mächtigen Bergsporn schmiegt. Neben den rein militärischen Aufgaben, wie dem Schutz des Valle Sagrado, hatte die Festung, wie auch die in Pisac, eine kultische Bedeutung. In den Festungen gab es jeweils auch monumentale Tempel. Für den, nicht fertiggestellten, Tempel in Ollantaytambo wurden Steinblöcke von bis zu 50 t Gewicht verwendet. Es ist kaum vorstellbar, wie die Baumeister der Inka diese riesigen Steinblöcke, ohne Benutzung von Rad oder Flaschenzug, vom Steinbruch auf der anderen Seite des Tales über den steilen Berg hinauf bis hierher transportiert haben. Aber Pisac und Ollantaytambo waren nur eine fade Einstimmung auf das, was uns am nächsten Tag erwartete.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Mit dem Zug, der einzigen Möglichkeit nach Machu Picchu zu kommen, wenn man mal von den verschiedenen Trails absieht, fuhren wir von Ollantaytambo durch das Tal des Rio Urubamba nach Aguas Calientes, der Endstation der Eisenbahnstrecke. Aguas Calientes, auch als Machu Picchu Pueblo bekannt, ist ein Ort, der zu 100 % vom Tourismus lebt. Manche sagen, es ist eine der hässlichsten und teuersten Kleinstädte Perus, aber für alle, die nach Machu Picchu wollen, führt kein Weg an diesem Ort vorbei. Auch wir verbrachten hier eine Nacht, um am nächsten Morgen ganz früh die geheimnisvolle Inkastadt zu besuchen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Mit einem der ersten Busse fuhren wir die steile Serpentinenstraße zur verborgenen Inkastadt hinauf und mussten feststellen, dass trotz dieser frühen Stunde schon Hunderte Menschen am Eingang zu Machu Picchu warteten. Die Eingangskontrolle ging aber zügig vor sich und nach wenigen Minuten standen wir oberhalb von Machu Picchu - und sahen nichts. Der für diese Jahreszeit typische Nebel verdeckte die Sicht und ließ uns die Dimensionen dieses Ortes nur erahnen. Unser Tourguide, der uns zwei Stunden durch die eindrucksvolle Stadt führte, beruhigte uns. Er meinte, „nach 10.00 Uhr ist der Nebel verschwunden“, und er hatte recht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Viel könnte man schreiben, über die Perfektion der 216, mit unzähligen Treppen verbundenen, steinernen Häuser, dem Wassersystem oder den magischen Intiwatana-Stein, der für den Sonnenkult der Inka eine ganz besondere Bedeutung besaß. Für uns jedoch war die Betrachtung von Machu Picchu als Gesamtbauwerk am eindrucksvollsten. Lange saßen wir am Mirador, dem höchsten Punkt der Stadt, und ließen das Panorama der Stadt und des dahinterliegenden steilen Felsens, des Huaynapicchu, auf uns wirken. Besonders die geheimnisvolle Atmosphäre der Stadtanlage und die harmonische Verbindung von Natur und Architektur sind einmalig. Zurecht wird Machu Picchu als eine der eindrucksvollsten archäologischen Stätten Südamerikas bezeichnet. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die Fähigkeit der Inka-Baumeister war für uns nur am sichtbaren Stadtbild zu erkennen. Ihre wahre Leistung liegt jedoch unter der Erde verborgen. Die, auf einem begradigten Felsplateau errichtete Stadt hält sich, mit ihren künstlich errichteten Terrassen, selbst in der Waage. Aber genau hier tickt die Zeitbombe. Nach Berechnungen der UNESCO sind 800 Besucher täglich die absolute Höchstgrenze, um keine bleibenden Schäden an diesem einmaligen Kulturgut zu hinterlassen. In der Hochsaison drängen sich aber bis zu 4000 Touristen täglich durch die engen Gassen und die steilen Treppen von Machu Picchu. Wissenschaftler haben ausgerechnet, dass die Hänge des Berges pro Monat um 1 cm abrutschen. Über kurz oder lang könnte das zu einem katastrophalen Erdrutsch, im schlimmsten Fall sogar zur Zerstörung von Machu Picchu führen. Die zerstörerische Kraft der Menschenmassen wurde uns dann gegen Mittag bewusst. Mit dem Frühzug angekommen strömten Tausende Tagestouristen in die alte Inkastadt und holten uns in die Wirklichkeit zurück. Jeder Felsvorsprung, jeder Mauerrest der Ruinen wurde erklommen, um das schönste Foto mit nach Hause nehmen zu können. Das Aufsichtspersonal war völlig überfordert und diesem Massenansturm nicht gewachsen. Für uns wurde es Zeit diesen mystischen Ort, der jetzt eher einem Ameisenhaufen glich, mit einmaligen Eindrücken zu verlassen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Machu Picchu ist der größte Devisenbringer für den peruanischen Staat. Eine Beschränkung der Besucherzahlen ist derzeit sehr unwahrscheinlich und so hoffen wir, dass die Bezeichnung ‚Machu Picchu - die verlorene Stadt’, nicht in einem ganz anderen Sinne wahr werden wird. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;25.04.2011 – Titicacasee - Puno und die schwimmenden Inseln der Uro&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Wir fuhren auf einer guten Teerstraße von Cusco in Richtung Puno am Titicacasee. Die Straße folgt auf diesem Teilstück der alten Inka-Straße NAN CUNA. Über 5200 km lang, verlief diese Straße einst von Kolumbien bis nach Chile. 8 Meter breit und zum größten Teil befestigt war sie eine weitere Meisterleistung der Inka-Baukunst. Das Inka-Straßensystem betrug mehr als 20.000 km und hatte seine Kreuzungspunkte in Cusco. Viele dieser Straßen werden heute noch genutzt oder stellen, mit einem Asphaltbelag versehen, moderne Verkehrsverbindungen dar. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Hinter Cusco umgab uns Natur pur. Die Straße folgte dem Rio Vilconata und verlief durch ein wildromantisches Hochgebirgstal, umgeben von hohen, teilweise schneebedeckten Bergen. Auf eine Hochebene hinter Sicuani stiegen Dampfwolken aus der grünen Wiese auf. Über 400 heiße Quellen treten bei dem Ort, der Aguas Calientes genannt wird, aber in Wirklichkeit nicht viel mehr als ein Eisenbahnhaltepunkt ist, an die Oberfläche. In dem einfach angelegten Thermalbad relaxten wir bis zum späten Abend und durften, gut bewacht, auf dem Gelände des Thermalbades die Nacht verbringen. Am nächsten Morgen machte mich ein Hinweisschild auf den kleinsten Vulkan der Welt neugierig. Ob diese Aussage stimmt oder ob es wieder eine Touristenfalle ist&lt;span style="color:blue;"&gt;,&lt;/span&gt; konnten wir nicht zweifelsfrei klären. Auf alle Fälle war es interessant, auf den kleinen Steinhügel zu klettern und das blubbernde heiße Wasser zu beobachten, das hier, aus den Tiefen der Erde an die Oberfläche trat. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Nur wenige Kilometer weiter überquerten wir, in einer Höhe von 4338 Meter, den Pass „Punto Culminanta“. Er ist die südamerikanische Wasserscheide zwischen Atlantik und Pazifik. Nördlich des Passes befindet sich die Quelle des Rio Vilcanota, dessen Verlauf wir seit Cusco gefolgt waren, und der in den Amazonas und damit in den Atlantik fließt. Alle südlich des Passes entspringenden Flüsse münden in den Pazifik. Hinter der Passhöhe beginnt der Altiplano, die zwischen 3500 und 4000 Meter gelegene andine Hochebene. Sie zieht sich von hier über den Titicacasee bis weit nach Bolivien hinein. Die Fahrt wurde nun etwas eintöniger, die Straße verlief schnurgerade bis zum Horizont. Etwas abseits sahen wir wieder eisbedeckte Berge, wie den 5433 Meter hohen Cunurana. Hunderte, am Straßenrand weidende Alpacas und Lamas lockerten die Eintönigkeit etwas auf. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Kurz vor Puno passierten wir die Provinzhauptstadt Juliaca. Sie hinterließ bei uns einen schlechten Eindruck. Es war die dreckigste und verkommendste Stadt unserer bisherigen Reise. Müllberge lagen am Straßenrand, abgemagerte Hunde suchten im Abfall nach Essensresten und an der Einfahrt zur Umgehungsstraße war so ein großes Loch, dass ein vor uns hineingefahrener Geländewagen nicht aus eigener Kraft wieder herauskam. Wir waren froh, als wir diese schmutzige Stadt hinter uns gelassen haben und nach wenigen Kilometern Puno erreichten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Puno ist auch nicht gerade das, was man als eine schöne Stadt bezeichnen würde, aber ihre Lage, direkt am Titicacasee, dem höchsten schiffbaren See der Welt, machte sie für uns interessant. Auf dem Parkplatz des Luxushotels Posada del Inka fanden wir einen ruhigen und sicheren Stellplatz. Von hier war es nicht weit zur Innenstadt und zu dem kleinen Hafen, von dem aus wir am nächsten Morgen einen Ausflug zu den schwimmenden Inseln der Uro starteten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Obwohl das Volk der echten Uro heute ausgestorben ist, der letzte reinrassige Uro starb wahrscheinlich um das Jahr 1958, versuchen ihre Nachfahren die Uro-Kultur zu erhalten. Natürlich wird heute vieles extra für Touristen arrangiert. Trotzdem war es hochinteressant, zu sehen, wie die Uros völlig unabhängig auf ihren Schilfinseln lebten und das Totora-Schilf in vielfältigster Weise ihre Lebensgrundlage bildete. Nicht nur die Inseln selbst waren aus Totora-Schilf, auch ihre Häuser, ihre Boote und viele Haushaltsgegenstände wurden aus dem Schilf gefertigt. Darüber hinaus lebten auf speziellen Inseln auch Schweine, Rinder und Hühner, die sich ausschließlich von dem Schilf ernährten. Die Uros nutzten das Schilf sogar als Nahrungsquelle und wir haben es ausprobiert, es war wirklich süß und schmackhaft. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Durch ihre autarke Lebensweise auf dem See war das Volk der Uro das Einzige, was von den Inka zu keiner Zeit unterworfen wurde. Die Uro verteidigten ihre Unabhängigkeit und waren stolz darauf.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Am Nachmittag besichtigten wir noch das Motorschiff Yavari, das am Bootsanleger unseres Hotels festgemacht war und als Museumsschiff die Geschichte der Binnenschifffahrt auf dem Titicacasee anschaulich dokumentierte. Am interessantesten für uns war jedoch die Geschichte, wie das Schiff zum Titicacasee gekommen ist. 1862 in England gebaut wurde es in Arica/Chile in seine Einzelteile zerlegt, mit der Eisenbahn nach Tacna gefahren und von dort mit einer Maultier- und Lamakarawane zum Titicacasee transportiert. Dort setzte man das Schiff wieder zusammen und für mehr als 100 Jahre verrichtete die Yavari ihren Dienst auf dem See. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Am nächsten Morgen fahren wir die Panoramastraße, immer am Ufer des Sees entlang, in Richtung Bolivien. Es war keine weite Strecke und wir freuten uns schon darauf, am frühen Nachmittag in Copacabana zu sein. Wieder einmal kam alles anders. Anfangs wunderten wir uns noch über die vielen Steine, die auf der Straße lagen. Wahrscheinlich, so dachten wir, waren sie von den steilen Hängen neben der Straße herabgestürzt. Dann waren die Steine schon zu kleinen Haufen aufgeschichtet, die unsere Weiterfahrt blockierten. Noch konnten wir uns den Weg selbst freiräumen, bis dann eine richtige Straßensperre die Weiterfahrt unmöglich machte. Es war der Beginn einer Protestaktion, die in den nächsten Wochen weite Bereiche des südlichen Perus erfasste und in Aggressivität und Übergriffen mündete. Wir hatten Glück und konnten nach circa 5 h die Straßensperre passieren. Auf den letzten Kilometern bis zum Grenzübergang nach Bolivien waren noch einige halbherzige Blockaden aufgebaut, die wir aber schnell zur Seite räumen konnten. Am späten Nachmittag passierten wir ohne Probleme die Grenze zu Bolivien. &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-3547692111168625752?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/3547692111168625752/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=3547692111168625752' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/3547692111168625752'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/3547692111168625752'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2011/06/01042011-25042011-peru-auf-den-spuren.html' title='01.04.2011 – 25.04.2011: Peru – auf den Spuren der Inka'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-R0Y2rBqFZ6I/TfF4pk_hDQI/AAAAAAAAAXU/fATTjnV5OyE/s72-c/Peru.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-4143668562354469534</id><published>2011-05-24T23:19:00.006+02:00</published><updated>2011-06-10T03:49:31.524+02:00</updated><title type='text'>13.02.2011 – 31.03.2011: Ecuador – kleines Land mit großer Vielfalt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-PM2Okg6t5rc/TdwhORCPXCI/AAAAAAAAAXI/JItgdityIJU/s1600/Ecuador.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px; height: 300px; float: left; cursor: pointer;" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5610395764771478562" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-PM2Okg6t5rc/TdwhORCPXCI/AAAAAAAAAXI/JItgdityIJU/s400/Ecuador.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;14.02.2011 – Bei Graham in Ibarra&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die Grenzpassage zwischen Kolumbien und Ecuador war die unkomplizierteste &lt;span&gt; &lt;/span&gt;unserer bisherigen Reise. Der Grenzbeamte füllte sogar das Einreiseformular für uns aus und die Fahrzeugeinfuhr war nach weniger als 10 Minuten erledigt. Auf kolumbianischer Seite war die Grenze durch schwerbewaffnetes Militär gesichert, hier in Ecuador machte alles einen freundlichen und zivilen Eindruck. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Kurz hinter der Grenze dann die nächste positive Überraschung. Gleich an der ersten Tankstelle in Ecuador wollten wir tanken. Da es in Grenznähe immer etwas teurer ist, meinte Petra, ich sollte erst mal nur für 20 US-Dollar tanken. Nach reichlich 19 US-Dollar schaltete die Zapfpistole ab. Es war unglaublich, der Tank war voll. Hier in Ecuador kostete die Gallone Diesel (also knapp vier Liter) gerade mal einen US-Dollar. Eine tolle Begrüßung in einem Land, das uns in den folgenden Wochen immer wieder positiv beeindruckt hat.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Auf ordentlichen Straßen fuhren wir bis Ibarra, der ersten größeren Stadt im Norden Ecuadors. Hier wollten wir uns einige Tage aufhalten, um wieder Ordnung in „Haushalt“ und „Büro“ zu bekommen. Zuviel war in den letzten Wochen liegen geblieben und bei Graham war der beste Platz, um diese Dinge zu erledigen. Schon in Mexiko hatten wir von Mario und Ingo den Tipp bekommen, unbedingt bei Graham, einem unwahrscheinlich netten Typ, vorbeizufahren. Graham, ein Australier, betreibt seit 6 Jahren oberhalb von Ibarra eine Gärtnerei. Selbst früher viel gereist freut er sich jetzt über Besuch von Travellern in seinem kleinen Paradies. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Zwischen gepflegten Rasenflächen mit kunstvoll geschnittenen Koniferen und Ziersträuchern fanden wir einen idealen Stellplatz mit Strom, Wasser, Internet, Dusche, Küchen- und Waschmaschinenbenutzung. Für Rucksackreisende hat er ein uriges Gästezimmer eingerichtet – und für das alles nimmt er kein Geld. Wir fühlten uns sehr wohl, und als er uns für einen Ausflug sein Motorrad anbot und seinen Pickup überließ war uns klar, Graham ist ein ganz besonderer Mensch. Darauf angesprochen wurde er verlegen und meinte, das sei doch ganz normal.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Wir haben uns für seine Gastfreundschaft mit kleinen Geschenken, einer Einladung zum Abendessen in ein gutes Restaurant und mit vielen gemeinsamen Abenden bei deutscher Küche, Bier und Wein am Lagerfeuer, bedankt. Grahams Gastfreundschaft hat sich gut rumgesprochen, und so waren wir selten allein in der Gärtnerei. Die längste Zeit verbrachten wir mit Daniela und Armin, zwei Deutschen, die mit ihren Rädern von Caracas gekommen sind und sehr anschaulich von ihren bisherigen Erlebnissen berichteten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Ohne solch ein schützendes Zuhause, wie es unser Hobby uns bietet, waren sie ganz anderen Gefahren ausgesetzt. Am Lagerfeuer erzählten sie uns, wie sie, statt in einem Hotel in einer Stundenabsteige gelandet sind und von ihrer Fastentführung in Kolumbien. Bei solchen Gesprächen können wir nur zuhören, zu berichten haben wir nichts dergleichen, unsere bisherige Reise verlief in dieser Hinsicht glücklicherweise sehr unspektakulär. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Als Petra am Morgen mit starken Zahnschmerzen aufwachte, war es auch wieder Graham, der uns sofort in die Stadt zu seinem Zahnarzt fuhr und ihr einen Termin besorgte. Mit offenem Mund lag sie auf dem Behandlungsstuhl, als der Zahnarzt mich dazuholte. Er zeigte mir die Schmerzursache, veranschaulichte am Computer die möglichen Behandlungsmethoden und sprach alles mit &lt;i&gt;mir&lt;/i&gt; ab. Petra, um die es hier ging, wurde überhaupt nicht gefragt. Als ich ihr alles erklärte sah mich der Arzt zweifelnd an. In seiner Machowelt hat eine Frau selbst dann kein Mitspracherecht, wenn es um ihren eigenen Körper geht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die Tage bei Graham vergingen wie im Flug. Wir genossen es, mal nicht immer unterwegs zu sein, sondern einige Tage am selben Ort zu verbringen. In letzter Zeit hatten wir uns regelmäßig solch eine Auszeit gegönnt und diesen Reiserhythmus werden wir auch in Zukunft beibehalten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Wir hatten genügend Zeit, um uns im Internet über unseren geplanten Galapagostrip zu informiert und mit Grahams Hilfe eine Betreuung für Basko zu finden. Unser Wohnmobil konnten wir für diese Tage auch bei Graham stehen lassen. Einen sichereren Platz gab es wohl kaum.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Mit mehreren tausend Dollar in bar bin ich dann nach Quito gefahren, um unsere, im Internet gebuchte Last Minute Reise zu bezahlen – und dann war mir plötzlich unwohl. Ich hatte bei der Reiseagentur eigentlich kein schlechtes Gefühl, aber was ist, wenn es doch Betrüger sind. Das Bezahlen mit Kreditkarte wäre viel sicherer gewesen – aber die hohen Gebühren von fast 10% hatten wieder einmal meine Sparsamkeit geweckt. Hoffentlich geht alles gut.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;04.03.2011 – Galapagos – einmalige Tiere und Natur pur&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Unser Basko sah uns ungläubig an, hier soll ich bleiben schien er zu denken. Die Hundepension war eine Dachterrasse, die sich unser Basko mit drei weiteren Hunden teilen musste. Jeder hatte seinen eigenen Bereich, aber ein richtiger Auslauf war nicht vorhanden. Petra hätte Basko am liebsten wieder mitgenommen, aber die Besitzerin der „Hundepension“ versicherte uns, jeden Tag mehrmals mit Basko spazieren zu gehen und ihr Mann, ein Tierarzt, ist bei Bedarf immer vor Ort.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Es gab für uns auch kein zurück, Basko musste die Tage irgendwie überstehen. Mit dem Sammeltaxi fuhren wir nach Quito. Das 4-Sternehotel, eine Promotion-Zugabe des Reiseveranstalters, begeisterte uns durch ausgezeichneten Service und Komfort. Es lag mitten im quirligen Zentrum der Stadt. Am Abend bummelten wir durch die Straßen, in denen unzählige Kneipen und Restaurants auf Gäste warteten. Wir fühlten uns wie in Europa - die Stadt ist hier sauber und modern. Unsere Sorge, schlecht schlafen zu können, war auch unbegründet. Gegen Mitternacht wurde es absolut ruhig in der Stadt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Am nächsten Morgen lief alles wie geplant. Das Taxi stand pünktlich vor dem Hotel und am Flughafen wurden wir schon mit den Bordkarten begrüßt. Unser Gepäck wurde uns abgenommen und eingecheckt und dann verabschiedete sich der „gute Geist“ schon wieder, um anderen Reisenden behilflich zu sein. Um es schon mal vorwegzunehmen, wir waren mit der Reiseagentur vollauf zufrieden und unsere anfänglichen Befürchtungen waren völlig unbegründet.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Der Flug nach Galapagos hatte noch eine Zwischenlandung in Guayaquil, und so flogen wir von Quito zuerst südwärts, über die ecuadorianische „Strasse der Vulkane“. Von unten oftmals durch dicke Wolken verhangen, konnten wir aus der Luft den 5897 Meter hohen Vulkan Cotopaxi und weitere schneebedeckte Gipfel erkennen. Ab Guayaquil nahm unser Airbus Westkurs, und nach 90 Minuten hatten wir die rund 1000 km vom Festland entfernt liegenden Galapagos-Inseln erreicht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Kurz vor der Landung wurden aller Handgepäckfächer im Flugzeug geöffnet, eine Maßnahme, die ich erst nicht verstanden habe. Dann kamen die Stuarts mit großen Sprühflaschen und nebelten alles ein. Diese Desinfektion und ähnliche Maßnahmen nach der Landung sollen das empfindliche Ökosystem der Inseln schützen, aber seit langem steht fest, dass die jährlichen 170.000 Besucher eine ernstzunehmende Gefahr für die einmalige Pflanzen und Tierwelt darstellen. Seit 2007 stehen die Inseln auf der Roten Liste des gefährdeten UNESCO-Welterbes.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Mit diesen Gedanken im Kopf erreichen wir unser schwimmendes Hotel für die nächsten Tage, den Luxus-Katamaran „Anahi“.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Bei der Kabinenvergabe gab es wieder eine Überraschung für uns. Trotz unserer relativ günstigen Last-Minute-Buchung bekamen wir die Suite des Schiffes zugeteilt. Also auch hier alles bestens. Schon am ersten Nachmittag ging es auf Erkundungstour am Bachas Beach der Isla Santa Cruz. Seelöwen, Land- und Wasserleguane und viele verschiedene Seevögel leben hier. Obwohl dieser erste halbe Tag eher zur Einstimmung gedacht war, begeisterte uns die Tierwelt schon sehr. Besonders die fehlende Scheu der Tiere war beeindruckend. Sie rissen nicht aus, wenn wir uns ihnen näherten und wir hätten die freilebenden Tiere sogar streicheln können – was wir natürlich nicht gemacht haben. Es ist streng verboten. Der erste Schnorchelgang vom Strand aus war dann doch mehr eine Übung. Viel sahen wir dabei nicht, was sich in den nächsten Tagen aber änderte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;In ruhiger See fuhren wir ab Mitternacht zur Isla Genovesa, der nördlichsten Insel des Archipels, die besucht werden darf. Gegen 6 Uhr, also noch vor dem Frühstück, starteten wir in angenehmer Morgenkühle unsere Inselexkursion. Die raue Landschaft der vulkanischen Insel war sehenswert, aber wir waren vor allem wegen der Tiere hierher gekommen. Auf vielen Inseln gibt es Tierarten, die dort endemisch sind, also nur auf dieser einen Insel vorkommen. Dazu zählen vor allem die Riesenschildkröten, bestimmte Arten der Leguane und einige Vogelarten. Auf der Isla Genovesa gibt es eine große Rotfußtölpelkolonie und viele Fregattvögel. Lustig kamen die Tölpelbabys daher. Wie in einen weißen Pelzmantel mit Kapuze gehüllt, saßen sie im Nest und warteten auf das Erwachsenwerden. Die Fregattvögel-Männchen waren zum Teil hinter ihrem aufgeblasenen roten Kehlsack, mit dem Sie den schlichter daherkommenden Weibchen imponieren wollten, kaum zu erkennen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Nahe der Insel Genovesa liefen wir dann einen guten Schnorchelplatz an. Wir schwammen zwischen unzähligen bunten Fischen, die wir fast mit der Hand fangen konnten - und dann kamen die neugierigen Seelöwen und versuchten mit uns zu spielen. Sie schossen direkt auf uns zu und bekamen im letzten Moment noch die Kurve. Einige waren so zahm, dass wir sie anfassen konnten. Unter Wasser ist es erlaubt und schadet den Tieren nicht. Mit einmaligen Eindrücken kamen wir zurück auf die „Anahi“ und freuten uns auf das Abendessen. Es sollte an diesem Abend etwas ganz Besonderes geben, eine Auswahl an verschiedenen Fleischsorten, Fischen und Meerestieren. Ich glaube heute noch, dass es ein geschickt eingefädelter Trick der Crew war, denn zwei Stunden vor dem Dinner haben wir in stürmischer See die Anker gelichtet. Unser Katamaran schlingerte gewaltig bei dem starken Seegang und setzte immer wieder hart auf den Wellen auf. Petra ging es miserabel und auch viele andere Mitreisende hatten Probleme. Von 15 Passagieren waren gerade mal vier zum Abendessen erschienen. Da blieb genug für die zehnköpfige Crew übrig.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Nach Mitternacht hatten wir die windgeschützte Bucht vor der Isla Plaza erreicht und konnten noch einige Stunden schlafen. Die Isla Plaza und die daneben liegende Isla Santa Fe sind bekannt für ihre endemischen Leguane. Diese Spezies gibt es nur hier und sie sahen wirklich aus wie aus einer anderen Zeit. Es sind echte Urechsen, mit einem Rückenkamm und stacheligem Nacken. Ihre Gesichter sahen manchmal aus, als ob sie schmunzelten. Ich empfand diese Reptilien als die schönsten Tiere von Galapagos. Sie waren so fremd und geheimnisvoll, so unwirklich und doch real.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;An manchen Stränden konnten wir kaum mit dem Boot anlanden, weil so viele Seelöwen und Pelzrobben den Strand bevölkerten. Wenn wir ihnen zu nahe kamen, dann haben sie uns unmissverständlich klar gemacht, wer hier der Hausherr und wer der Gast ist. Da hieß es schnell die Flucht ergreifen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;An den nächsten Tagen setzte sich das Programm in ähnlicher Weise fort. Exkursionen auf den verschiedenen Inseln und in der Mittagshitze die interessanten Schnorchelausflüge im kühlen Wasser - so verging die Zeit viel zu schnell.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Von der Isla San Cristobal startete dann, nach sechs Tagen, unser Flieger zurück nach Quito. Trotz der hohen Kosten waren wir froh, diesen Trip gemacht zu haben. Es war absolut beeindruckend und hochinteressant. Sicher werden in den nächsten Jahren, wenn der Schutz dieses einmaligen Naturwunders höher stehen wird als der Kommerz, größere Restriktionen den Besucherandrang reduzieren. Vielleicht wird es dann gar nicht mehr möglich seien, die Inseln zu besuchen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;13.03.2011 – Mitad del Mundo - der Mittelpunkt der Welt?&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Zurück in Ibarra erlösten wir als erstes unseren Basko aus seinem „Hundegefängnis“. So schlecht scheint es ihm aber doch nicht gegangen zu sein, denn er hatte in den wenigen Tagen sichtlich zugenommen. Noch zwei weitere Tage blieben wir bei Graham, dann hielten wir es kaum noch aus. Wir wollten endlich weiterfahren. Auf dem Weg nach Quito überquerten wir, nun schon zum wiederholten Male, den Äquator. Nahe der kleinen Gemeinde San Antonio de Pichincha wurde das berühmte Äquatordenkmal „Mitad del Mundo – Mittelpunkt der Welt“ errichtet. Inmitten von Restaurants und touristischen Verkaufsstellen steht es genau an der Stelle, die im Jahre 1736 von einer französischen Expedition als genaue Position des Äquators bestimmt wurde. Eine gelbe Linie markiert den angeblichen Äquator, und vielen Besuchern des Monuments machte es Spaß, mit einem Schritt von der Süd- auf die Nordhalbkugel zu wechseln oder breitbeinig auf beiden Hälften der Erde zu stehen. Die Fotoapparate klickten und die Beschriftung wies die Linie als nullten Breitengrad aus. Nur wenige wissen, dass der wirkliche Äquator über 200 m weiter nördlich verläuft. Die französischen Forscher hatten eine leicht fehlerhafte magnetische Messmethode verwendet und sich schlichtweg vermessen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Am wirklichen Äquator steht das sehr interessante Museo de Sitio Inti Ñan, das von einer privaten anthropologischen Stiftung betrieben wird. Verblüffend ist die Tatsache, dass die indianischen Ureinwohner den genauen Verlauf des Äquators kannten. Einige ihrer einfachen geographischen Messgeräte sind hier ausgestellt. Noch unglaublicher ist, dass selbst in der Pre-Inka-Zeit der genaue Verlauf des Äquators bekannt war. Ein über 1000 Jahre altes Bauwerk, welches den exakten Verlauf des Äquators markiert, wurde vor wenigen Jahren auf dem Berg Catequilla entdeckt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Neben den Exponaten indianischer Kulturen konnten wir auf dem Museumsgelände auch Äquatorexperimente durchführen. Das durch einen Trichter abfließende Wasser hat wirklich auf der Südhalbkugel eine andere Strudelrichtung als auf der Nordhalbkugel. Genau auf der Äquatorlinie fließt das Wasser ganz glatt durch die Öffnung ab. Diese, von Coriolis entdeckte Gesetzmäßigkeit ist auch der Grund dafür, dass es am Äquator fast immer windstill ist. Ein Fluch für die Seefahrer in früheren Zeiten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Auch das Aufstellen eines Hühnereies auf einen Nagel wäre am Äquator, durch den sich aufhebenden Magnetismus, leicht zu bewältigen – aber das ist auch eine Unwahrheit. In Wirklichkeit schafft es kaum jeder zehnte, das Ei auszubalancieren. Genau so schwierig war das Balancieren mit geschlossenen Augen auf der Äquatorlinie – eine fast unlösbare Aufgabe. Wir liefen rum wie betrunken und konnten kaum einen Schritt vor den anderen setzen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Mit diesen lustigen Eindrücken verlassene wir das etwas versteckt liegende Museo de Sitio Inti Ñan. Ohne dieses Museum hätte sich die Fahrt zum Mitad del Mundo nicht gelohnt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;15.03.2011 – Quito - schöne Stadt mit schlechtem Ruf &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Noch auf der Fahrt nach Quito waren wir unentschlossen, ob wir uns diese chaotische Großstadt antun wollen, oder ob wir die Stadt auf der westlichen Umfahrung schnell hinter uns lassen. Quito ist, neben Guayaquil, die gefährlichste Großstadt Ecuadors. Neben den wenigen Superreichen, die sich in ihren gut bewachten Wohngebieten verbarrikadieren, leben in der Stadt und vor allem am Stadtrand hunderttausende arme Menschen, deren einzige Überlebenschance in der Kriminalität besteht. Auf Grund der Überfüllung aller Gefängnisse in Ecuador wurde die Kriminalitätsschwelle bei 300 US $ festgelegt. Alle Eigentumsdelikte unter 300 US $ werden nicht verfolgt. Solch ein Freibrief macht die Stadt bestimmt nicht sicherer und ist ein Beleg für die Unfähigkeit von Polizei und Justiz.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Trotz dieser Insiderinformationen von Graham und seinen Warnungen, besonders vorsichtig zu sein, haben wir uns dann doch für Quito entschieden. Die Stadt, in 2850 Meter Höhe gelegenen, zwängt sich in ein schmales, nur wenige Kilometer breites Hochtal. Die Nord- Süd-Ausdehnung beträgt dafür fast 50 km. Unsere anfänglichen Bedenken, wegen des chaotischen Verkehrs, waren unnötig. Auf breiten Straßen mit guter Fahrbahnmarkierung und Ampelregelung rollten wir in die Neustadt und fanden auch schnell einen 24-Stunden Parkplatz, auf dem wir für die nächsten zwei Tage sicher stehen konnten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Den Nachmittag haben wir genutzt, um die Neustadt (Mariscal) zu erkunden. Interessant war für uns, dass nach Einbruch der Dunkelheit kein Auto mehr am Straßenrand geparkt wurde. In der Nacht hörten wir in der Ferne Polizeisirenen und vereinzelte Schüsse. Die Hinweise zur Sicherheit waren wohl doch berechtigt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Metrobus in die Altstadt. Der Bus war brechend voll und wir wussten, dass dies die beste Voraussetzung für die Diebe und Taschenaufschlitzer ist. Wir versuchten, mit dem Rücken an der Wand des Busses zu stehen und hatten unseren auf die Brust geschnallten Rucksack fest im Griff. Trotzdem waren wir froh, an der Endstelle unbeschadet angekommen zu sein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die Altstadt war durch starke Präsenz der Touristenpolizei weitestgehend sicher. Trotzdem wurden wir bestimmt zehnmal von Polizei und Zivilisten angesprochen, unsere Kamera nicht offen zu zeigen, was natürlich nicht ganz leicht ist, wenn man fotografieren möchte. Und in Quitos Altstadt gab es viel zu besichtigen und zu fotografieren. Seit 1979 steht das Centro Historico auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes, und seit der Jahrtausendwende wurde noch mal vieles&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;grundlegend rekonstruiert. Viele Baudenkmäler Quitos, meist sind es Kirchen, Klöster und katholische Orden, stammen noch aus der spanischen Kolonialzeit. Den Mittelpunkt der Altstadt bildet die Plaza de la Independencia, um die sich die Kathedrale, der Regierungspalast, der Palast des Erzbischofs und das Rathaus platzieren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Seit dem frühen Morgen lief ein Demonstrationszug durch die Stadt, Ziel war der Präsidentenpalast. Hier wurden Fahnen geschwenkt und wir hörten vereinzelte Sprechchöre. Insgesamt hatte diese Demonstration aber eher Volksfestcharakter. Die Teilnehmer packten ihre Picknickkörbe und Kühltaschen aus, sie standen in kleinen Gruppen zusammen, diskutierten und ließen es sich schmecken.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Wir ließen den Platz mit den Demonstranten hinter uns, besichtigten Kathedrale und Nationalmuseum und bummelten durch das Gassengewirr der Altstadt. Zwei architektonische Leckerbissen hatten wir uns noch aufgehoben. Die Kirche San Francisco mit dem angeschlossenen Kloster gilt als größter und ältester Sakralbau der kolonialen Epoche Quitos. Die Wände und Säulen sind vollständig mit reich verzierten Holztäfelungen verkleidet. Leider wurde die Kirche gerade rekonstruiert, und so konnten wir nur einen flüchtigen Blick durch ein Seitentor und von der Empore aus in die Kirche werfen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Anders bei der Jesuitenkirche La Compañía de Jesús. Hier war alles für uns zugänglich – jedoch mit der Einschränkung, dass Fotos nicht erlaubt waren. Wie soll ich mit diesem Verbot den nicht mehr steigerungsfähigen Glanz in dieser Kirche dokumentieren. Der gesamte Kircheninnenraum ist, mit Ausnahme der steinernen Säulenverzierungen, komplett mit 23-karätigem Blattgold belegt. Über sieben Tonnen Gold sollen verwendet worden sein. Wenngleich es etwas überladen wirkt ist der Prunk in dieser Kirche einmalig. Natürlich habe ich trotz Verbot einige Schnappschüsse ohne Blitz gemacht, sodass man einen Eindruck von dieser verschwenderischen Golddekoration bekommt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Wir wollten unser Glück in Quito nicht überstrapazieren und haben uns für die Heimfahrt ein Taxi genommen. Quito war auf alle Fälle einen Besuch wert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;19.03.2011 – In Amazonien&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Wir kamen recht gut aus Quito raus, wenn auch nicht ganz legal. In südöstlicher Richtung haben wir einen Tunnel durchfahren, der für unser Wohnmobil verboten war. Das erfuhren wir aber erst an der Mautstation am Tunnelausgang. Wir stellten uns mal wieder unwissend und verstanden natürlich kein Wort. Der Polizist gab es bald auf und wünschte uns eine gute Fahrt. Durch Quitos Vorstädte fuhren wir weiter in Richtung Oriente, wie der Osten des Landes hier genannt wird. Dann stieg die Straße bis auf 4000 m an, unser bisheriger Höhenrekord. In einem schönen Tal, umgeben von teilweise schneebedeckten Bergen, liegen die Thermen von Popallacta. Hier verbrachten wir den ganzen Nachmittag in den unterschiedlich temperierten Becken des Thermalbades. Ich war danach so ausgelaugt, dass mir schon ein kleines Bier in den Kopf gestiegen ist. Nach einem leckeren Abendessen, Petra hatte die letzten eingefrorenen Forellen aus Silvia gebraten, sind wir noch einmal in die Therme gegangen. Es war schon dunkel und wir waren fast die einzigen Badegäste um diese Zeit. Alles war stimmungsvoll und sparsam beleuchtet und der Sternenhimmel über uns leuchtete mit ganzer Kraft. Gut, dass wir mit unserem Wohnmobil direkt neben der Therme standen, so dass wir dann schnell in unser warmes Bett steigen konnten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Am nächsten Tag fuhren wir durch eine herrliche Bergwelt, immer an reißenden Gebirgsflüssen entlang, in Richtung Regenwald. Es wurde zunehmend feucht und neblig. Der Wald wirkte sehr exotisch, er zeigt sich in einer fast unwirklich grünen Farbe mit dicken Nebelschwaden in den Tälern. Der wolkige Himmel war durch das Abendlicht rötlich gefärbt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;In Misahualli, einem etwas trostlosen Dschungeldorf, beginnt das große Amazonasbecken. Hier fließt der Rio Misahualli in den Rio Napo, der dann in Peru in den Amazonas mündet. Auf dem Marktplatz trieben freche Affen ihr Unwesen, deren schönste Beschäftigung es war, den Touristen das Essen, ihre Brille oder Ihre Mütze zu stehlen und diese Dinge mit hoch in die Bäume zu nehmen. Unter den erschrockenen Blicken der Bestohlenen wurde dann alles so weit zerlegt, bis es unbrauchbar war. Wir wussten von der Unart dieser Affen und haben keinen an unser Eigentum herangelassen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Über eine schmale Hängebrücke, gerade mal so breit, dass wir mit unserem Hobby durchkamen, überquerten wir den Rio Napo und fanden einen Stellplatz in einer kleinen Dschungel-Lodge. Der nächste Morgen begrüßte uns mit Regen – typisch Regenwald. Wir gingen in den Ort, um uns über Dschungeltouren zu informieren. Eine Tagestour auf dem Rio Napo sollte für uns zwei 150 US Dollar kosten – zu viel für diese Tour. In einem Hostal trafen wir Sonja und Thomas, zwei deutsche Backpacker. Im Gespräch wurde die Zeit nicht lang und dann hörte der Regen endlich auf. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag, vielleicht können wir selbst eine Tour organisieren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Für den Abend hatten wir uns etwas ganz Besonderes vorgenommen. Wir gingen mit Leo, einem Indio, in den Dschungel. Es ist unglaublich, wie viele Pflanzen und deren Wirkung er kannte. Für fast jedes Leiden wächst im Dschungel ein Kraut. Dann sahen wir Schmetterlinge, riesige Heuschrecken, Taranteln und eine kleine Boa. Die Geräusche im nächtlichen Regenwald waren einmalig. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Am nächsten Tag trafen wir uns mit Sonja und Thomas. Wir haben uns gemeinsam ein Motorkanu gemietet und unsere kleine Tour auf dem Rio Napo selbst organisiert. Mit 60 US Dollar für das ganze Boot bezahlten wir nur 1/5 von dem, was die Reiseagentur uns abknöpfen wollte. Wir fuhren auf dem Rio Napo flussabwärts, vorbei an kleinen Siedlungen der Indianer, zur Tierauffangstation Amazoonico. Hier hat sich die Schweizerin Angelika Raimann, zusammen mit ihrem ecuadorianischen Ehemann, einen Lebenstraum erfüllt. In einem kleinen Freilandzoo, umgeben von 600 Hektar Primärwald, werden gefährdete Tiere aufgezogen und wenn möglich wieder ausgewildert. Viele dieser Tiere, darunter Tapire, ein Ozelot, verschiedene Affen, Schlangen, Krokodile und exotische Vögel, wurden nicht artgerecht als Haustiere gehalten oder vom Zoll beschlagnahmt. Der illegale Tierhandel ist immer noch ein einträgliches Geschäft. Manche Tiere müssen immer in Amazoonico bleiben. Sie haben sich schon so sehr an die Menschen gewöhnt, dass Sie in der Wildnis nicht überleben würden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;Auf der Rückfahrt besuchten wir noch ein typisches Dschungeldorf. Der Dorfschamane bot uns seine Dienste an. Eine Reinigungsprozession würde aus uns ganz neue Menschen machen. Ich dachte sofort, das wäre ja das Richtige für Petra – aber sie lehnte ab. Schade! Zurück in unserer Dschungel-Lodge sitzen wir noch lange bei Kerzenlicht vor dem Wohnmobil und lauschen den exotischen Geräuschen des Regenwaldes. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;24.03.2011 – Südliches Ecuador&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Unserer Abfahrt in Misahualli verzögerte sich dann doch noch ganz ungewollt. Durch den tagelangen Regen war die Wiese, auf der wir standen, stark aufgeweicht und unser Wohnmobil schon 10 cm eingesunken. Die Räder drehten sich durch, das Profil setzte sich mit Schlamm zu und unser Hobby wühlte sich immer tiefer in den weichen Boden. Es ist mir bis heute ein Rätsel, woher plötzlich die 10 bis 12 Männer kamen, aber Leo hatte unser Problem erkannt und diese Mannschaft zum Schieben zusammengetrommelt. Ehe ich mich versah waren die Räder freigeschaufelt, Steine untergebaut und unser Wohnmobil mit vereinten Kräften rausgeschoben. Ich schreibe dies deshalb so ausführlich, weil es ganz typisch für Lateinamerika ist. Man hilft sich untereinander und diese Hilfsbereitschaft erlebten auch wir als Ausländer und Gäste immer wieder.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die weitere Fahrt durch das südliche Ecuador zeigte uns noch mal die Schönheit und Vielfalt dieses Landes. Schneebedeckte Berge, Schluchten und Täler, Wasserfälle und reißende Flüsse. In Baños, einem Wallfahrtsort, umgeben von hohen Bergen und Vulkanen, verbrachten wir noch einige Tage. Das angenehme Klima in 1800 Meter Höhe, die warmen Thermalquellen der Stadt und die außergewöhnliche schöne Landschaft machten Baños zu einem gefragten Touristenort. Der über der Stadt thronende Vulkan Tungurahua stellt seit einigen Jahren wieder eine echte Gefahr dar. Im Oktober 1999 musste die Stadt sogar komplett evakuiert werden. Seit dieser Zeit ist er immer aktiv gewesen, aber weder Touristen noch Einwohner lassen sich davon stören. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Das touristische Angebot in Baños ist einzigartig in Ecuador. Die unzähligen Agenturen haben alles im Angebot, was Erholung, Abenteuer oder auch den gewissen Kick bieten soll. Diesen Kick erlebte die Dresdner Studentin Julia, die wir beim Bungee Jumping trafen, ganz sicher. Sie schwärmte von dem einmaligen Adrenalinstoß und versuchte mich zum Springen zu überreden. Ein einziger Blick über das Geländer der Brücke San Francisco und der Gedanke, hier runter springen zu müssen ließen meine Knie weich werden. Nein, ich bin nicht gesprungen. Stattdessen sind wir an diesem Nachmittag mit einem geländegängigen Buggy zum Vulkan&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;Tungurahua gefahren. Es war eine tolle Fahrt. Ohne auf Steine, Querrinnen oder Löcher zu achten, konnte ich einmal so fahren, wie es mir Spaß macht. Leider versteckte sich der Tungurahua hinter dichten Wolken. Zurück im Hotel Monte Selva, wo wir einen guten stadtnahen Stellplatz hatten, aalten wir uns noch ein letztes Mal im mineralhaltigen Vulkanwasser der hoteleigenen Therme. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Auf unserer weiteren Fahrt durch den landschaftlich einmaligen Süden Ecuadors kamen wir nach Vilcabamba. Hier führen die zwei deutschen Brüder Dieter und Peter Schramm eine Hosteria, die ihresgleichen sucht. Auf einem naturbelassenen Grundstück über dem Ort haben sie ein Panoramarestaurant, idyllische Cabañas und einen Wohnmobil-Stellplatz gebaut. Alles war gepflegt und sauber und im Restaurant gab es deutsche Gerichte und deutsches Bier – also mehr als ein Grund, einige Tage hier zu verbringen. Etwas traurig verabschieden wir uns nach drei Tagen von Dieter und seiner Mutter, die gerade einige Wochen hier zu Besuch war. Sie waren nette Gastgeber und interessante Gesprächspartner. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Unserer Zeit wurde langsam knapp, wir hatten nur noch zehn Tage, um bis nach Lima zu fahren. Unsere Tochter Katharina würde es uns nicht verzeihen, wenn wir sie nicht pünktlich am Flughafen abholen würden. Auf den letzten Kilometern bis zur Grenze wurde uns noch einmal bewusst, wie schön Ecuador ist. Obwohl nur ein kleines Land, besticht es mit einer landschaftlichen Vielfalt, die wir so bisher kaum erlebt haben. Dazu kommt, dass Ecuador ein relativ sicheres, sauberes und geordnetes Land ist. Nicht ohne Grund haben auch viele deutsche Auswanderer Ecuador zu ihrer zweiten Heimat gemacht. Wir haben uns in Ecuador sehr wohl gefühlt, uns sogar etwas in dieses Land verliebt.&lt;/span&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-4143668562354469534?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/4143668562354469534/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=4143668562354469534' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/4143668562354469534'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/4143668562354469534'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2011/05/13022011-31032011-ecuador-kleines-land.html' title='13.02.2011 – 31.03.2011: Ecuador – kleines Land mit großer Vielfalt'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-PM2Okg6t5rc/TdwhORCPXCI/AAAAAAAAAXI/JItgdityIJU/s72-c/Ecuador.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-3707651730775024272</id><published>2011-03-23T17:58:00.006+01:00</published><updated>2011-03-23T18:14:49.980+01:00</updated><title type='text'>28.12.2010 – 12.02.2011: Durch Kolumbien</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-bmLZKZiMt50/TYom_amOVBI/AAAAAAAAAXA/IyrxRZa8rhk/s1600/Kolumbien%2B2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; width: 400px; float: left; height: 300px;" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5587321158619780114" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-bmLZKZiMt50/TYom_amOVBI/AAAAAAAAAXA/IyrxRZa8rhk/s400/Kolumbien%2B2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Normale Tabelle";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:10.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-ansi-language:#0400;  mso-fareast-language:#0400;  mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;29.12.2010 – Zweimal Schlamm war genug&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir konnten es kaum erwarten. Nach den Weihnachtsfeiertagen ging unsere Reise endlich weiter. Unser erstes Ziel war die Halbinsel Barú, südwestlich von Cartagena gelegen. Die Vororte von Cartagena, durch die wir uns in langsamer Fahrt quälten, waren eng, etwas heruntergekommen und chaotisch – wobei Letzteres vor allem den Verkehr betraf. Busse, Trucks und Pickups hatten sich die Strasse schon untereinander aufgeteilt. Dazwischen kurvten in waghalsiger Fahrt, jede kleine Lücke ausnutzend, unzählige Mopeds und Motorräder und dann gab es noch die Händler mit ihren schweren Holzkarren, die den Wahnsinn perfekt machten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nur wenige Kilometer weiter wartete die nächste Herausforderung des Tages auf uns. Wir mussten auf einer Autofähre zur Halbinsel Barú übersetzen, wobei die Fähre nur eine schwimmende Plattform war, an der ein kleiner Kahn mit einem Außenbordmotor angebunden war. Mit höchster Drehzahl kämpfte der sichtlich unterdimensionierte Motor gegen die Strömung des Flusses an, und brachte uns dann doch irgendwie an das gegenüberliegende Ufer. Den Gedanken, was beim Ausfall des Motors alles hätte passieren können, haben wir nicht zu Ende gedacht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Schotterstraße zur Spitze der Halbinsel, wo auch der berühmte Strand Playa Blanca liegt, war so schlecht zu befahren, dass wir unseren Zeitplan völlig überzogen haben. Auf dem Gelände eines Militärpostens fanden wir einen sicheren Stellplatz, bis dann am nächsten Morgen, Punkt 06:00 Uhr, das lautstarke Leben auf dem Gelände begann und damit auch für uns die Nacht vorbei war. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die weitere Fahrt zum Traumstrand fand an der abzweigenden Zufahrt zum Playa Blanca ihr Ende. Die Straße war, auf Grund des Regens der letzten Tage, eine einzige Schlammpiste. Meine Erkundung zu Fuß brachte die Gewissheit, hier fahren wir mit unserem Hobby nicht rein. Petra war anfangs etwas enttäuscht, aber das Risiko im weichen Schlammboden stecken zu bleiben war uns einfach zu groß. Wir wendeten und fuhren die Holperpiste bis zur Fähre zurück, setzten zum anderen Ufer über und passierten auf unserer Fahrt nach Nordosten nochmals Cartagena. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Jetzt waren es nur noch 50 km bis zum Vulkan Lodo El Totumo, einem der kleinsten Vulkane der Welt, der durch seine Besonderheit trotzdem zur Weltattraktion wurde. Auf einer Holzstiege erklommen wir den Gipfel des nur 15 Meter &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;hohen Vulkans und blickten in den Krater. Was wir hier zu sehen bekamen war schon außergewöhnlich. Der Vulkankrater war ausgefüllt mit cremigem Schlamm und Menschen, die sich &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;darin mit großer Begeisterung suhlten. Zum Teil waren sie völlig im Schlamm untergetaucht und hatten sich dann nur Augen und Mund frei gerieben. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;So überrascht, wie hier dargestellt, hatte uns der Anblick natürlich nicht. Wir waren ja gerade wegen dem wohltuenden und heilenden Schlamm hierher gekommen und konnten es kaum erwarten, auch in den Schlammkrater zu steigen. Es war ein ganz außergewöhnliches Gefühl! Der lauwarme cremige Schlamm fühlte sich an wie Schlagsahne, und nach wenigen Augenblicken hatten wir uns an dieses besondere Bad gewöhnt und fanden es sehr wohltuend. Unter uns befanden sich 2000 Meter Schlamm, aber es bestand keine Gefahr unterzugehen. Aufsteigende Gase, die blubbernd an der Oberfläche austraten, sorgten für einen solch starken Auftrieb, dass wir uns im Schlamm kaum senkrecht halten konnten. Unsere Beine wurden wie durch Geisterhand nach oben gedrückt. Nach dem ausgiebigen Schlammbad spülten wir uns in der nahegelegenen Lagune den Schlamm vom Körper, duschten im Hobby und fühlten wir uns wie neugeboren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;30.12.2010 – An der Karibikküste&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir fuhren weiter nach Nordosten, immer an der Karibikküste entlang. Hinter Barranquilla, in einem sumpfigen Gebiet zwischen Lagunen und dem offenen Meer, liegt das Städtchen Ciénaga. Hier hatte es seit April fast pausenlos geregnet und weite Teile der Stadt in einer braunen stinkenden Brühe versinken lassen. Rechts und links der Straße standen die ärmlichen, fast vollständig überfluteten Hütten. Die Bewohner hatten jedoch keine andere Bleibe und lebten weiterhin in diesen baufälligen Behausungen oder unter einer Plane auf den Dächern ihrer Häuser. Barfuß wateten sie durch den angeschwemmten Schmutz, in dem auch ihre Kinder spielten. Manche hatten das Glück, einen alten Kahn zu besitzen, mit dem sie ihr Haus erreichen konnten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;An der Straße standen unzählige Bewohner dieses Katastrophengebietes, vor allem Frauen und Kinder, die versuchten, von den Autofahrern einige Kleinigkeiten zu erbetteln. Wir waren sehr bedrückt über diese Situation, wollten helfen. Bei einer Familie hielten wir an und gaben ihnen eine warme Decke, zwei Handtücher und einige Pesos. Es war wohl keine wirklich gute Idee, denn nach wenigen Augenblicken war unser Auto von etwa 20 Personen umringt, die ebenfalls etwas abhaben wollten. Sie bedrängten uns regelrecht, und ihre gierigen Blicke ins Innere des Wohnmobils verhießen nichts Gutes. Von allen Seiten kamen weitere Menschen auf uns zu, so dass wir mit Hupe und hoch drehenden Motor nur noch die Flucht ergreifen konnten. Betroffen und nachdenklich fuhren wir weiter. „Wie kann man bei dieser großen Not helfen? Jede Spende ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Wir hofften, dass wenigstens von den hohen Mautgebühren etwas bei diesen Menschen ankommt. Einige Tage später erfuhren wir aus der Neujahrsansprache des kolumbianischen Präsidenten Santos, dass die Regenfälle und Überschwemmungen im ganzen Land alles Bisherige übertroffen haben. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Die Bilanz ist schrecklich: 296 Tode, 2,16 Millionen Betroffene, 1,32 Millionen Hektar fruchtbares Land überflutet und 3353 Häuser zerstört. Santos benannte die Schadenssumme mit annähernd 6 Milliarden US$ und verglich die aktuelle Katastrophe mit der in New Orleans, als Hurrikan Katrina die Stadt überflutete. Er stellte aber auch ein umfangreiches Hilfsprogramm vor, welches auch den Menschen in Ciénaga aus&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;ihrer Not helfen wird. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach einigen Tagen auf dem ruhigen und abgelegenen Campingplatz Casa Grande und im Nationalpark Tayrona zog es uns noch mal nach Santa Marta. In Rodadero fanden wir ein schönes Plätzchen, nahe dem Strand und der Stadt. Das Wetter war ideal: blauer Himmel und eine leichte Brise bei 30 Grad. In Santa Marta leben auch einige Deutsche. In Giselas Eiscafe waren wir bald Stammgäste und mit Eugenia und Volker, einem kolumbianisch-deutschen Paar, verbrachten wir manche Stunde mit interessanten Gesprächen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Unser Hobby erzeugte überall Aufmerksamkeit. Oft wurden wir von Kolumbianern gefragt, ob sie ein Bild vom Wohnmobil und vom Innenraum machen dürften, und sie staunten dann immer über die Ausstattung und den Komfort. Selbst die örtliche Presse hatte sich angemeldet, und wir beantworteten gern die Fragen zu unserer Reise und zum Mobil. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;11.01.2011 – Durch die Ostkordilleren&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mit Santa Marta und Umgebung hatten wir den nördlichsten Punkt unserer Südamerikareise erreicht. Die Straße nach Süden verläuft am Fuße der Ostkordilleren, im Osten liegt das Gebirge und im Westen eine weite Hochebene, auf der Rinderherden und Pferde friedlich grasten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In El Copey übernachteten wir auf dem Parkplatz der örtlichen Polizei. Unser Wohnmobil war an diesem Tag wieder einmal die Hauptattraktion im Ort. Bis spät am Abend kamen die Frauen der Polizisten mit ihren Kindern und bewunderten unser Auto. „Con cocina, baño y frigirífico“ (mit Küche, Bad und Kühlschrank) hörten wir sie flüstern und das Staunen nahm kein Ende. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Gestaunt haben auch wir am nächsten Tag, als wir mit unserem undichten hinteren Reifen an einer Reifenflickerei hielten und sahen, wie schnell und professionell der Reifen repariert wurde. Die ganze Großfamilie stand dabei und beobachtete jeden Handgriff. Nach der obligatorischen Frage nach dem woher und wohin war das Interesse wieder groß. Mit vielen guten Wünschen und einem freundlichen Schulterklopfen wurden wir verabschiedet. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In San Alberto mussten wir eine Entscheidung treffen. Hier beginnt die alte Gebirgsstraße durch die Ostkordilleren nach Bogota und auch eine alternative Schnellstraße. Die landschaftlich schönere Gebirgsstrecke war seit den schweren Regenfällen im Dezember gesperrt, weil Brücken weggespült und die Straße durch gewaltige Erdrutsche verschüttet wurde. Nach der offiziellen Information im Internet war die Straße immer noch nicht passierbar. Vor Ort, in San Alberto, bekamen wir jedoch an der Tankstelle und bei der örtlichen Polizei die Auskunft, dass wir schon durchkommen würden. Wir haben es riskiert und sind die Gebirgsstrecke gefahren. Die ersten 50 Kilometer waren sehr angenehm zu fahren, die Straße führte mit leichter Steigung in die Berge. Vor dem Ort &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;El Playón staute sich dann der Verkehr, man sagte uns, dass an der Straße gearbeitet wird und das Passieren der Baustelle jeweils nur kurzzeitig in einer Richtung möglich ist. In einer Stunde sollte der Verkehr freigegeben werden. Aus dieser einen Stunde wurden dann sechs und es war schon dunkel, als sich die Fahrzeugschlange so langsam in Bewegung setzte. Weit sind wir aber nicht gekommen. Nach 4 Kilometern war im Ort El Playón schon wieder Schluss. Wir standen direkt neben einer Tankstelle und einen freien Parkplatz gab es auch. Ohne lange zu überlegen fuhren wir rechts raus und parkten unseren Hobby für die Nacht ein. In der angrenzenden Gaststätte gab es Würstchen vom Holzkohlegrill und kaltes Bier, so dass der Tag noch einen guten Abschluss nahm. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Morgen, kurz nach 5:00 Uhr, stand der Tankwart mit zwei Tinto (starken schwarzen Kaffee) vor unserer Tür und klopfte uns aus dem Schlaf. Unsere Richtung sollte in wenigen Minuten freigegeben werden. Schnell waren wir angezogen und bereit zum Start. Die Trucker auf der Straße hatten es nicht so gut wie wir. Sie mussten im Sitzen schlafen und immer bereit sein, einige Meter weiterzufahren. Langsam setzte sich die Kolonne in Bewegung. Schon an der ersten Baustelle sahen wir das Ausmaß dieser Naturkatastrophe. Nur provisorisch war die Straße von den meterhohen Schlammmassen frei geräumt, Häuser waren verschüttet oder zerstört, weil sie dem Erddruck nicht standgehalten haben. Auf den nächsten 50 Kilometern eine ähnliche Situation, dann wurden die Straßenverhältnisse wieder stabiler, wir waren umgeben von Berggipfeln und tiefen Tälern. Immer weiter schraubte sich die Straße, bis auf über 3000 Meter, in die Höhe. An vielen Stellen hatten wir spektakuläre Ausblicke. Tief unten schlängelte sich der Fluss im Licht der tief stehenden Sonne, wie ein silbernes Band, durch das Tal. In exponierter Lage wurde der Nationalpark Chicamocha gegründet und zwischenzeitlich in einen Erlebnispark ausgebaut. Für uns war nur der Parkplatz mit der atemberaubenden Aussicht auf den Cañon von Interesse, wo wir den Tag mit einem einmaligen Panoramablick beendeten und eine ruhige Nacht verbrachten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;16.01.2011 – Historisches Villa de Leyva &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Man sagt, in Villa de Leyva ist die Zeit stehengeblieben, und wenn man durch die kopfsteingepflasterten Straßen dieser Stadt läuft und sich die historischen Gebäude betrachtet, dann kann man das nur bestätigen. Es ist eine kleine, aber absolut authentische Kolonialstadt, die fast vollständig in ihrer historischen Bausubstanz erhalten geblieben ist. Moderne Architektur sucht man vergebens. Rund um den Plaza Mayor, es ist der größte seiner Art in Kolumbien, stehen besonders eindrucksvolle Kolonialhäuser mit wunderschönen Innenhöfen, in denen sich heute Restaurants oder Cafés befinden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir ließen uns durch die holprigen Gassen treiben und fühlten uns um Jahrhunderte zurückversetzt. Nichts störte den historischen Eindruck, sah man mal von den vereinzelt die Straße entlang holpernden Autos ab. Am Plaza Mayor setzte sich die Illusion fort, auch hier Mittelalter pur.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Der Platz war voller Menschen. Eine Gruppe Bauern in einfacher Leinenkluft und mit zerrissenen Strohhüten auf dem Kopf, stand in angeregtem Gespräch beieinander. Die Fäuste waren zum Protest erhoben und zeigten in Richtung Rathaus. In aufwändig gestickten Kleidern und unter aufgespannten Sonnenschirmen liefen hier die Damen der besseren Gesellschaft, begleitet von Herren &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;in feinen Anzügen, vorüber. Das Rathaus wurde von Soldaten mit unförmigen Musketen bewacht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Für den historischen Film, der hier gerade gedreht wurde, war die Stadt eine ideale Kulisse. Wir standen noch einige Zeit an der Plaza und betrachteten das Spektakel, als wir freundlich auf Deutsch angesprochen wurden. „Seid Ihr mit dem Hobby unterwegs?“. Vor uns standen Peter und Ruth, ein Schweizer Paar auf Südamerikatrip. Die Beiden kamen von Süden und hatten viele gute Tipps für uns. Leider wollten sie am nächsten Morgen weiterfahren, so dass wir uns noch am selben Abend auf dem netten und sauberen Campingplatz am Ortsrand trafen und unsere Erfahrungen austauschten. Gut, dass wir auch immer gleich die GPS-Daten bekamen, so dass es später ein Leichtes war, die interessanten Orte oder guten Übernachtungsplätze zu finden. Ein entsprechendes Gerät mit den Karten von Südamerika hat heute fast jeder Reisende dabei. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Mit Michele und Reto, einem weiteren Schweizer Paar, verbrachten wir noch einige Tage in Villa de Leyva. Das milde Klima und das historische Flair dieser Stadt begeisterten uns immer wieder aufs Neue. Dann verließen wir Villa de Leyva mit dem gemeinsamen Ziel Zipaquira.&lt;/span&gt; &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;25.01.2011 – Eine Kathedrale – ganz aus Salz &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Erst am Abend kamen wir in Zipaquira an. Michele und Reto waren schon da und hatten uns einen Parkplatz vor dem Museum freigehalten. Hier standen wir sicher und recht ruhig. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Tag waren wir die ersten Besucher am Eingang zur Salzkathedrale, so dass wir den englischsprachigen Guide fast für uns allein hatten. Er wusste alles über die Salzgewinnung in diesem Bergwerk und den Bau der zwei Salzkathedralen. Die erste musste wegen Einsturzgefahr im Jahre 1992 für Besucher geschlossen werden. In 5-jähriger Bauzeit wurde ab 1990 die neue Salzkathedrale aus dem Salzgestein gehauen. Ein Kreuzgang mit 14 Stationen führte uns immer tiefer in den Berg hinein, bis wir staunend in der dreischiffigen Kathedrale standen. Mit 120 Meter Länge, 22 Meter Höhe und ca. 8000 Quadratmeter Fläche ist sie fast so groß wie der Kölner Dom. Bis zu 8000 Besucher haben in dieser monumentalen Kathedrale Platz. Im Innern besteht alles aus Salzkristall. Selbst die filigranen Engel und Madonnenstatuen sind aus Salz gemeißelt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Es war für uns ein beeindruckendes Erlebnis, durch die Kathedrale, die kleinen Kapellen und den Kreuzgang zu wandeln und die Dimension dieser unterirdischen Kathedrale, sie zählt zu den größten religiösen Bauwerken der Welt, auf uns wirken zu lassen. Dabei haben die gezielt eingesetzten Lichteffekte die Wirkung noch verstärkt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Beim anschließenden Spaziergang durch die nette kleine Altstadt von Zipaquira lauerte an jeder zweiten Ecke die Versuchung. ‚Carne asado’ ist der Begriff für lecker gewürztes Rind- und Schweinefleisch, welches auf einem Spieß am offenen Feuer gebraten wurde. Ich konnte dieser Versuchung nicht widerstehen und hatte mich dann mit der riesigen Portion knusprigen Fleisches fast übernommen. Gut, dass Basko auch ‚Carne asado’ mag, so dass wirklich nichts übrig geblieben ist.&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;28.01.2011 – Über die Zentralkordilleren zur Panamericana&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Von Zipaquira aus fuhren wir auf der Umgehungsstraße um Bogotá herum und dann weiter westwärts. Die als ‚La Linea’ bezeichnete Querverbindung zwischen Bogotá und Armenia war eine Herausforderung für unser Wohnmobil und unsere Nerven. Im dichten LKW-Verkehr ging es bis auf über 3000 Meter in die Berge und dann wieder ins Tal der Zentralen Kordilleren. Die Kurven sind auf dieser Bergstrecke so steil, dass die großen Trucks die gesamte Gegenfahrbahn benötigten, um weit genug ausscheren zu können. Anwohner regelten an diesen unübersichtlichen Kurven den Verkehr und hofften, damit einige Pesos zu verdienen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Im Tal, auf etwa 200 Meter Höhe angekommen war es drückend heiß und schwül. Die großen &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Parkplätze von öffentlichen Schwimmbädern oder von Hotels wären die idealen Übernachtungsplätze gewesen, aber dieses Klima wollten wir uns für die Nacht nicht antun. Nach Ibaqué stieg die Straße wieder an und die Temperaturen wurden erträglich – nur einen Übernachtungsplatz fanden wir nicht. Die schmale Straße schmiegt sich dicht an die Berghänge und lässt keinen Platz für Parkplätze oder Tankstellen. Auf keinen Fall wollten wir in der Dunkelheit auf dieser gefährlichen Straße weiterfahren. Wir hatten uns schon fast damit abgefunden, direkt neben der Straße zu übernachten, als uns wieder einmal der Zufall zu Hilfe kam. Eine kleine Gruppe der kolumbianischen Armee hatte auf einem ebenen Platz neben der Straße einen Kontrollposten errichtet&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;und freute sich über die Abwechslung. Natürlich durften wir neben dem gepanzerten und bewaffneten LKW übernachten, aber erst einmal waren unzählige Fragen über unsere Reise und unser Wohnmobil zu beantworten. Mit frischem Obst und Gemüse als Gastgeschenk kam dann noch die ganze Familie von einer nahegelegenen Finca und lud uns für den nächsten Tag zur Besichtigung ein. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Kurz nach dem Frühstück stand der Patron, das Familienoberhaupt, am Wohnmobil und führte uns zu seiner Finca. Auf dem fast unzugänglichen Gelände am Steilhang wurden Bananen, Mandarinen, Tomaten, Kaffee und Kakao angebaut. Besonders die Bananenernte war sehr mühsam. Mit einem trittsicheren Pferd wurden die Stauden auf schmalen Pfaden nach oben transportiert. Die am sonnigen Hang, völlig ohne chemische Düngung, gewachsenen Bananen waren ein Genuss für uns. Um uns eine Freude zu machen, schenkte uns der Patron eine ganze Bananenstaude und wies jede Form einer Bezahlung energisch zurück. Mit einer Tafel Schokolade für das jüngste Familienmitglied und einigen Büchsen Bier bedankten wir uns. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wie schnell die noch grünen Bananen in unserem warmen Stauraum reiften und wie lange wir drei; ja, auch Basko bekam jeden Tag eine Banane, an der Staude zu kauen hatten, ahnten wir damals noch nicht. Wir verschenkten Bananen, wo es ging, und hielten uns tapfer. Noch lange danach konnten wir keine Bananen mehr ersehen und bei freundlichen Geschenken dieser Art sind wir jetzt auch viel zurückhaltender. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;01.02.2011 – Unverfälschte Kleinstädte und beeindruckende Landschaften&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Armenia ist eine recht schmucklose Verwaltungshauptstadt. Die meisten älteren Gebäude wurden durch Erdbeben so stark beschädigt, dass sie abgerissen und nüchternen Neubauten weichen mussten. Anders als die Stadt ist die Umgebung jedoch sehr sehenswert. Nur eine Stunde fuhren wir mit dem Wohnmobil bis Salento, es kam uns aber so vor, als hätten wir eine Zeitreise in die Vergangenheit gemacht. Schöne alte Häuser, in denen sich Geschäfte, Restaurants und Hotels befinden, umgeben den zentralen Marktplatz. Mit ihren buntbemalten Eingangstüren und Balkonen sind sie typisch für diese Gegend. Auch in den Nebenstraßen stört kein Neubau das Gesamtbild dieser Kleinstadt und die über 50 Jahre alten, für den öffentlichen Verkehr unverzichtbaren, Willy-Jeeps passen genau hier her.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Östlich von Solento erstreckt sich das beeindruckende Valle de Cocora, welches uns mit seinen ausladenden grünen Tälern und bewaldeten Berggipfeln fast an die deutschen Mittelgebirge erinnerte, wären da nicht die bis zu 30 Meter hohen Wachspalmen gewesen. Diese Palmen sind die eigentliche Attraktion des Tales und viele Tagestouristen kommen nur deshalb in das kleine Dorf Cocora, welches lediglich aus ein paar Häusern und 3 Restaurants besteht. Am Restaurant „Bosque de Cocora“ fanden wir einen idyllischen Stellplatz für die Nacht und einen guten Ausgangspunkt für unsere Wanderung ins Tal.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Tag überwanden wir, auf abenteuerlichen Hängebrücken und auf quergelegten Baumstämmen, mehrmals den Rio Quindío und wanderten immer weiter hinein in das wildromantische Tal. Dann, an einer zusammengebrochenen Hängebrücke war Schluss, wir mussten umkehren. Abgekämpft und müde kamen wir erst spät abends zum Hobby zurück und hatten überhaupt keine Lust mehr selbst zu kochen. Stattdessen ließen wir uns die hervorragenden Lachsforellen, eine Spezialität aus dem Valle de Cocora, im Restaurant schmecken und gingen früh schlafen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Tag stand noch Filandia, eine ähnlich schöne Stadt wie Salento, auf unserem Plan, bevor wir auf der Panamericana weiter südwärts fuhren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;07.02.2011 – Silvia - das Zentrum der Guambiano- Indigenas&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Etwas abseits der Panamericana, hoch oben in den Bergen der Zentralkordilleren, liegt Silvia. Die Kleinstadt ist das Zentrum der Guambiano, einem der traditionellsten Indianervölker Kolumbiens. Die Indigenas leben in der Umgebung der Stadt und kommen immer dienstags zum Markttag nach Silvia, um Früchte, Gemüse und handwerkliche Arbeiten zu verkaufen und sich mit allen lebensnotwendigen Dingen einzudecken. Es ist der bunteste Indiomarkt in Kolumbien. Überall sahen wir die Indigenas, die mit Stolz ihre traditionellen Röcke, Blusen und die knapp sitzenden Hüte trugen. Auch die Männer kamen in Röcken daher, aus denen ihre stacheligen nackten Waden herausschauten. Einige machten auf dem Marktplatz ihre Geschäfte während ihre Frauen, in handgewebten Kleidern und mit Perlenketten geschmückt, handwerkliche Dinge herstellten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir saßen am Marktplatz und konnten uns kaum satt sehen, an diesem Fest der Farben und der fremden Kultur. Alles wirkte auf uns wie ein Schauspiel – es war aber das reale Leben in Silvia. Zum realen Leben der Guambiano gehört, neben allen Traditionen, aber auch das allgegenwärtige Mobiltelefon oder ein Motorrad. Ganz so weit hinter dem Berg leben auch die Indigenas in Kolumbien nicht mehr.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;10.02.2011 – Durch den gefährlichen Süden Kolumbiens&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Auf unserer weiteren Fahrt nach Süden besuchten wir Popayan, eine der schönsten alten Städte Kolumbiens. 1537 gegründet, entwickelte sie sich, nicht zuletzt wegen des milden Klimas in 1800 Meter Höhe, zu einem wichtigen politischen, religiösen und kulturellen Zentrum. Im Jahre 1983 wurden die meisten historischen Gebäude bei einem Erdbeben ernsthaft beschädigt oder zerstört. Der detailgetreue und kostspielige Wiederaufbau dauerte 20 Jahre, das Ergebnis rechtfertigt aber diesen Aufwand. Die Altstadt mit ihren ausschließlich weißen Gebäuden ist heute ein Schmuckstück. In den Straßen pulsierte das Leben und dank des hohen Studentenanteils wirkte die Stadt jung und frisch. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach unserem Stadtspaziergang verliefen wir uns hoffnungslos in den vielen Gassen und fanden unseren Wohnmobilparkplatz nicht wieder. Die Gegend, abseits der Altstadt, wurde immer schäbiger, die Läden waren geöffnet, aber vergittert, so dass man nicht hineingehen konnte. Der Kauf wurde durch das Gitter abgewickelt. Zwei Männer, die uns als Touristen erkannt haben, sprachen uns an und warnten uns davor hier weiterzugehen. Eine eindeutige Geste ihres Zeigefingers am Hals und die beschwörenden Worte „Peligroso“ (Gefährlich) machten uns Angst. Unglücklicherweise hatten wir keine Adresse unseres Parkplatzes mit, so dass ein Taxi auch keine Lösung gewesen wäre. Wir gingen den ganzen Weg zur Altstadt zurück und erkannten unseren Fehler. Am symmetrisch aufgebauten Parque Caldas waren wir in die falsche Richtung gelaufen. Jetzt wurden uns die Straßen wieder vertraut und nach wenigen Minuten saßen wir im Hobby und ließen uns den leckeren Kuchen aus Popayan schmecken.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Südlich von Popayan wurde die Landschaft wild und ursprünglich. Tiefe Schluchten und kaum zugängliche Berge erschwerten die Besiedlung. Auf der Straße war kaum Verkehr. An einer Polizeikontrolle wurden wir rausgewinkt und aufgefordert, die Panamericana nicht zu verlassen. Die wenigen Dörfer abseits der Straße sind, wie auch das gesamte Gebiet, ein letztes Schlupfloch der Terrororganisation FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Columbia), die in den letzten Jahren für den schlechten Ruf Kolumbiens in der Welt gesorgt hat. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;An einem Schwimmbad verbrachten wir die Nacht. Hier trafen wir Juan, einen 25-jährigen Soldat der kolumbianischen Armee. Auch er warnte uns vor der FARC und zeigte uns seine vernarbten Schussverletzungen. Dreimal wurde er schon im Kampf gegen die Terroristen verletzt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mit einem mulmigen Gefühl fuhren wir die letzten 250 Kilometer durch den nicht ganz ungefährlichen Süden Kolumbiens. In der Grenzstadt Ipiales blieben wir noch einen Tag. Wir besichtigten die in einer Schlucht liegende neogotische Wallfahrtskirche Santuario De Las Lajas und wurden dann in der Stadt von einem Reporterteam des kolumbianischen Fernsehens angehalten und interviewt. Gut, dass ich mein spanisch-englisches Gestammel nicht selbst sehen musste, der Reporter war aber begeistert und versprach, einen guten Bericht daraus zusammen zu schneiden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Da in Ecuador ein anderes Gasanschlusssystem verwendet wird, versuchten wir noch in Kolumbien unsere fast leere Zweitflasche zu befüllen – aber wir hatten kein Glück. „No hay Gas“ (es gibt kein Gas) stand in großen Lettern an allen Abfüllstationen seit Popayan. In Ipiales gelang es uns dann doch, mit viel Überredungskunst und einigen Dollars, eine gefüllte Flasche aus dem „eisernen Bestand“ zu kaufen. Wir waren erleichtert und das ganze Team von Montangas hatte genug Zeit, um sich das Gassystem unseres Wohnmobils ganz ausführlich erklären zu lassen. Am nächsten Morgen verließen wir Kolumbien. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Zwei Monate haben wir in diesem schönen Land verbracht und ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. Wir waren uns erst nicht sicher, ob wir um Kolumbien einen großen Bogen machen sollten und sind heute sehr froh, dass wir uns nicht von kritischen und sicher auch überzogenen Berichten beeinflussen ließen. Während in fast allen Ländern Lateinamerikas die Kriminalität steigt hat es Kolumbien geschafft, die Kriminalitätsrate drastisch zu senken. Die Sicherheit in den Städten und auf den Hauptstraßen ist durch eine hohe Polizei- und Armeepräsenz jederzeit gewährleistet. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Kolumbien ist ein sauberes, modernes und sehr schönes Land. Die Menschen sind herzlich und aufgeschlossen. Sie leiden unter dem schlechten Ruf, den Kolumbien im Ausland hat und freuen sich über jeden Tourist, der ihr Land besucht und es von seiner angenehmen Seite kennen lernt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-3707651730775024272?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/3707651730775024272/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=3707651730775024272' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/3707651730775024272'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/3707651730775024272'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2011/03/28122010-12022011-durch-kolumbien_23.html' title='28.12.2010 – 12.02.2011: Durch Kolumbien'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-bmLZKZiMt50/TYom_amOVBI/AAAAAAAAAXA/IyrxRZa8rhk/s72-c/Kolumbien%2B2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-5653288505602344740</id><published>2011-03-15T01:31:00.006+01:00</published><updated>2011-03-15T02:10:00.249+01:00</updated><title type='text'>Die Nenana-Eiswette - knapp daneben getippt</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-eHEEEa6Itcg/TX65J2bOPsI/AAAAAAAAAWw/4IoXdISWJpc/s1600/Nenana%2BIce-Classic.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; FLOAT: left; HEIGHT: 300px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5584104166865649346" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-eHEEEa6Itcg/TX65J2bOPsI/AAAAAAAAAWw/4IoXdISWJpc/s400/Nenana%2BIce-Classic.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an die Nenana-Eiswette. Es ging darum, ganz genau vorherzusagen, wann auf dem Nenana-River das Eis bricht. Dafür wurde ein Dreibock auf das Eis gestellt, der über ein Seil mit einer Uhr verbunden war. Kippt der Dreibock, dann stoppt die Uhr. Ich bin schon etwas stolz, dass ich den 29.04.2010 richtig getippt hatte. Bei der genauen Uhrzeit lag ich leider knapp sieben Stunden daneben. Der Jackpot in Höhe von 279.030,00 US$ ging an drei Spieler aus Alaska. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-5653288505602344740?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.adn.com/2010/04/29/1256049/nenana-ice-classic-clock-stops.html' title='Die Nenana-Eiswette - knapp daneben getippt'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/5653288505602344740/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=5653288505602344740' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/5653288505602344740'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/5653288505602344740'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2011/03/die-nenana-eiswette-knapp-daneben.html' title='Die Nenana-Eiswette - knapp daneben getippt'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-eHEEEa6Itcg/TX65J2bOPsI/AAAAAAAAAWw/4IoXdISWJpc/s72-c/Nenana%2BIce-Classic.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-4354743351432875212</id><published>2011-02-22T13:38:00.007+01:00</published><updated>2011-02-22T14:09:34.762+01:00</updated><title type='text'>Die 1001-Tage-Tour im Kolumbienforum</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;In Santa Marta, im Norden Kolumbiens, trafen wir Eugenia und Volker Winkelmann. Die zwei betreiben eine kleine Reiseagentur und wissen fast alles über Land und Leute in Kolumbien. Auf ihrer informativen Website &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.santa-marta.de/"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;color:#ff0000;"&gt;www.Santa-Marta.de&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt; sowie im Kolumbienforum unter &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.kolumbienforum.net/"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;color:#ff0000;"&gt;www.Kolumbienforum.net&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; haben sie den unten stehenden kleinen Bericht über unsere Tour eingestellt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;strong&gt;Von Alaska nach Feuerland&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Bernd und Petra Hiltmann beim Stop in Santa Marta&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-_mP8H7kMpbw/TWOwlVx9bsI/AAAAAAAAAWo/VoXkpOjSmhU/s1600/Santa%2BMarta.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; FLOAT: left; HEIGHT: 300px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5576494919163145922" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-_mP8H7kMpbw/TWOwlVx9bsI/AAAAAAAAAWo/VoXkpOjSmhU/s400/Santa%2BMarta.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:130%;"&gt;Die beiden haben sich so richtig was vorgenommen: In knapp drei Jahren durch Amerika - von oben nach unten! &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:130%;"&gt;Und in der letzten Woche haben Sie sich hier in Santa Marta umgesehen und Ruhe getankt, dafür ist Santa Marta ja perfekt geeignet. Auf dem Campingplatz in der Calle 21 in Rodadero haben wir die Beiden - falsch - die Drei getroffen. Retriever Basko ist fester Bestandteil der Expedition und hatte hier ganz schön mit der Wärme und den Zancudos zu kämpfen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:130%;"&gt;Bei einem kühlen "Club Colombia" kamen wir ins Gespräch: Ab Mai 2009 sind Sie mit ihrem Hobby Siesta 650 unterwegs. Zuerst durch Kanada nach Alaska zum Beginn der Panamericana. Und ab dort nur noch den Globus runter! &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:130%;"&gt;Als typisch fleißiger Deutscher schreibt Bernd ein Reisetagebuch, auf &lt;/span&gt;&lt;a href="http://1001tageamerika.blogspot.com/" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:130%;color:#c70005;"&gt;1001 Tage Amerika&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:130%;"&gt; kann man seine Erlebnisse nachlesen. Auch beim Reisemobilhersteller gibt es unter &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.hobby-caravan.de/Abenteuer_Hobby/1001_Tage_374.html" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:130%;color:#c70005;"&gt;Abenteuer_Hobby/1001_Tage&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:130%;"&gt; weitere Informationen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:130%;"&gt;Hauptgesprächsthema an diesem Abend war aber die abenteuerliche Reise von Team und Gefährt von Panama nach Cartagena. Nicht nur die Straße ist in Panama unterbrochen, auch das Team wurde getrennt. Und hat erst unter widrigen Umständen wieder zusammengefunden. Alles nachzulesen in den nächsten Berichten der Beiden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:130%;"&gt;Ab heute sind die Drei wieder unterwegs. Zuerst nach Bogota: Die "Catedral de Sal" in Zipaquira wollen Sie sich unbedingt antun. Danach wieder auf die Panamericana Richtung Ecuador. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:130%;"&gt;Liebe Leser, eine Bitte: Wenn Ihr das Reisemobil mit dem Nummernschild "Alemania" irgendwo seht - geht hin und trinkt mit den beiden ein kühles "Club". Ihr werdet viele spannende Geschichten hören und die beiden sind auch sehr an den Besonderheiten der jeweiligen Region interessiert. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:130%;"&gt;Alles Gute für die weitere Reise und viele lustige und interessante Erlebnisse. So schön warm wie bei uns hier werdet ihr es ab jetzt nicht wieder haben! &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-4354743351432875212?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.kolumbienforum.net/viewtopic.php?f=7&amp;t=4129' title='Die 1001-Tage-Tour im Kolumbienforum'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/4354743351432875212/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=4354743351432875212' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/4354743351432875212'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/4354743351432875212'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2011/02/die-1001-tage-tour-im-kolumbienforum.html' title='Die 1001-Tage-Tour im Kolumbienforum'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-_mP8H7kMpbw/TWOwlVx9bsI/AAAAAAAAAWo/VoXkpOjSmhU/s72-c/Santa%2BMarta.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-7240392613994960198</id><published>2011-01-30T01:08:00.007+01:00</published><updated>2011-01-30T01:23:52.785+01:00</updated><title type='text'>21.11.2010 – 27.12.2010: Von San José (Costa Rica) nach Cartagena (Kolumbien)</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUSsnre7qvI/AAAAAAAAAV0/ynKzw7SAkfI/s1600/Costa%2BRica%2B3.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUSsnre7qvI/AAAAAAAAAV0/ynKzw7SAkfI/s400/Costa%2BRica%2B3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5567764837024115442" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Normale Tabelle";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:10.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-ansi-language:#0400;  mso-fareast-language:#0400;  mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;25.11.2010 – An der Karibikküste&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Fast zeitgleich mit dem Abflug unserer Tochter kam der Regen zurück. Noch einen Tag verbrachten wir auf dem Campingplatz in Belén und erledigten einige Dinge im Haushalt, dann haben wir das regnerische zentrale Hochland schnell verlassen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In Costa Rica wütete dieses Jahr, wie in fast allen zentralamerikanischen und einigen südamerikanischen Ländern, die schlimmste Regenzeit seit mehreren Jahrzehnten. Immer wieder kam es zu Straßensperrungen, weil die Fahrbahn von Erdmassen verschüttet oder eingebrochen war. Auch wir kamen an diesem Sonntag nicht sehr weit. Die einzige Verbindung zwischen San José und Puerto Limón war nicht passierbar. Noch vor der Mautstelle stauten sich die Fahrzeuge. Gut, dass wir unsere Wohnung immer dabei haben. Wir fuhren auf einen neben der Straße liegenden Parkplatz, um in Ruhe Kaffee zu trinken und die Situation zu beobachten. Als die Straßensperre bis zur Dunkelheit nicht aufgehoben wurde richteten wir uns für die Nacht ein. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Morgen waren wir eingekeilt zwischen Trucks, Lieferwagen und vielen PKW. Die Fahrer hatten die Nacht, so gut es ging, in ihren Autos verbracht und freuten sich über den Kaffee, den wir unseren unmittelbaren Nachbarn anboten. Für alle hätten unsere Vorräte nicht gereicht. Einige kamen mehrmals zu uns, um sich zu bedanken und dabei gleich noch mal einen Blick ins Innere des Hobby zu werfen. „Bonito, muy bonito“ hörten wir immer wieder. Dann war plötzlich Aufbruchstimmung. Die Fahrzeuge auf der Straße fuhren langsam an und auf dem Parkplatz rannten alle, nach einer flüchtigen Verabschiedung, zu ihren Autos, um schnell weiter zu kommen. Wir warteten noch eine halbe Stunde bis der Run vorüber war und konnten dann ohne viel Verkehr die Strecke bis Puerto Limón, der zweitgrössten Stadt Costa Ricas und dem wichtigsten wirtschaftlichen Zentrum an der Karibikküste, unter die Räder nehmen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die erst 1988 fertig gestellte Straße führte über die Cordillera Central und durch den Nationalpark Braulio Carillo in die karibische Küstenebene. Hier war nicht zu übersehen, was die Haupterwerbsquelle dieser Region ist. Auf großen Plätzen an der Straße standen tausende Kühlcontainer bereit, um mit den hier hervorragend gedeihenden Bananen gefüllt zu werden. Über den neuen Containerhafen in Moin werden sie dann in alle Welt exportiert. Der alte Hafen war seit dem schlimmen Erdbeben vom 22.04.1991 für große Handelsschiffe unzugänglich geworden, nachdem sich das vor der Küste liegende Korallenriff um 1,5 Meter gehoben hat. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Bewohner von Puerto Limón sind ein zusammen gewürfeltes Völkchen europäischer, asiatischer und afrikanischer Herkunft, die durch den Eisenbahnbau, Ende des 19. Jahrhunderts, hier Arbeit fanden. Von San José ignoriert, führten sie ein Leben abseits der restlichen Gesellschaft und erst 1948 erhielten sie alle staatsbürgerlichen Rechte. Ihre Nachfahren verrichten heute die schlechtbezahlte Knochenarbeit in den Bananenplantagen oder schlagen sich mit Gelegenheitsarbeit durch. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Diesen Umständen ist es geschuldet, dass Puerto Limón eine von Kriminalität, Prostition und hoher Arbeitslosigkeit geprägte schmutzige Hafenstadt ist, die kaum zum längeren Verweilen einlädt. Die überwiegend schwarzhäutigen Menschen blickten grimmig, bettelten uns an oder machten Gesten, die uns alles andere als Willkommen heißen sollten. Wir hatten bei der Fahrt durch die Stadt kein gutes Gefühl und waren froh, als wir die letzten ärmlichen Hütten am Stadtrand hinter uns gelassen hatten. An der Karibikküste fuhren wir weiter südwärts. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Kurz hinter Cahuita, einem der touristischen Hauptziele an der Karibikküste Costa Ricas, liegt, am Rande des Cahuita-Nationalparks, eine alte Kakaoplantage. Hier verbrachten wir einen ganzen Tag zwischen tropischer Vegetation, beobachteten Tiere, paddelten mit einem Kanu zum Meer und relaxten am Pool. Am Nachmittag trafen wir Wolle (Wolfgang), den deutschen Besitzer, der uns spontan in seine Lodge bei Puerto Viejo einlud. Hier konnten wir mit dem Wohnmobil unter Palmen stehen, hatten Wasser, Stromanschluss und vor allem eine riesige Büchersammlung zur Verfügung, wo wir unsere gelesenen Bücher gegen andere tauschen konnten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Der karibische Strand, gleich hinter der Lodge, ist erst seit dem Erdbeben von 1991 in der heutigen Breite vorhanden. Hier hatte die Anhebung des Meeresbodens einen positiven Effekt und das gehobene Korallenriff hält hohe Wellen und Haie ab. Die ganze Küste ab Puerto Viejo südwärts wurde zum Naturschutzgebiet erklärt, mit strengen Bauauflagen und dem Verbot von Motorbooten in Küstennähe. So hat sich hier eine typisch karibische Küstenlandschaft erhalten, die uns täglich neu faszinierte. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Eine Woche gönnten wir uns dann noch auf dem naturnahen Campingplatz in Punta Uva, bis es Zeit wurde nach Panama weiterzufahren. Wir wollten noch rechtzeitig vor Weihnachten unser Wohnmobil nach Kolumbien verschiffen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUSs5h2JXoI/AAAAAAAAAV8/BfJk_pvmQ3c/s1600/panama.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUSs5h2JXoI/AAAAAAAAAV8/BfJk_pvmQ3c/s400/panama.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5567765143674773122" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Normale Tabelle";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:10.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-ansi-language:#0400;  mso-fareast-language:#0400;  mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;05.12.2010 – Die Inselwelt „Bocas del Toro“&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nur wenige Kilometer trennten uns noch von der Grenze zu Panama. Wir fuhren durch eine vom Bananenanbau geprägte Landschaft. Zu beiden Seiten der Straße erstreckten sich riesige Bananenplantagen, unterbrochen von kleinen primitiven Siedlungen der Bananenarbeiter und einigen Verpackungsstationen. Der Bananenanbau ist hier die einzige Erwerbsmöglichkeit, er schafft Arbeit und ein bescheidenes Einkommen – aber auch viele ökologische und gesundheitliche Probleme. Die Bananenpflanzen laugen den Boden derart aus, dass er nach 8 bis 10 Jahren nicht mehr nutzbar ist und mehrere Jahre brachliegen muss. So werden neue Flächen benötigt, die meist durch die Abholzung des Regenwaldes gewonnen werden. Um den Ertrag zu erhöhen werden Unmengen, das Grundwasser belastende, Kunstdünger verwendet. Noch kritischer ist der großflächige Einsatz von Pestiziden, die in Europa längst verboten sind. Eine erhöhte Säuglingssterblichkeit, viele Krebserkrankungen und die Unfruchtbarkeit von Frauen und Männern sind der Preis, den die Bananenarbeiter bezahlen – ihr Lohn dagegen beträgt gerade mal 10 – 14 US$ täglich. Ein Betrag, mit dem man in Costa Rica gerade so überleben kann. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mit diesen letzten Eindrücken verließen wir Costa Rica und begaben uns auf die abenteuerliche Fahrt über die alte Eisenbahnbrücke, die den Grenzfluss Rio Sixaola überspannt. Die Brücke war voller Menschen, sie nutzten das Preisgefälle zwischen Costa Rica und Panama und kauften alle erdenklichen Dinge in Panama. Autos haben wir auf der Brücke nicht gesehen und so waren wir nicht sicher, ob die Brücke für unser Wohnmobil überhaupt freigegeben ist. Der Grenzbeamte in Costa Rica winkte uns mit einem ungeduldigen „Adelante, Adelante“ durch, und so fuhren wir langsam, mit einem etwas mulmigen Gefühl, weiter. Beidseitig von den alten Schienen waren lockere Holzbohlen aufgelegt, die teilweise so verrutscht waren, dass unser Vorderrad gut dazwischen gepasst hätte. Die Fußgänger mit ihren Großeinkäufen, selbst Matratzen und Autoreifen wurden rübergeschleppt, mussten sich an das wackelige Brückengeländer drücken, um uns vorbei zu lassen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am anderen Ende der Brücke waren die Einreiseformalitäten für Panama zu erledigen. Aus den Berichten anderer Globetrotter wussten wir, dass in den Einreisepapieren kein Fehler sein darf, um den Verschiffungsprozess in Panama nicht zu komplizieren. Nach Abschluss der Einreiseprozedur ging ich mit allen Papieren zum Wohnmobil und verglich gemeinsam mit Petra die Eintragungen. Wie sollte es anders sein, die Motornummer war falsch, eine Ziffer fehlte. Ich ging zurück und ließ das Einreisepermit und den Passeintrag ändern, aber jetzt wurde der zweite Fehler gemacht. Auf der alten Schreimaschine, die der Korrektur diente, hämmerte der Beamte, noch ehe ich reagieren konnte, statt einem S eine 5 in das Dokument. Er sah es aber locker, mit Tipp-Ex und einer handschriftlichen Korrektur wurde alles gerade gebogen. Nun wollte ich wenigstens noch einen Stempel auf den Eintrag haben, so dass man erkennen konnte, dass die Tipp-Ex-Korrektur vor dem Stempeln erfolgte. Aber auch das überforderte den Einreisebeamten und er drückte den Stempel beim ersten Mal irgendwo hin, nur nicht auf die korrigierte Stelle. Am Ende hatte ich einen Eintrag in meinem Pass, der bei Zoll und Polizei in Panama-City nur noch Kopfschütteln erzeugte. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Gleich hinter dem Grenzübergang befanden wir uns inmitten lärmender Händler, überfüllter Bars und drängelnder Schnäppchenjäger im Grenzort Guabito. Wir waren froh, diesen Ort schnell hinter uns zu lassen und fuhren in Richtung Almirante. Zumindest dachten wir das, bis wir uns total verfahren hatten. Kein Hinweisschild zeigte uns den Weg und für Panama fehlte uns die GPS-Karte. Nach einer Irrfahrt befanden wir uns dann endlich auf der richtigen Straße nach Almirante, die mit vielen Kurven durch einen dichten Küstenwald führte und keine Möglichkeit zum Parken und Übernachten bot. Glücklicherweise war die Straße in einem guten Zustand und so erreichten wir Almirante gegen 20:00 Uhr. Ein hilfsbereiter Passant zeigte uns den Weg zu einem Hotel, bei dem wir über Nacht stehen konnten - und verlangte dafür „A little tip please“, bitte ein kleines Trinkgeld. Wir hatten so etwas von Mexiko bis hierher noch nie erlebt und waren etwas überrascht. Es ist in Panama aber normal, dass für jede kleine Hilfeleistung ein Trinkgeld erwartet oder sogar verlangt wird - zumindest von uns Touristen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Tag erkundeten wir die Inselwelt des Archipels Bocas del Toro, in der Bucht von Almirante gelegen. Von Almirante brachte uns ein Wassertaxi zur Provinzhauptstadt Bocas del Toro auf der Isla Colon. Der Ort hat karibisches Flair. Holzbauten mit Veranden und Balkonen säumen die Straßen und erinnern an die alte Südstaatenarchitektur der USA. Viele Häuser sind heute im Besitz von Ausländern, darunter viele Europäer, die sich mit Hotels, Bars oder Restaurants eine Existenz unter tropischer Sonne aufgebaut haben. In Bocas charterten wir ein Boot und fuhren hinein, in die Bahia de Almirante.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Kolumbus und seine Mannschaft waren die ersten Europäer, die diese Bucht entdeckten und sie ihm zu Ehren Bahia de Almirante, Bucht des Admirals, nannten. Noch heute wird Kolumbus hier sehr verehrt. In seinen Aufzeichnungen schrieb er: &lt;i style=""&gt;„… die Meeresbucht… besaß&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;viele Inseln und Inselchen und drei oder vier Öffnungen, die es den Schiffen ermöglichten, hineinzutreten und ruhig weiterzusegeln. Zwischen diesen Inselchen fuhren die Schiffe wie auf einer Straße und die Segel und Seile berührten die Zweige der Bäume …“.&lt;/i&gt; Diese Beschreibung ging uns durch den Kopf, als unser kleines Boot zwischen den zumeist unbewohnten, mit Mangroven bewachsenen, Inseln hindurch fuhr. An einigen Inseln haben wir angelegt, an den von glasklarem Wasser umspülten Stränden gebadet und am Korallenriff geschnorchelt. Es war absolut beeindruckend, welche Farbenpracht unter Wasser entstanden ist. Wie ein blühender Steingarten, in dem jedoch die bunten Fische fehlen, die hier, ganz ohne Scheu um mich herum schwammen und die Idylle perfekt machten. Es war ein wunderschöner Ausflug und Basko war auch zufrieden, er durfte den ganzen Tag dabei sein. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir blieben noch eine Nacht in Almirante und fuhren am nächsten Morgen nach David, an der Pazifikseite, und von dort im Regen auf der Panamericana nach Panama City.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;10.12.2010 – Organisation ist alles&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In Panama City führte uns unser erster Weg zu Barwil-Shipping-Agencies. Der Parkplatz vor dem Businesscenter war leer und nach einer halben Stunde wussten wir auch warum. Es war Dia de La Madre – Muttertag in Panama. Es regnete wieder mal und wir hatten keine Lust noch mal wegzufahren. Auf dem großen Parkplatz verbrachten wir die Nacht, und am nächsten Morgen standen wir Punkt 08:00 Uhr im Büro von Barwil. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Evelyn Batista, aus vielen Reiseberichten bekannt, nahm sich sofort Zeit für uns und checkte die Möglichkeiten. Wir wollten unser Wohnmobil gern mit einem Ro-Ro-Schiff (Roll-on Roll-off) nach Kolumbien transportieren, aber das nächstmögliche Schiff wäre schon ausgebucht. Wir wissen bis heute nicht warum, aber Evelyn hat uns mit viel Überzeugungskraft zur Lo-Lo-Verschiffung (Lift-on Lift-off) geraten. Da wir noch vor Weihnachten alles erledigt haben wollten entschieden wir uns gezwungenermaßen für diese Option. Bei Lo-Lo wird das Wohnmobil auf eine 40“ Plattform (Flatrack) gefahren und auf dem Schiff als oberstes Ladegut transportiert. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach gut einer Stunde war die Verschiffung mit der Haneburg, planmäßige Abfahrt in Colon am 15.12.2010, gebucht, und wir hatten einen Laufzettel für die nächsten Erledigungen in der Hand. Die erste Anlaufstelle war die PTJ, die Policia Tecnica Judicial (N 08° 57,951’ W 79° 32,674’) in Panama City. Der&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;kleine Parkplatz der technischen Polizeidienststelle sah etwas verwahrlost aus und grenzte direkt an die Slums von Curundú. Das Gebiet ist alles andere als sicher. Während der Fahrzeuginspektion, die ganz schnell und unkompliziert ablief und sich auf die Kontrolle der Fahrgestellnummer und des Kennzeichens beschränkte, hörten wir Schüsse. Der Beamte meinte, das wäre hier Normalität. Immer wieder gibt es in den Slums Bandenkriege und auch Morde. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Schnell verließen wir diesen Teil der Stadt. Unser Ziel waren die Miraflores-Schleusen des Panamakanals – aber der Kanalbetrieb lief erst so langsam wieder an. Der starke Regen der letzten Tage hatte dazu geführt, dass der Kanal das erste Mal in seiner fast 100-jährigen Geschichte gesperrt werden musste. Die Sicht war so eingeschränkt, dass die Schiffe nicht mehr sicher in die Schleusen einlaufen konnten. Auf der Rückfahrt sahen wir neben der Straße den Franzosenfriedhof mit tausenden kleinen Kreuzen für die Opfer des Kanalbaus. 75.000 Arbeiter waren am Kanalbau beteiligt und jeder dritte ließ sein Leben für dieses technische Mammutprojekt. Vor allem in der ersten Bauphase unter französischer Leitung starben 20.000 Arbeiter an Gelbfieber oder Malaria. Die Kosten für den Bau des Kanals betrugen für die USA, die den Kanal nach dem Scheitern des französischen Projektes übernommen hatten, 427 Millionen US $. Gut investiertes Geld, bedenkt man, dass die Schiffe heute bis zu 250.000 US $ für eine Kanaldurchfahrt bezahlen. Für die Reedereien ist es trotzdem die günstigste und schnellste Alternative, denn die 30.000 Kilometer lange Umschiffung von Kap Hoorn würde ein Vielfaches davon kosten, ganz abgesehen von der Zeitersparnis. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Beeindruckt von der menschlichen Bauleistung und der technischen Dimension des Kanals fuhren wir zurück nach Panama City, um unseren zweiten Termin im Secretaria General der Policia National, nahe der PTJ, &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;wahrzunehmen. Hier wurde uns schriftlich bestätigt, dass die Angaben auf dem Einfuhrdokument unseres Wohnmobils korrekt sind, wir keine offenen Verkehrsstrafen haben und auch nicht von Interpol gesucht werden. Das war ja schon mal beruhigend.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mit diesem wichtigen Papier sind wir wieder zu Barwil gefahren, haben die Fahrzeugverschiffung bezahlt und die Dokumente für die Fahrzeugabgabe in Colon erhalten. Die Bezahlung war nur in bar möglich. Wir hatten rechtzeitig begonnen Geld abzuheben, da wir pro Tag nur 500 US $ am Geldautomat bekamen. Mit zwei Kreditkarten ging es entsprechend schneller. Am nächsten Tag hat Evelyn noch unsere Flüge und das Hotel Bella Vista in Cartagena gebucht. Die Flugbuchung war nicht ganz problemlos, weil Mitte Dezember in Panama und Kolumbien die Haupturlaubszeit beginnt. Die Flüge waren weitestgehend ausgebucht und sehr teuer. Nur bei einer Gesellschaft war es möglich Basko in seiner Flugbox mitzunehmen. Es war ein Flug mit Zwischenlandung in Bogotá, wir waren uns aber sicher, dass der 4-stündige Flug incl. Aufenthalt in Bogotá für Basko zumutbar sei - ein großer Irrtum, wie sich später noch herausstellen wird.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mittlerweile war es Freitagnachmittag und wir hatten fast alles beisammen. Fahrzeugabgabe in Colon am Montag, Flug am Dienstag und planmäßiges Auslaufen der Haneburg am Mittwoch - jetzt brauchten wir nur noch eine tierärztliche Untersuchung für Basko. Ein Tierarzt war schnell gefunden und die Untersuchung stellte auch kein Problem dar, da Baskos Dokumente vollständig und alle Impfungen ordentlich eingetragen waren. Das Problem lag in den Vorschriften des Staates Panama. Die Untersuchung musste von einer Regierungsdienststelle bestätigt werden - und das dauert normalerweise, incl. der Postlaufzeiten, 5 Arbeitstage. Viel zu lange für unseren Zeitplan. Was nun, gibt es keine andere Lösung? In Panama lässt sich vieles mit Geld regeln, und die junge Tierärztin hatte dann die Idee eine Agentur zu beauftragen, die das Dokument in einem Tag bestätigen lässt. Es funktionierte wirklich. Am Montagmittag wurde uns das gelbe, vom Gouvernement bestätigte Formular ins Hotel gebracht, und wir bezahlten für diese Dienstleistung 100 US $. Notlagen werden eben ausgenutzt. Das galt übrigens genau so für die Verschiffung. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Diese war nur notwendig, weil die Panamericana zwischen Panama und Kolumbien, auf einer Strecke von etwa 100 km, unterbrochen ist. Den Amerikanern war es ganz recht, dass es durch den Darien keine Straßenverbindung gab und sie setzten sich dafür ein, dass es auch so blieb. Man glaubte, so den ungehinderten Transport von Rauschgift zwischen Süd- und Zentralamerika zu unterbinden. Mittlerweile ist der fast unzugängliche Urwald des Darien das Rückzugsgebiet der Guerillas und ein wichtiger Drogenkorridor nach Panama. Der Bau der Panamericana durch den sogenannten Darien-Gap ist in weite Ferne gerückt. Es besteht nur die Möglichkeit, auf der Atlantik- oder der Pazifikseite, dieses Gebiet zu umschiffen. Da es keine Fähre gibt bleibt nur der Transport mit einem Frachtschiff, und die wenigen zuverlässigen Schifffahrtsgesellschaften verlangen unmoralische Preise. Für die knapp 200 Kilometer von Colon nach Cartagena haben wir fast genau soviel bezahlt, wie für die Verschiffung von Hamburg nach Halifax. Es sind die teuersten 200 Kilometer unserer Reise.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Tage bis zum Flug nach Kolumbien verbrachten wir im Hostal Amador (N 08° 56.960’ W 79° 33.332’), nahe der Altstadt von Panama City. Hier konnten wir mit dem Wohnmobil auf dem Grundstück stehen und nach der Fahrzeugabgabe im Hostal schlafen. Wir fühlten uns sehr wohl, das Personal war nett und sehr hilfsbereit. Neben der Vorbereitung unseres Wohnmobils für den Seetransport, unter anderen haben wir eine Sperrholz-Trennwand zwischen Fahrerkabine und Wohnraum eingebaut, hatten wir noch genügend Zeit die Stadt zu erkunden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Panama City ist eine hochmoderne Weltstadt und ein internationales Bankenzentrum. Acht der zehn größten Hochhäuser Lateinamerikas stehen hier, die Shoppingcenter sind fast noch größer als in Nordamerika und der Altstadt wird gerade mit viel Liebe fürs Detail neues Leben eingehaucht. Eine rundum schöne Stadt, gäbe es nicht die verwahrlosten Slums, das Ghetto von Panama City, mitten in der Stadt. Nicht einmal tagsüber sollte man sich als Tourist in den Elendsvierteln El Chorrillo, Curundú und im Distrito San Miguelito aufhalten. Bei einer Fahrt mit dem Taxi sahen wir das ganze Ausmaß dieser trostlosen Gegend. Anders als in anderen Großstädten Mittelamerikas wohnen die Menschen hier nicht in Hütten am Stadtrand, sondern in baufälligen Hochhäusern mitten in der Stadt. Das Abwasser lief die Wände runter und es strotzte vor Schmutz und Verfall. Wer hier lebt hat sicher kaum eine Chance, aus diesem Milieu rauszukommen. Gewalt, Kriminalität und Drogenkonsum bestimmen das Leben in den Slums und selbst die Polizei patrouilliert nur am Rande dieser Gebiete. Für uns war dieser Kontrast zwischen verschwenderischem Reichtum und bitterer Armut auf engsten Raum sehr bedrückend und wir fragten uns, ob für diese Menschen wirklich keine Perspektive geschaffen werden kann.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;13.12.2010 – Abschied in Colon &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am Montagmorgen war ich schon gegen 07:00 Uhr auf dem Weg von Panama City (Pazifik) nach Colon (Atlantik). Petra blieb mit Basko im Hostal. Die Fahrt verlief recht unproblematisch, obwohl auch diese Straße unter den Regenfällen der letzten Tage und Wochen stark gelitten hatte. Ganze Abschnitte waren weggespült und nur provisorisch wieder hergerichtet. Mein erster Anlaufpunkt in Colon war das Büro von Wilhelmsen Ships Service (N 09° 21.903’ W 79° 52.844’) im Ortsteil Manzanillo. Hier bekam ich das Bill of Loading (BOL) und weitere Frachtpapiere mit den notwendigen Kopien. Mit diesen Papieren fuhr ich zum Zoll (N 09° 20.771’ W 79° 52.700’), wo das Auto aus meinem Pass gelöscht wurde, so dass unser Hobby und ich das Land auf getrennten Wegen verlassen konnten. Dann noch die Fahrt zum Hafen Cristóbal (N 09° 21.129’ W 79° 54.177’). &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Leider hatte ich noch keine GPS-Daten und mit der groben Karte der Agentur hab ich mich verfahren. Ich verpasste den Abzweig an einer Straßengabelung und kam immer weiter hinein, in die kritischen Stadtviertel von Colon. Die Slums von Panama City sind schon bedrückend, aber in Colon ist alles noch hoffnungsloser. Die ganze Stadt ist vom Verfall bedroht. Sie ist ein großes Ghetto aus kaum bewohnbaren, morschen Holzhäusern. Jugendliche lungerten in Gruppen auf den Straßen herum und blickten mich feindselig an. In ihren Augen sah ich Hoffnungslosigkeit, aber auch eine gewisse Arroganz mir gegenüber. Ich passte mit meinem modernen Wohnmobil einfach nicht hierher. Dann machte ich noch den Fehler und bog, weil es keinerlei Hinweisschilder gab, in falscher Richtung in eine Einbahnstraße ein. Wie komme ich hier bloß wieder raus? Ein freundlicher älterer Mann zeigte mir die Richtung zum Hafen. An der nächsten Ecke stand wieder eine jugendliche Bande, sie versperrten mir den Weg. Langsam fuhr ich weiter – bloß jetzt hier nicht anhalten. Da hörte ich von hinten einen Schlag am Wohnmobil. Erst am Hafen sah ich die Ursache, die Jungs haben Steine auf das Wohnmobil geschossen und einer hatte die Rückwand getroffen. Ich war verärgert, aber auch froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Abgabe des Wohnmobils im Hafen lief dann recht professionell ab. Es wurde alles begutachtet und jedes Detail, vom kleinsten Kratzer bis zum fehlenden Zigarettenanzünder, in ein Protokoll aufgenommen. Nach zwei weiteren Fahrzeuginspektionen hatte man dann wohl genügend verschiedene Protokolle mit dem gleichen Inhalt ausgefüllt. Ich wurde von Fensterchen zu Fensterchen geschickt, und jede der netten Damen verpasste meinen Frachtpapieren einen anderen Stempel. Ich hatte es dann aufgegeben, den Sinn dieses bürokratischen Prozesses verstehen zu wollen. Und dann hieß es Abschied nehmen von unserem rollenden Zuhause. Ich musste ihn in einer Halle auf dem Hafengelände abstellen und konnte somit die Verladung auf die Plattform leider nicht selbst überwachen. Unser Schiff, die Haneburg, sollte erst am Freitag, mit zwei Tagen Verspätung, von Colon auslaufen. Ich konnte nur hoffen, dass beim Rangieren und beim Verzurren des Wohnmobils auf der Plattform kein Schaden angerichtet wird. Direkt vor der Hafeneinfahrt fuhr der Expressbus nach Panama-City ab und nach 2 Stunden war ich wieder bei Petra und Basko im Hostal.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUStvN9e57I/AAAAAAAAAWE/mrfbUh5p4_s/s1600/Kolumbien%2B1.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUStvN9e57I/AAAAAAAAAWE/mrfbUh5p4_s/s400/Kolumbien%2B1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5567766066049771442" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Normale Tabelle";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:10.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-ansi-language:#0400;  mso-fareast-language:#0400;  mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;14.12.2010 – Flug mit Hindernissen &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Da der Taxifahrer und auch wir eine zusätzliche halbe Stunde Sicherheit aufgeschlagen hatten standen wir überpünktlich am internationalen Flughafen Panama City. Basko lag ganz ruhig in seiner Flugbox und betrachtete das hektische Treiben um sich herum mit Gelassenheit. Seine Beruhigungstabletten begannen langsam zu wirken. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Beim Check-in dann die erste Überraschung. „Sie haben kein Weiterreiseticket, dann können wir sie nicht befördern“ war die lakonische Aussage des etwas arrogant wirkenden Mitarbeiters der Fluggesellschaft. „Sie können gern bei uns ein Weiterreiserticket buchen“. Das war das Letzte, was wir wollten. Die Supervisorin des Check-in war wesentlich angenehmer im Umgang. Wir erläuterten ihr, dass wir mit unserem Wohnmobil aus Kolumbien ausreisen werden, zeigten ihr die Frachtpapiere für die Verschiffung und berichteten kurz über unsere Reise von Alaska bis nach Feuerland. Recht schnell hatte die junge Frau ihre Entscheidung getroffen und ihren Mitarbeiter angewiesen uns einzuchecken. Basko kam mit seiner Box auf das Gepäckband und ehe wir uns versahen war er über die Rutsche, zwischen den anderen Gepäckstücken, verschwunden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Über die 30 Minuten Verspätung in Panama und weitere 3 Stunden in Bogotá haben wir hinweggesehen. Es blieb nur die Sorge, ob Baskos Beruhigungstabletten noch wirken. Endlich waren wir in Cartagena gelandet, standen am Gepäckband und warteten auf unseren Basko und unser Gepäck. Die Transportarbeiter schüttelten auf unsere Frage nach Basko immer nur den Kopf. Ein Hund wäre nicht an Bord gewesen. Wir warteten geduldig, bis auch das letzte Gepäckstück auf dem Band lag. Mehrere Koffer kamen immer wieder vorbei, offensichtlich waren sie im falschen Flugzeug, dafür hatten mindestens fünf Reisende kein Gepäck – und wir gehörten dazu. Basko und auch unsere Reisetasche waren unauffindbar. Für die Fluggesellschaft erschöpfte sich der Service im Ausfüllen eines Verlustprotokolls, ich erwartete aber konkrete Informationen und verlangte von dem Mitarbeiter nachzuforschen, wo unser Basko vergessen wurde. Nach einigen Anrufen kam er mit der Information zurück, dass Basko noch in Bogotá steht und am nächsten Morgen mit der ersten Maschine nach Cartagena kommt und zu uns ins Hotel gebracht wird. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Es war eine schlaflose Nacht und wir haben mit unserem Basko gelitten, der in Bogotá auf irgendeinem Gepäckwagen einsam die kalte Nacht verbringen musste. Am nächsten Morgen riefen wir fast stündlich beim Flughafen an. Der Sohn der Restaurantbetreiberin sprach etwas Deutsch und half uns bei den Anrufen. Wir fühlten uns an der Nase herumgeführt, denn bei jedem Anruf bekamen wir eine andere Ausrede zu hören. Dann, nach 12:00 Uhr, war Basko in Cartagena angekommen und wir hatten wieder die Zusicherung, dass er in spätestens einer Stunde ins Hotel gebracht wird. Gegen 02:00 Uhr riss uns der Geduldsfaden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir fuhren zum Flughafen, stürmten, vorbei an den Sicherheitsbeamten, die uns vergeblich aufzuhalten versuchten, in die Gepäckabfertigung und machten dort unserem Ärger richtig Luft. Das uns niemand verstand, weil wir auf Deutsch geschimpft haben, war nebensächlich. Die Angestellten und vor allem der Chef des Reklamationsbüros, der uns den halben Tag verschaukelt hatte, waren erschrocken und sichtlich eingeschüchtert. Unser Basko wurde gebracht, doch er freute sich nur verhalten über das Wiedersehen mit uns. Er hatte sicher nicht verstanden, warum wir ihn fast 24 Stunden in der Box eingesperrt haben und verschwunden waren. Wir denken auch, dass er in dieser Zeit weder mit Futter noch mit Wasser versorgt wurde. Petra war überglücklich, ich aber immer noch verärgert. Als kleine Genugtuung habe ich den vollen Flugpreis für Basko zurückgefordert und auf Grund meiner Hartnäckigkeit auch erhalten. Zwischenzeitlich hatte sich unser Basko auch wieder von den Strapazen erholt. Er war gesund und aufgeweckt wie immer. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Das war ja noch mal gut gegangen. Aber was werden wir im Hafen von Cartagena erleben?&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;23.12.2010 – Wir sind wieder komplett&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Um es vorweg zu nehmen, es gab mit der Abholung unseres Wohnmobils aus dem Hafen von Cartagena keine Probleme, sieht man mal von dem Umstand ab, dass das Schiff erst am Mittwoch den 22.12.2010, also mit fast einer Woche Verspätung, in Cartagena ankam. In Panama hatten wir von der Agentur eine Checkliste zur Fahrzeugabholung erhalten. 11 Punkte waren abzuarbeiten, viele verschiedene Dienststellen zu kontaktieren und die Einfuhr des Wohnmobils beim Zoll zu organisieren. Wir haben uns diesmal für den Easy Way, den leichten Weg, entschieden und Manfred Alwardt beauftragt. Manfred ist ein Deutscher, der seit 25 Jahren in Cartagena lebt und eine Agentur betreibt. Und Manfred ist ein Original, etwas gewöhnungsbedürftig, aber ein absolutes Schlitzohr. Er kennt alle Tricks und Kniffe. Nach knapp 5 Stunden hatten wir das Wohnmobil aus dem Hafen raus und in Kolumbien regulär eingeführt. Wir trafen andere Reisende, die für den gleichen Vorgang 2 Tage und mehr benötigten. Dabei haben wir auch noch mächtig an den Hafengebühren gespart. Also, Manfred war sein Geld unbedingt wert. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am Nachmittag des 23.12.2010, ein Tag vor Weihnachten, waren wir wieder komplett. Wir räumten unser Hotelzimmer und schliefen die erste Nacht wieder im eigenen Bett - was für ein Genuss. Jetzt hatten wir auch die innere Ruhe, uns auf das bevorstehende Weihnachtsfest zu besinnen. Die gelungene Überfahrt nach Südamerika war in diesem Jahr unser gemeinsames Weihnachtsgeschenk. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Den Weihnachtsabend verbrachten wir auf Einladung der Besitzerin im Hotel Bella Vista. Wie in Kolumbien üblich, feierte man das Weihnachtsfest mit Familie und Freunden. Gegen 22:00 Uhr wurde das Weihnachtsmenü serviert. Geflügel, Schweine- und Rindfleisch, Hackbraten, verschiedene Salate und Beilagen kamen auf den Tisch, ein Dessert rundete das Festessen ab und dann erklangen lateinamerikanische Rhythmen. Erst um Mitternacht wünschten sich alle Feliz Navidad – Frohe Weihnachten und tauschten kleine Geschenke aus. Auch für uns war, völlig unerwartet, eine kleine Aufmerksamkeit dabei.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die nächsten Tage nutzten wir, um unseren Hobby wieder reisefertig zu machen und die märchenhaft schöne Kolonialstadt Cartagena zu erkunden. Manche meinen, es sei die schönste Stadt Südamerikas, das Highlight von Kolumbien ist sie aber ganz sicher. Von einer dicken Festungsmauer umgeben, die nach den Überfall der Piraten um Francis Drake gebaut wurde, wirkt die Altstadt wie vor 300 Jahren. Bunte Häuserfassaden, gedrechselte Balkongeländer, Eingangsportale aus massivem Holz mit schmiedeeisernen Beschlägen – an jeder Ecke der Altstadt gab es Interessantes zu besichtigen. Die Kirchen sahen aus, als wären sie mit Zuckerguss dekoriert. In den engen kopfsteingepflasterten Straßen schoben Obstverkäufer ihre Karren zum nächsten Kunden und unzählige fliegende Händler bevölkerten die Altstadt. Sie boten alles Mögliche an, Fruchtsaft, Zuckerwatte, Chips und vor allem Tinto, den starken schwarzen Kaffee. Wir haben uns in Cartagena verliebt und verließen die Stadt nur ungern, aber Kolumbien bietet noch so viel Sehenswertes und unser Visum ist nur 60 Tage gültig. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-7240392613994960198?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/7240392613994960198/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=7240392613994960198' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/7240392613994960198'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/7240392613994960198'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2011/01/21112010-27122010-von-san-jose-costa.html' title='21.11.2010 – 27.12.2010: Von San José (Costa Rica) nach Cartagena (Kolumbien)'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUSsnre7qvI/AAAAAAAAAV0/ynKzw7SAkfI/s72-c/Costa%2BRica%2B3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-290931346032204493</id><published>2011-01-27T01:33:00.014+01:00</published><updated>2011-01-30T01:52:07.872+01:00</updated><title type='text'>Hier unser neuester Bericht im Reisemagazin "Hobby heute"</title><content type='html'>&lt;span style=";font-family:arial;font-size:130%;"  &gt;Wer den Bericht im Original lesen möchte, der kann das tolle Reisemagazin "Hobby heute" auf der Hobby-Website als Probeexemplar bestellen (Überschrift ist verlinkt) und dann mit dem Coupon im Heft kostenlos abonnieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUS04aofqmI/AAAAAAAAAWc/v2p7HONeSVU/s1600/Mexiko%2B1.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 300px; height: 400px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUS04aofqmI/AAAAAAAAAWc/v2p7HONeSVU/s400/Mexiko%2B1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5567773920651618914" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUC_OO19QpI/AAAAAAAAAVc/qHsh-DGCHbM/s1600/Mexiko%2B2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 300px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUC_OO19QpI/AAAAAAAAAVc/qHsh-DGCHbM/s400/Mexiko%2B2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5566659390653416082" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUC_ONOoBxI/AAAAAAAAAVU/Mu8p606G_is/s1600/Mexiko%2B3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; 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margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 300px; height: 400px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUSwUiBmcDI/AAAAAAAAAWM/CeR41oCTrYY/s400/Mexiko%2B6.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5567768906114166834" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUC-2GRF69I/AAAAAAAAAU0/b7F_ETW8M4c/s1600/Mexiko%2B7.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 300px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUC-2GRF69I/AAAAAAAAAU0/b7F_ETW8M4c/s400/Mexiko%2B7.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5566658976034450386" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TUC-1-4B1oI/AAAAAAAAAUs/KvQ0FYnwSdc/s1600/Mexiko%2B8.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; 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margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TSNyJIVjBkI/AAAAAAAAAUU/3RmjNHnmdOs/s400/Costa%2BRica%2B2.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5558411866287572546" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Normale Tabelle";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:10.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-ansi-language:#0400;  mso-fareast-language:#0400;  mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;06.11.2010 – Regen, Kaffee und ein unsichtbarer Vulkan&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Auf unserer Fahrt nach San José schüttete es wie aus Eimern. Felder und Wiesen, aber auch viele Ortschaften standen unter Wasser und die Straße war an mehreren Stellen durch Erdrutsche verschüttet. Mit schwerer Technik wurde wenigstens eine Fahrspur frei geschoben, so dass der Verkehr wieder rollen konnte. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mit reichlich Verspätung kamen wir erst am Nachmittag auf dem, in Flughafennähe liegenden Campingplatz in Belén an – aber auch hier stand alles unter Wasser. Auf dem großen Parkplatz eines Flughafenhotels fanden wir dann den richtigen Platz für die erste Nacht mit unserer Tochter. Kurz danach kam die SMS von Katharina, sie war pünktlich in San José gelandet. Nach wenigen Minuten waren wir am Aeroporto und freuten uns auf das Wiedersehen. Basko spürte auch, dass etwas Außergewöhnliches bevorstand. Er war ganz aufgeregt, und als Kathi dann durch das Gate kam war er nicht mehr zu halten. Ehe wir es verhindern konnten sprang er aus dem Wohnmobil, rannte zu unserer Tochter und begrüßte sie auf seine Weise. Er sprang sie immer wieder an und gab eigenartige Laute der Freude von sich. Die anderen Reisenden amüsierten sich über dieses Schauspiel und Basko war der Hauptdarsteller. Wir waren mindestens genau so glücklich wie Basko und freuten uns auf die gemeinsamen Tage. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Der erste gemeinsame Abend ist immer etwas Besonderes. Kathi hatte wieder einige Delikatessen, ein wichtiges Ersatzteil für unsere Luftfederung und die bestellten Straßenkarten und Reiseführer für Südamerika mitgebracht. Als alles gesichtet war wurde noch erzählt, bis Kathi ihre Augen nicht mehr offenhalten konnte. Am nächsten Morgen waren wir schon zeitig auf den Beinen, die Sonne hatte uns geweckt und versprach einen schönen Tag. Kathi hatte keine Probleme mit der Zeitumstellung und konnte den Start zu unserer Rundreise kaum erwarten. Der erste Weg führte uns zu einem großen Supermarkt in Alajuela, wo wir uns für die nächsten Tage mit Lebensmitteln eindeckten. So ein gemeinsamer Einkauf ist immer ein interessanter Einstieg in ein fremdes Land. Das Warenangebot ließ kaum Wünsche offen, und besonders in der Obst- und Gemüseabteilung gab es immer wieder etwas Neues zu entdecken. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach dem ersten gemeinsamen Frühstück starteten wir zum Vulkan Poás. Die kurvige Straße führte durch ausgedehnte Kaffeeplantagen immer bergauf. Kaffee gedeiht auf den vulkanischen Böden und bei dem hier vorherrschenden Klima besonders gut. Er ist das wichtigste Exportprodukt der Region. Eine Kaffeeplantage lud zur Besichtigungstour ein, und so unterbrachen wir die Fahrt und erfuhren viel über den Kaffeeanbau.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Der Kaffeestrauch ist ein sehr sensibles Pflänzchen, welches ein ausgeglichenes Klima ohne Temperaturextreme benötigt. Die hier angebaute Sorte Arabica gedeiht am Besten in Höhen zwischen 600 und 1200 Metern, bei Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad Celsius. Die Niederschlagsmenge ist ebenso wichtig wie die richtige Bodenbeschaffenheit. Nach einer Reifezeit von 6 - 8 Monaten beginnt im September die Kaffeeernte. Von jedem Strauch werden nur die roten Früchte gepflückt und dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt. Die Ernte dauert bis zu 12 Wochen. Diese eintönige und schlecht bezahlte Arbeit wird zu 95 % von Pflückern aus Nicaragua und Panama erledigt. Nach dem maschinellen Schälen und Trocknen der Kaffeebohnen werden diese vorrangig nach Nordamerika und Europa verkauft und erst vor Ort geröstet. Der beste Kaffee wird exportiert, nur der minderwertige bleibt in Costa Rica. Eine traurige Tatsache für ein traditionelles Kaffeeanbauland.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach einer ausgiebigen Kaffeeverkostung aller Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen versuchten wir noch unser Glück beim Vulkan Poás, leider ohne Erfolg. Der Nationalpark war seit 16:00 Uhr geschlossen und es bestand auch keine Parkmöglichkeit für die Nacht. Wenige Kilometer talwärts lag das Restaurant Mirador. Nach dem Abendessen fragten wir den Besitzer, ob wir vor dem Restaurant die Nacht verbringen dürften. Er hatte eine bessere Idee und lud uns ein, im Garten seines Hauses zu übernachten. Trotz der windgeschützten Lage im Dorf zerrte und rüttelte ein aufkommender Sturm die ganze Nacht am Mobil und der Regen peitschte von allen Seiten. Am Morgen hatte sich der Sturm etwas beruhigt, einige Sonnenstrahlen bestärkten uns in der Hoffnung auf gute Sichtverhältnisse.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Noch vor der Öffnung des Nationalparks standen wir am Kassenhäuschen und waren dann recht enttäuscht, als der Parkrancher uns mitteilte, dass der Vulkankrater völlig wolkenverhangen sei. Wir hatten noch die Hoffnung, dass sich die Wolken auflösen, aber nach einer dreistündigen Wanderung im Nationalpark haben wir, nass und durchgefroren, aufgegeben. Der berühmte Krater des Vulkan Poás blieb für uns im Nebel verborgen und unsichtbar. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;08.11.2010 – Vulkan und See Arenal&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Den Nachmittag des trüben und regnerischen Tages nutzten wir, um nach La Fortuna und zum nahegelegenen Vulkan Arenal zu fahren. Nach der steilen Abfahrt vom Poás fuhren wir auf der nach Norden führenden Straße 9 bis San Miguel, wobei der Begriff Straße eine sehr positive Übertreibung ist. Die ersten 25 Kilometer bis zum Abzweig waren eine übelste Erdpiste – schmierig, schlammig und häufig von Wasser überspült. Wir sahen mit Sorge, dass uns nur allradgetriebene Fahrzeuge entgegen kamen und hofften, dass sich der Zustand der Piste nicht weiter verschlechtert und wir nicht stecken bleiben. Da die Piste leicht bergab verlief war ein Umkehren auch keine wirkliche Alternative. In San Miguel fiel uns ein Stein vom Herzen, ab hier war die Straße geteert und wir schafften es noch vor Einbruch der Dunkelheit bis nach La Fortuna. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wenige Kilometer hinter dem Ort, am Fuße des Vulkans Arenal, fanden wir neben der Touristinformation einen schönen Stellplatz und richteten uns für die Nacht ein. Der Vulkan Arenal ist heute der aktivste Vulkan des Landes, obwohl man bis zu seiner Erstbesteigung im Jahre 1937 noch nicht einmal an einen vulkanischen Ursprung des damals völlig überwachsenen Berges glaubte. Am 29. Juli 1968 brach der Arenal mit einer gewaltigen Explosion aus und ist seitdem daueraktiv. Mit kurzen Ruhepausen wirft er immer wieder glühende Gesteinsbrocken und Lava aus, die an den Hängen des Vulkans zum Tal fließt und erkaltet. An manchen Tagen ist dieses Schauspiel mehrmals zu beobachten. Wir glaubten jedoch nicht daran, dass wir einen Ausbruch zu sehen bekommen. In der Nacht hörten wir dann das Grollen und Rumpeln des Vulkans. Sofort waren wir hellwach, sprangen aus den Betten, brachten die Kamera mit Stativ in Position und – sahen wieder einmal nichts. Der Vulkan lag hinter einer dicken Wolkendecke versteckt, nur ein leichter rötlicher Schein drang durch die Wolken, oder hatten wir uns getäuscht. Wir warteten noch einige Zeit und legten uns dann etwas enttäuscht wieder schlafen. Am nächsten Tag wurde uns der nächtliche Ausbruch von der Touristinformation bestätigt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Das morgendliche Bad im heißen Flußwasser des Rio Arenal brachte uns nicht die Erfrischung, die wir uns bei fast 30 Grad Celsius Lufttemperatur gewünscht hätten. Angenehm war es trotzdem, in dem, mit Flußsteinen angestauten Wasserbecken zu liegen und die beruhigende Wirkung des warmen Wassers zu spüren. Auf der schön gelegenen Uferstraße rollten wir dann gegen Mittag nach Nuevo Arenal. Die Straße führte an herrlichen Lodges und gepflegten Hotels vorbei. So mancher Auswanderer hat sich hier sein kleines Paradies geschaffen. Am eindrucksvollsten ist das Hotel Los Héroes, mit dem ein Stückchen Schweiz an den Arenalsee gebracht wurde. Hotel und Restaurant sind typische schweizerische Berghütten, und weder die Bergkühe noch eine originelle Bergbahn fehlen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In Nuevo Arenal angekommen verbrachten wir zwei ruhige Tage auf dem uns schon bekannten Platz, direkt am Seeufer. Am Morgen wurden wir von Brüllaffen geweckt und hatten das Glück, eine ganze Affenherde in den Bäumen am See beobachten zu können. Auch zwei Faultiere, ein Tukan und viele Nasenbären kamen uns vor die Linse. Die Arenalregion ist für uns die schönste Gegend in ganz Costa Rica.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;11.11.2010 – Auf der Halbinsel Nicoya&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Unsere Fahrt an die Pazifikküste führte uns um das nördliche Ufer des Arenalsees herum nach Cañas und weiter auf der Panamericana nach Liberia. Von hier war es nicht mehr weit bis zur Halbinsel Nicoya und ihren Pazifikstränden. Ganz im Norden der Halbinsel liegt Playa Panama, ein kleiner Ort mit einem ruhigen, aber wenig attraktiven Strand. Was wir hier noch als Einzelfall betrachteten begegnete uns, bis auf wenige Ausnahmen, an der ganzen Küste der Halbinsel: ungepflegte, mit Treibholz und Müll verunreinigte Strände und schmutziges Wasser. Viele Flüsse und Bäche ergießen eine schäumende Brühe ins Meer, so dass wir auf das Schwimmen im Pazifik an den meisten Stränden verzichtet haben. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Selbst am Playa Grande, einem der wichtigsten Eiablageorte der Lederschildkröten am Pazifik, ist ihnen der Weg zum Strand durch Berge von Treibholz versperrt. Bis zu 180 Weibchen dieser weltweit größten Schildkrötenart wurden schon gleichzeitig bei der Eiablage an diesem Strand beobachtet. 1991 wurde Playa Grande zum Meeresnationalpark Las Baulas erklärt. Seitdem darf man nachts nur mit Führer zur Beobachtung an den Strand. Mit 25 US $ ist dies kein ganz billiges Vergnügen, und dann war die Enttäuschung für die meisten Besucher groß. Eine einzige Lederschildkröte kam an Land, quälte sich über die Treibholzbarriere und vergrub ihre Eier im weichen Sand. Mehrere Touristengruppen wurden für einen kurzen Moment in die Nähe der Schildkröte geführt, um dann schnell der nächsten Gruppe Platz zu machen. Wir hatten den Eindruck, dass es hier weniger um Tierschutz als vielmehr um Kommerz ging. Einen ähnlichen Eindruck hatten wir auch in anderen Nationalparks und -reservaten. Für die nächtliche Tour am Schildkrötenstrand hätten wir genau so viel bezahlt, wie für einen Nationalpark-Jahrespass in den USA für bis zu 5 Personen. Wir waren froh, dass wir uns vorab bei anderen Touristen informiert und uns gegen die Beobachtung entschieden hatten. Viele Meeresbiologen warnen auch vor diesen Touren und raten, die Tiere bei ihrer Eiablage überhaupt nicht zu stören. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Weiter ging es nach Playa Samara, einem weiteren touristischen Zentrum an der Westküste, aber auch hier waren der Strand und das Wasser verschmutzt, der Ort wirkte etwas heruntergekommen und wenig einladend. Beim Abendspaziergang entdeckten wir eine Autovermietung und reservierten uns für den nächsten Tag einen kleinen Off-Roader. Der Südwesten der Insel ist noch ursprünglich, zum Teil sehr arm und ohne richtige Straßen – es gibt nur Pisten mit viel Schlamm. Hier fühlte sich unser Suzuki richtig wohl. Auch bei den Wasserdurchfahrten kleiner Flüsse machte er eine gute Figur. Am Rio Ario war dann aber doch Endstation für uns. Hier hatten wir keine Chance, selbst Pferde standen bis zum Bauch im Wasser. Wir kehrten um und fuhren auf einer trockenen Piste zurück. Es war ein toller Ausflug, nur Petra beschwerte sich über die harte Federung des kleinen Suzuki. Man kann eben nicht alles haben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;14.11.2010 – Monteverde und der Cerro de la Muerte &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Über die große Brücke bei Puerto Moreno fuhren wir zurück aufs Festland und dann auf der Panamericana südwärts bis Rancho Grande. Hier zweigt die Straße zum Nebelwaldreservat Monteverde ab. Kurz nach dem Abzweig haben wir zwei &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Backpacker aufgelesen, die mit ihren großen Kraxen an der Straße standen. Wer nun denkt, diese Art des Reisens wäre nur jungen Leuten vorbehalten, der irrt sich sehr. Die zwei Belgier waren zusammen 141 Jahre alt (66 und 75). Jedes Jahr bereisen sie auf diese Weise eine andere Gegend und diesmal war es Zentralamerika. Das interessante Gespräch mit den zwei Herren verkürzte uns die lange Fahrt über die steile Gravelroad zum Naturreservat. Diese Piste war noch recht gut zu bewältigen, obwohl auch hier mehrere Fahrzeuge mit Reifenschäden ausfielen. Eine deutsche Reisegruppe wartete auf einen Ersatzbus, nachdem zwei Reifen innerhalb von 5 Minuten geplatzt waren. Viele andere Zufahrten zu Nationalparks und anderen Natursehenswürdigkeiten sind nur mit Allradfahrzeugen zu bewältigen und damit für unseren Ford Transit unerreichbar. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Tag standen wir Punkt 08:00 Uhr am Eingang, weil jeden Tag nur eine begrenzte Anzahl Tickets verkauft werden. Das Privatreservat Monteverde ist das bekannteste und meistbesuchte Costa Ricas – aber an diesem Morgen war wenig Andrang. Wir hatten den Park fast für uns allein. Das Nebelwaldreservat liegt genau auf der kontinentalen Wasserscheide, es wird klimatisch von der atlantischen wie auch von der pazifischen Seite beeinflusst. Drastische Klimaumschwünge sind hier keine Seltenheit und die hohe Niederschlagsmenge und Luftfeuchtigkeit begünstigen eine einmalige Flora, die von Orchideen und Bromelien bis zu verschiedenen Kletterpflanzen, Farnen und Moosen reicht. Kaum ein Baum, der nicht komplett bemoost und bewachsen ist. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Auf einem gut ausgeschilderten Weg haben wir das Naturreservat erwandert, haben Flüsse und Wasserfälle überquert und sind auf einer Hängebrücke durch die Baumwipfel gelaufen. Leider sahen wir von den vielen hier ansässigen Vögeln, Säugetieren und Reptilien kaum etwas. Die meisten Tiere haben wir in Costa Rica außerhalb von Nationalparks und Naturreservaten beobachtet. Trotzdem war Monteverde ein großartiges Erlebnis. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Über Puntarenas fuhren wir zur Küstenstraße 34 und dann immer nach Süden. Die Pazifikküste war hier etwas sauberer. Wir verbrachten noch 2 Tage in Playa Herradura, bevor wir bei Dominical die Pazifikküste verließen und auf die steile kurvenreiche Straße nach San Isidro abbogen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In San Isidro de El General, wie der Ort richtig heißt, trafen wir wieder auf die Panamericana, die auf dem Teilstück bis Cartago mit 3300 Metern ihren höchsten Punkt erreicht. Neben der Straße liegt der Cerro de la Muerte, der Gipfel des Todes. Die Bezeichnung stammt noch aus der Zeit, als man den Pass mit Ochsenkarren überquerte und viele Menschen hier oben erfroren oder an Erschöpfung starben. Auch heute kommt es im dichten Nebel häufig zu schweren Unfällen, so dass der Name immer noch seine Berechtigung hat.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Vom Gipfel bot sich uns ein phantastischer Ausblick. Die Berggipfel der Cordillera de Talamanca wurden von einer lockeren Wolkendecke umspielt, im Nordosten spuckte der aktive Vulkan Turrialba dicke Rauchwolken und im Westen erkannten wir hinter einem Dunstschleier den Pazifik. Nur noch einen kurzen Moment konnten wir dieses Panorama genießen, dann kam Wind auf und alles versank in dichten Wolken.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;18.11.2010 – Vulkan Irazú und Abschied&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Vom höchsten Punkt der Panamericana ging es 2000 Höhenmeter bergab bis nach Cartago, der kleinen Stadt am Fuße des Vulkans Irazú. Cartagos Hauptsehenswürdigkeit ist die Basilica de Nuestra Señora de Los Angeles. Sie wurde 1926 erbaut und ist die bedeutendste Pilgerstätte des Landes. Aus dem ganzen Land, aus Panama und Nicaragua kommen die Pilger, die dann demütig auf den Knien rutschend die ganze Kirche und teilweise auch den Kirchenvorplatz durchqueren, um zum Altar mit der kleinen Statue der dunkelhäutigen Jungfrau zu gelangen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Es war interessant, zu beobachten, wie nicht nur alte Menschen, sondern auch Teenager durch die ganze Kirche rutschten, am Altar dann aufstanden, ihre Ohrhörer des MP3-Players ansteckten und umschlungen mit ihren Partner die Kirche verließen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Gleich hinter Cartago beginnt die Auffahrt zum Vulkan. Es ging wieder 2000 Höhenmeter hinauf, bis wir, im dichten Nebel, vor dem Eingang des Nationalparks standen. Heute wollten wir es etwas geschickter anstellen. Wir gaben uns ein Zeitlimit von drei Stunden und warteten vor dem Eingang. Alles lag im dichten Dunst, die Sicht betrug gerade mal 20 Meter. Kathi fragte traurig: „Haben wir heute wieder kein Glück?“ Plötzlich riss die Wolkendecke auf, innerhalb weniger Minuten war der Himmel blau und die Sonne schien. Wir bezahlten und fuhren zum großen Parkplatz. In einer Höhe von 3432 Metern lag der Vulkankrater eindrucksvoll vor uns. Der fast runde Hauptkrater hat einen Durchmesser von über 1000 Meter. Am Boden, in 300 Meter Tiefe, hatte sich ein kleiner grüner Kratersee gebildet. Die Zeit reichte gerade, um den Krater zu umlaufen und einige Bilder zu schießen, als neue Nebelschwaden und nachfolgende Wolken alles wieder in eine undurchdringliche Waschküche verwandelten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Unser letztes Ziel war der Campingplatz in Belén, wo wir einen letzten gemeinsamen Tag mit unserer Tochter verbrachten. Am nächsten Vormittag hieß es, Abschied nehmen. Für eine lange Zeit wird uns nur die Erinnerung an diese gemeinsamen zwei Wochen Urlaub bleiben. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-4810359507381605571?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/4810359507381605571/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=4810359507381605571' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/4810359507381605571'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/4810359507381605571'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2011/01/05112010-20112010-mit-katharina-durch.html' title='05.11.2010 – 20.11.2010: Mit Katharina durch Costa Rica'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TSNyJIVjBkI/AAAAAAAAAUU/3RmjNHnmdOs/s72-c/Costa%2BRica%2B2.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-8679055475313521571</id><published>2010-12-05T00:16:00.014+01:00</published><updated>2011-01-04T20:34:45.748+01:00</updated><title type='text'>22.09.2010 – 04.11.2010: Von Antigua (Guatemala) nach San José (Costa Rica)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TPrNub3g89I/AAAAAAAAATw/jykTqC2Alps/s1600/Guatemala%2B2.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TPrNub3g89I/AAAAAAAAATw/jykTqC2Alps/s400/Guatemala%2B2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5546972088698467282" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;&lt;br /&gt;26.09.2010 – Antigua und der Markt in Chichicastenango&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Mit einem herzlichen „Buenos días Bernd. ¿Cómo está usted?“ wurde ich am ersten Tag unseres Spanischkurses freundlich begrüßt. Sandra, meine persönliche Spanischlehrerin, hatte schon alles vorbereitet, so dass wir ohne Zeitverzug starten konnten. Auch Petra hatte sich schon mit Hugo, ihrem Lehrer, bekannt gemacht und die ersten Begrüßungssätze gelernt. Die 4 Stunden Intensivunterricht vergingen wie im Fluge und mittags rauchten uns die Köpfe. Da nützte es auch nichts, dass wir von unseren Lehrern gelobt wurden. Ich denke, sie wollten uns nur bei Laune halten. Auch in den nächsten Tagen wurde es nicht viel leichter, wir quälten uns mit Vokabeln, mit Grammatikgrundlagen und mit der Aussprache. Am Nachmittag versuchten wir unsere neuerworbenen Kenntnisse auf dem Markt oder in der Stadt anzuwenden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Nach der ersten Woche haben wir dann auf weitere Grammatikpaukerei verzichtet und uns fast ausschließlich mit unseren Lehrern unterhalten, soweit es unser begrenzter Wortschatz zuließ. Oftmals mussten wir einen angefangenen Satz auf Englisch beenden oder uns mit einer Zeichnung verständlich machen. Sandra war sehr an Deutschland interessiert und ich hab viel über das Leben in Guatemala gelernt. Es war erschütternd, zu erfahren, dass 25 Prozent der Menschen weniger als 1 US $ pro Tag zur Verfügung haben, weitere 57 Prozent leben von weniger als 2 US $. 30 Prozent sind Analphabeten, 70 Prozent im arbeitsfähigen Alter zwischen 16 und 50 Jahren sind arbeitslos. Kinderarbeit, Kriminalität und Drogenkonsum nehmen zu und ein korrupter Staatsapparat lähmt die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung zusätzlich. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Leider gehören die Indigenas, sie stellen rund 50 Prozent der Einwohner des Landes, zur ärmsten und am meisten unterdrückten Bevölkerungsgruppe in Guatemala. Mit Kunsthandwerk und Handel versuchen sie einige Quetzales zu verdienen, um ihren bescheidenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Zum Betteln sind sie zu stolz. Die meisten gehören einem der vielen Maya-Stämme an, die alle bis heute ihre Tradition bewahrt haben. Sie kleiden sich in der Stammestracht, verehren noch ihre Maya-Götter und sprechen ihre eigene Sprache. 21 verschiedene Mayasprachen gibt es in Guatemala, einige sind schon fast vergessen. So wird Itzá gerade mal noch von 300 Menschen gesprochen. Aufzeichnungen über diese Sprache gibt es kaum. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die Kleidung der Mayafrauen ist an Farbigkeit nicht zu übertreffen. Fast alles ist handgewebt und oftmals noch mit traditionellen Farbstoffen gefärbt. Auf den bunten indianischen Märkten des Hochlandes kann man die Maya in ihrer traditionellen Kleidung sehen. Der bekannteste Markt ist in Chichicastenango, er ist an Vielfalt und Farbenpracht kaum zu überbieten und ein Muss für Guatemalareisende. Wir wollten diesen Markt natürlich auch erleben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Von Antigua fuhren wir mit einem Kleinbus nach Chichi, wie die Stadt hier genannt wird. Schon weit vor der Stadt sahen wir die Indigenas, die zum Markt strömten. Einige hatten ihre Handelsware auf kleine Karren geladen, die meisten trugen sie aber auf dem Kopf oder dem Rücken. Der Markt selbst war eine unüberschaubare Ansammlung von Verkaufsständen und fliegenden Händlern. Es gab einfach alles, was man von einem guatemaltekischen Markt erwartet. Der Geruch von Leder und Plastik, von Obst, Blumen und Gewürzen sowie der Duft brodelnder Garküchen vermengte sich zu einer ganz speziellen Mischung, die im Umfeld der Kirche Santo Tomás von einem beißenden Qualm überdeckt wurde.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die Kirche wurde 1540 von den Dominikanern auf den Stufen eines alten Mayatempels erbaut, um die in ihrem heidnischen Glauben verhafteten Maya überhaupt in die katholische Kirche zu bringen. Auf den 18 holprigen Stufen wurden, wie zu vorkolumbianischer Zeit, Kopalharz verbrannt, kleine Opfergaben an die Götter niedergelegt und Gebete gemurmelt. Eine Prozession der Cofradías, das sind kirchliche Würdenträger der Mayastämme, trug gerade ihren Schutzheiligen über den Markt und zurück in die Kirche. Andere Indigenas zündeten im Inneren der Kirche dünne Kerzen an, sie streuten Blütenblätter und Kiefernnadeln auf den Boden und benetzten diese mit Weihwasser und Schnaps. Jede Blütenfarbe und jede Opfergabe hat ihre ureigene Bedeutung. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Von den obersten Stufen der Kirchentreppe hatten wir einen guten Überblick über den Markt. Von hier gelangen uns auch einige Schnappschüsse mit dem Teleobjektiv, Fotografieren ist auch hier unerwünscht. Wir ließen das bunte Treiben und die fremde Kultur noch etwas auf uns wirken, bevor uns der Kleinbus wieder über die abenteuerliche Passstraße nach Antigua brachte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;13.10.2010 – Zum Vulkan Pacaya&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Wir hatten uns in Antigua recht gut eingelebt. Schon nach kurzer Zeit hatten wir einige nette Bekanntschaften gemacht, wir wurden eingeladen und Petra konnte beim BBQ mit ihren Salaten punkten. Interessant waren die Gespräche mit Gary, einem US-Amerikaner aus Kalifornien, der mit seiner Frau Debra in Antigua lebt. Er war der erste US-Amerikaner, der sich im Gespräch mit mir positiv über Präsident Obama geäußert hat. Die Dänen Danni und Lars kamen gerade aus Südamerika und hatten viele nützliche Tipps für uns, und der österreichische Geschäftsführer unserer Stammgaststätte erklärte uns die Restaurantszene in Antigua und die Besonderheiten der guatemaltekischen Küche.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Die Tage vergingen schnell. Nach dem Spanischunterricht war meist ein kurzer Stadtspaziergang oder der Besuch des großen Marktes angesagt. Am Nachmittag organisierte die Schule dann immer einen Ausflug in die Umgebung. Die interessanteste Exkursion war die Besteigung des Vulkans Pacaya. Er ist einer der aktivsten Vulkane der Welt, erst im Mai dieses Jahres brach er das letzte Mal aus. Asche und Sand wurden bis nach Guatemala City geschleudert und legten dort den Flugverkehr lahm. Tausende Menschen flohen aus ihren Häusern oder wurden evakuiert. Zwischenzeitlich war der Vulkan zur Ruhe gekommen, aber die Angst vor dem nächsten Ausbruch ist gegenwärtig. In San Vicente Pacaya, dem kleinen Ort am Fuße des Vulkans, erinnerte noch manches an den letzten Ausbruch. Vulkansand säumte die Straßen und manches Haus war unbewohnt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Kurz hinter dem Ort endete die Straße, ab hier ging es zu Fuß. Unsere kleine Gruppe wurde von einem Guide und bewaffneten Parkranchern begleitet. Diese Sicherheitsmaßnahme war erforderlich, weil es immer wieder Überfälle auf Reisegruppen und Touristen gab. Mehrere Pferdeführer boten uns ihre Tiere für den Aufstieg an – aber wir hatten unseren Stolz. Wir wollten den Gipfel des Pacaya auf eigenen Füßen erreichen. Der Weg war steil und anstrengend. Nach fast zwei Stunden Aufstieg hatten wir knapp 1000 Höhenmeter überwunden. Die Grenze der Vegetation war erreicht, ab hier gab es nur noch Lavagestein und Sand. Der Wind blies uns Staub und Sand ins Gesicht. Schwefelhaltiger Rauch erschwerte das Atmen. Langsam wurde es vom Erdboden her wärmer. Beim Versuch, einen Stein aufzuheben erschrak ich und lies ihn wieder fallen – er war heiß. Soweit das Auge reichte sahen wir nur totes Gestein, Geröll und aufsteigende schweflige Dämpfe. Wir befanden uns in einer fremden menschenfeindlichen Umgebung. Der Weg wurde immer beschwerlicher, der Wind immer stärker, so dass wir Mühe hatten, uns auf den Beinen zu halten. Wir kletterten über scharfkantige Lavabrocken und Schlackeberge. Nach einer weiteren Stunde war das Ziel erreicht. Wir standen, unmittelbar unter dem Gipfel, an einer Vulkanspalte, und sahen ins Innere der Erde. Heiße Luft schlug uns ins Gesicht und lies den Blick nur von einer bestimmten Stelle aus zu. In einigen Metern Tiefe blubberte das rotglühende Magma. Erst jetzt wurde uns richtig bewusst, dass wir auf dem Weg hierher nur wenige Meter über dieser Magmablase gelaufen sind und ihre Kraft gespürt haben. Jederzeit könnte es hier eine neue Eruption geben. Der Pacaya ist seit 1965 daueraktiv.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:130%;"  lang="DE" &gt;Unser Guide ließ es sich nicht nehmen, über der Vulkanspalte einige Marshmallows zu rösten, bevor wir den Rückweg antraten. Der Abstieg war nicht viel leichter. Im Licht der untergehenden Sonne hatten wir noch mal einen traumhaften Blick auf den bei Antigua liegenden Vulkan Agua, und dann umgab uns Dunkelheit und Stille. Wir schalteten unsere Taschenlampen an und liefen schweigend zum Shuttlebus. Die Eindrücke dieses Tages mussten erst einmal verarbeitet werden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;19.10.2010 – Adios Guatemala&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach über 5 Wochen in Guatemala nahmen wir Abschied von diesem landschaftlich reizvollen, aber recht armen und unsicheren Land. Die meiste Zeit haben wir in Antigua, einem der wenigen touristisch erschlossenen Zentren des Landes, verbracht. Die kleine Kolonialstadt, eingebettet zwischen den Vulkanen Agua, Acatenango und dem ständig Rauch ausstoßenden Fuego, hatte es uns angetan. Fast täglich waren wir in der Altstadt unterwegs, haben das indigen geprägte Leben auf uns wirken lassen und uns am Abend ein schönes Restaurant fürs Abendessen gesucht. Selbst das tägliche Feuerwerk, oftmals begann es schon morgens um 4.00 Uhr, störte uns kaum noch, seit wir wussten, dass damit ein alter Brauch aufrechterhalten wird. Mit Raketen und Böller sollten die Gebete schneller zum Himmel getragen werden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Antigua war, aufgrund der hohen Polizeipräsenz, recht sicher, was man vom Umland nicht unbedingt behaupten kann. Erst vor wenigen Tagen wurde wieder eine Reisegruppe bei der Besichtigung einer Kaffeeplantage überfallen und ausgeraubt. Wir hatten bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, umso gewöhnungsbedürftiger war es, dass uns auf allen Wanderungen und Exkursionen außerhalb der Stadt die Touristenpolizei begleitete. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Der Abschied von den neugewonnenen Freunden war herzlich. Debra organisierte extra für uns eine Abschiedsparty und verwöhnte uns mit landestypischen Spezialitäten. Garys guter Ratschlag, nicht durch Guatemala City zu fahren sondern vorher abzubiegen, klang uns noch in den Ohren, als wir schon mitten drin waren, in Guatemala City. Wir hatten den Abzweig verpasst. Die Stadt ist, ähnlich wie das ganze Land, von Armut geprägt. Nur wenige Stadtzonen sind sicher, sauber und modern. Hier wohnt die Oberschicht Guatemalas. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir kämpften uns durch das mit alten qualmenden Autos und schrottreifen Bussen zugestopfte Gewirr der Straßen. Kein Hinweisschild zeigte uns den Weg und unser Navigationssystem war auch keine große Hilfe. Oftmals verlor es die Satellitenverbindung oder es schickte uns in die gesperrte Richtung einer Einbahnstraße. Irgendwann waren wir dann doch am anderen Ende von Guatemala City angekommen. Die Ausfallstraße nach Osten war in einem recht guten Zustand, und so fuhren wir an diesem Tag noch bis kurz vor Honduras.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TPrOdZe7XDI/AAAAAAAAAT4/sktQ7hReDDo/s1600/Honduras.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TPrOdZe7XDI/AAAAAAAAAT4/sktQ7hReDDo/s400/Honduras.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5546972895512321074" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Normale Tabelle";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:10.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-ansi-language:#0400;  mso-fareast-language:#0400;  mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;22.10.2010 – Honduras: Mayakultur und deutsche "Diplomatie" &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Honduras hat, neben El Salvador, den zweifelhaften Ruf, das gewalttätigste Land der Welt zu sein. 67 Morde auf 100.000 Einwohner im letzten Jahr (im Vergleich dazu: Mexiko = 14; USA = 5,4; Deutschland = 0,86) zeugen vom hohen Gewaltpotential. Wir wollten Honduras sehr schnell durchqueren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Der Grenzübertritt in El Florido war unkompliziert, wenn auch sehr zeitaufwändig. Die Grenzstation befand sich gerade im Umbau, und so stauten sich die LKW auf der engen Straße zwischen den Schlagbäumen. Wenn ein Fahrzeug durchfahren wollte, mussten alle anderen umrangieren. Ständig wurde irgendein Fahrer gesucht, dessen Auto im Weg stand. Wir mussten höllisch aufpassen, dass alle Dokumente richtig ausgefertigt wurden. Erst auf meine ausdrückliche Intervention wurde das Wohnmobil auf der guatemaltekischen Seite korrekt aus dem Pass ausgetragen. Es war einfach vergessen worden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Hinter der Grenze wunderten wir uns über die relative Sauberkeit und einigermaßen ordentliche Straßen. An einem Schwimmbad verbrachten wir den Rest des Tages und die Nacht, bewacht vom Nachtwächter mit seiner großkalibrischen Waffe. Er zeigte uns ganz stolz sein Gewehr und feuerte auch gleich mal einen Probeschuss ab. Uns wurde ganz übel. Hoffentlich werden wir am Abend nicht mit einem Einbrecher verwechselt, wenn wir mit Basko noch mal raus müssen. In Honduras gehört das Tragen solcher Waffen zur Normalität und alles wurde bewacht. Selbst auf dem Limonadenlaster von Coca-Cola saß ein bewaffneter Wächter. In der Nacht hörten wir vereinzelte Schüsse in der Ferne, aber uns war nichts passiert und so konnten wir am nächsten Tag das touristische Highlight von Honduras, die Ausgrabungen von Copán, besichtigen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Copán ist die südlichste Mayasiedlung in Zentralamerika. Sie zeichnet sich durch absolut kunstvoll gefertigte Stelen und die großartige Hieroglyphentreppe, das größte in Stein gehauene Schriftwerk der Maya, aus. Die 63 Stufen sind mit 2200 Zeichen beschrieben, welche die Geschichte von gut 200 Jahren Copán darstellen. Vieles in Copán wurde vom 13. Herrscher in Auftrag gegeben, dessen lustigen Namen „18 Kaninchen“ (Waxaklahun Ubah) wir uns schnell gemerkt haben. Angenehm empfanden wir, dass es auf dem Ausgrabungsgelände keine nervigen Händler gab - unschön war der hohe Eintrittspreis. Copán war teurer als alle von uns in Mexiko besuchten Mayastätten zusammen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am Parkplatz wartete schon der Wächter, den wir gebeten hatten, etwas auf unser Auto aufzupassen. Eine Hand an der Heckleiter sollte uns zeigen, wie ernst er seinen Job nahm. Als wir ihm dann 2 Dollar gaben war es für ihn wie Weihnachten und Geburtstag an einem Tag. Seine Augen leuchteten und er bedankte sich immer wieder. Dann sperrte er noch unnötigerweise die Straße ab, damit wir ungehindert vom Parkplatz fahren konnten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir fuhren von Copán in Richtung San Pedro Sula, eigentlich ein Umweg, aber wir waren uns sicher, dass diese Straße geteert ist. Mit aufkommender Dunkelheit steuerten wir ein Hotel an und waren angenehm überrascht, wie freundlich wir aufgenommen wurden. Wir durften kostenlos auf dem bewachten Hotelparkplatz übernachten, konnten Pool, Dusche und Internet nutzen und im Restaurant haben wir so gut wie lange nicht mehr gegessen. Als wir dann die Rechnung sahen vermuteten wir einen Rechenfehler – aber es war alles korrekt. Unser Abendessen kostete mit Getränken nicht mal 7 Euro. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Morgen starteten wir sehr zeitig, wir wollten eine große Strecke schaffen. Das gelang uns dann auch, denn ab San Pedro Sula hatte die Straße deutschen Standard. Nach wenigen Kilometern sahen wir den Grund, ein Plakat informierte darüber, dass sie als Hilfsprojekt von der EU und von Deutschland gebaut wurde. So kamen wir recht flott bis nach Tegucigalpa, der Hauptstadt von Honduras, wo man die Weiterführung der Straße dem honduranischen Schicksal überließ. Die vierspurige Superstraße endete an einer gewaltigen Baugrube, von einer Umleitung keine Spur. Also wenden und zurück. Nach einer Irrfahrt über Baustellen und durch Elendsviertel hatten wir es geschafft, wir fuhren auf der Ausfallstraße in Richtung Nicaragua. Leider währte unsere Freude nur kurz, nach wenigen Kilometern kam eine Polizeikontrolle. Der Trick mit dem freundlichen Winken und langsam weiter fahren funktionierte diesmal nicht. Als ob meine Nerven nicht schon genug strapaziert waren - wir wurden rausgewinkt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach der Kontrolle von Führerschein und Einfuhrpapieren des Wohnmobils wurden wir über unser „Vergehen“ aufgeklärt. Wir hatten, so wie es angeblich ein Gesetz in Honduras verlangt, keine zusätzlichen Reflektoren am Auto aufgeklebt. Umgerechnet 40 US $ sollte es kosten. Nun sind 40 US $ keine Summe, die uns arm gemacht hätte, aber ich wollte diese Farce nicht mitspielen. In Honduras fallen manche Autos fast auseinander, die Reifen sind abgefahren und die Beleuchtung funktioniert nicht, aber Reflektoren müssen sein. Dagegen entspricht unser Wohnmobil allen gängigen Vorschriften, wir haben Lampen an der Seite und extra große Reflektoren am Heck. Für mich stand fest: Ich bezahle keinen Lempira. Als ich nach langer Diskussion mit dem Polizisten kein Einlenken erkennen konnte, änderte ich die Taktik. Ich wollte jetzt nur noch mit dem Jefe, dem Vorgesetzten, sprechen. Dass dieser kein Wort Englisch verstand war kein Nachteil für mich. Freundlich und in ruhigem Ton begrüßte ich den Chef, stellte mich mit Namen vor und erzählte alles Mögliche in Deutsch. Keiner verstand mich! Immer wieder verwendete ich die Worte „Diplomatico“ und „Embajado“ (Botschaft). Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass mein Auto den Bestimmungen entspricht und ich diese Auskunft von der Botschaft bekommen hätte. Mein Gegenüber wurde bei dem Wort „Diplomatico“ zunehmend unsicher. Jetzt legte ich nach. Ich konnte mir das Lachen kaum verkneifen, als ich auf das große „D“ an der hinteren Stoßstange zeigte und noch mal „Diplomatico“ murmelte. Der Jefe hatte den Köder geschluckt. Innerhalb weniger Augenblicke hatte ich meine Dokumente wieder und wurde mit Handschlag und militärischen Gruß verabschiedet. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Petra war im Auto geblieben und fragte mich nach meiner Rückkehr, wie viel ich bezahlt hätte. Sie müsste mich eigentlich besser kennen. Bei der Weiterfahrt nach Nicaragua lachten wir noch lange und herzlich über die Tricks der Polizei und unsere "Diplomatie".&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TPrPERnZFYI/AAAAAAAAAUA/n6dOoeQHcz8/s400/Nicaragua.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5546973563415238018" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TPrPERnZFYI/AAAAAAAAAUA/n6dOoeQHcz8/s1600/Nicaragua.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Normale Tabelle";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:10.0pt;  font-family:"Times New Roman";  mso-ansi-language:#0400;  mso-fareast-language:#0400;  mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;26.10.2010 – Nicaragua: Managua, Granada und der rauchende Höllenschlund&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Der Grenzübertritt zwischen Honduras und Nicaragua war der bisher komplizierteste auf unserer Reise. Es war nicht zu erkennen, nach welchem System hier gearbeitet wurde und wo wir uns überall einen Stempel holen mussten. Gleich nach dem ersten Schlagbaum wurden wir von einem Dutzend Schlepper genötigt, ihre Dienste in Anspruch zu nehmen. Wir mussten mehrfach mit deutlichen Worten ablehnen, ehe sie begriffen, dass bei uns nichts zu holen war. Wenn schon Hilfe an der Grenze, dann von einem offiziellen Agent. An dieser Grenze nahmen wir diese Fremdhilfe das erste Mal in Anspruch. Nach zwei Stunden hatten wir die Grenzformalitäten hinter uns und rollten auf der hervorragend ausgebauten Interamericana nach Managua.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir erkannten erst gar nicht, dass wir schon in der Hauptstadt angekommen waren. An der Hauptstraße standen baufällige Baracken und kleine Hütten oder die Grundstücke waren unbebaut und vom Unkraut überwuchert. Auf dem Mittelstreifen der Straße grasten Schafe, Ziegen und Esel. „Rechts geht es zum Nationalpalast“ sagte Petra plötzlich, ich wollte es erst nicht glauben. Inmitten dieser ‚dörflichen Idylle’ befand sich wirklich die ‚Area Monumental’, das Zentrum Managuas mit der baufälligen Kathedrale, dem Nationalpalast, dem Theater und dem neuen Präsidentenpalast. Wenige hundert Meter weiter begannen schon die Slums von Managua. Nach einer kurzen Besichtigung wollte ich, vorbei an der Kathedrale, noch zum schönen Managuasee laufen, als ich von Passanten und von einem Wachmann der Kathedrale davor gewarnt wurde, diesen Weg zu gehen. Meine kleine Kamera, mein Geld und ich selbst wären dort nicht sicher. So viel Unsicherheit in dieser Stadt, dabei hab ich, selbst im repräsentativen Zentrum von Managua, keinen einzigen Polizisten gesehen. „Die stehen lieber an der Landstraße und kontrollieren Touristen“, meinte Petra, als ich nach zwei Stunden wieder beim Wohnmobil war. Sie hatte es aus Sicherheitsgründen vorgezogen, im Auto zu bleiben. Auch auf der Weiterfahrt durch die Stadt haben wir kein vernünftiges Stadtviertel gesehen. Die Stadt hat wirklich nicht viel zu bieten. Man sollte aber wissen, dass Managua 1931 und 1972 durch schlimme Erdbeben fast vollständig zerstört wurde und die katastrophalen Auswirkungen des Hurrikans Mitch von 1998 auch noch nicht überwunden sind. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Uns gefiel es hier nicht, wir wollten recht schnell weiter, Richtung Granada. Auf halbem Weg liegt eine Attraktion Nacaraguas, der Vulkan Masaya mit seinen ständig Schwefeldampf speienden Santiago-Krater.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Besichtigung wurde uns leicht gemacht, wir konnten mit dem Wohnmobil bis zum Kraterrand fahren. Nach dem Aussteigen tränten uns schon die Augen und der Schwefelrauch kratzte in der Kehle. „Maximal 20 Minuten Aufenthalt“ hatte uns der Ranger am Eingang empfohlen, „der Wind bläst heute den Schwefeldunst direkt zum Parkplatz“. Mit den bereitgestellten Gasmasken ging es dann aber recht gut. Wir blickten in den qualmenden Höllenschlund. Schon die spanischen Eroberer nannten den Vulkan ‚La Boca del Infierno’ und setzten ein Kreuz an den Kraterrand, um den Teufel abzuwehren. Das Kreuz steht noch heute. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Nacht verbrachten wir passend bei den Bomberos (der Feuerwehr) in Macaya. Stolz führten sie uns ihre Fahrzeuge vor und wurden fast euphorisch, als sie uns ihr Schmuckstück, ein altes in Deutschland ausgemustertes MAN-Löschfahrzeug, zeigten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Tag fuhren wir nach Granada. Es ist wohl die schönste Stadt Nicaraguas. Das historische Zentrum besticht durch gut restaurierte Gebäude im Kolonialstil und eine schöne Kathedrale. Die Stadt hat Stil und Ambiente, wenngleich wir nur wenige Meter abseits des Zentrums die wahren Lebensverhältnisse der Nicaraguaner sahen. Nicaragua ist, nach Haiti, das ärmste Land Lateinamerikas. Enttäuscht waren wir vom Centro Turístico am Nicaraguasee. Trotz Eintrittsgebühr machte der schön gelegene Park einen verfallenen und verschmutzten Eindruck.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Den Abstecher von der Interamericana nach San Juan del Sur haben wir nicht bereut. Es ist ein wirklich netter sauberer Küstenort am Pazifik, mit einigen typischen Strandrestaurants und einer schönen Badebucht. Wir standen mit unserem Hobby direkt an der Uferpromenade. Neben uns saß auf einer Bank eine junge Familie mit 2 Kindern. Am Abend bat uns der Familienvater um etwas Wasser für seine Kinder. Im Gespräch erfuhren wir, dass die Familie, in der Hoffnung auf Arbeit, mit dem letzten Geld hierher gekommen war. Arbeit gab es leider keine, und nun versuchten sie wieder in ihr Heimatdorf zu kommen. Die Bescheidenheit der Eltern und die Art, wie die zwei Kinder sich stundenlang mit einem kaputten Auto und einer zerfledderten Puppe beschäftigt haben, rührten mich. Ich denke, die kleine Spende für ein Frühstück und den Bus nach Hause war gut angelegtes Geld. Mit keiner Silbe hatte mich die Familie angebettelt, obwohl wir in ihren Augen sehr reich waren und ihnen das Nötigste fehlte. Am nächsten Morgen kamen die Eltern noch mal ans Wohnmobil und bedankten sich so herzlich, dass es uns fast peinlich war.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir verließen Nicaragua mit einem guten Gefühl.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TPrPjGEPuQI/AAAAAAAAAUI/4zhfJPayX70/s1600/Costa%2BRica%2B1.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TPrPjGEPuQI/AAAAAAAAAUI/4zhfJPayX70/s400/Costa%2BRica%2B1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5546974092890978562" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;&lt;br /&gt;29.10.2010 – Costa Rica: Bratwurst, Sauerkraut und Schwarzbrot am Arenalsee&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Ausreise aus Nicaragua war wirklich stressig. Auf dem weitläufigen Gelände des Grenzübergangs bei Peñas Blancas herrschte Chaos. Wir bekamen keine Auskunft, ohne dafür zu bezahlen. Selbst für die normalen Ausreiseformulare wollten die Schlepper 2 US $ haben. Unser Ehrgeiz war geweckt. Keinen Cent den Schleppern! Wir wollten es allein schaffen. Zwei Stunden standen wir am Ausreiseschalter und dann noch die Prozedur mit der Wohnmobilausfuhr aus Nicaragua. Man kann sich als Europäer kaum vorstellen, mit welchem bürokratischen Aufwand jedes Auto an den Grenzen importiert und dann wieder exportiert werden muss. Der gleiche Ablauf gilt auch für die Bewohner Zentralamerikas, die mit ihrem Auto mal ins Nachbarland fahren wollen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach zwei weiteren Stunden war das Exportformular mit unzähligen Stempeln, Unterschriften und Häkchen versehen. Es sieht gut aus, dachte ich, und fuhr optimistisch zum Schlagbaum. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Der Beamte erkannte jedoch sofort, dass noch ein Stempel fehlte. Also, wenden und zurück. Die großen Trucks mussten umrangieren, damit wir mit dem Wohnmobil durchkamen. „Wo ist nun der wichtige Beamte mit dem letzten Stempel?“, wieder keine Antwort, nur das Angebot, „für 10 US $ wird alles erledigt“. Nein, nun erst recht nicht. Am dritten Fensterchen wurde ich schon fündig – Stempel drauf und ab nach Costa Rica.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In Costa Rica empfing uns eine andere Welt. Alles war geordnet, übersichtlich, kostenlos – und langsam. Typische Beamtenmentalität, dachte ich, und lag damit wohl nicht so falsch. Aber gute Beamte sind eben auch gründlich, und so mussten wir das erste Mal seit Kanada den Gesundheitspass von Basko vorzeigen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;20 Kilometer hinter der Grenze liegt der kleine Ort La Cruz. Dort haben wir die sagenhafte Summe von 150.000 Colones (Kurs 1 : 720) abgehoben und die erste Bekanntschaft mit den miserablen Straßen Costa Ricas gemacht. Wir wollten die Nacht am Pazifik verbringen, mussten dann aber nach 10 Kilometern auf der Schlammstrecke wenden, um nicht zu riskieren, uns auf dieser einsamen Piste festzufahren. Neben der Polizeistation fanden wir dann einen sicheren, wenn auch nicht so idyllischen, Übernachtungsplatz. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In Liberia, der ersten größeren Stadt nach der Grenze, begeisterte uns das Angebot und die Sauberkeit des Supermarktes, ein Blick auf den Kassenbon dämpfte unsere Begeisterung wieder - Costa Rica ist kein günstiges Reiseland. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir wollten weiter zum Arenalsee (Laguna de Arenal) und kämpften uns über bucklige Straßen bis nach Tilaran. Hier beginnt die Uferstraße um den See. In Nuevo Arenal war erst einmal unser Zwischenziel erreicht. Wir klopften bei ‚Toms German Bakery’ an und wurden, trotz Ladenschluss, freundlich empfangen. Tomas betreibt seine deutsche Bäckerei mit Restaurant seit über 15 Jahren, er hatte viel zu erzählen und einige gute Ratschläge für uns. Zur Begrüßung gab es Bratwurst mit Sauerkraut, frisches Schwarzbrot und Paulaner Weizenbier. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Auf dem gemeindeeigenen Platz&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;am Seeufer konnten wir kostenlos campen, hatten Wasser, Strom und täglich frische Backwaren aus Toms Bäckerei. Wir brauchten eine kleine Ruhepause und verbrachten 6 Tage am See. Mit dem Schreiben von Reiseberichten, dem Sortieren von Photos und der Planung unserer gemeinsamen Zeit mit Kathi vergingen die Tage. Dann wurde es Zeit aufzubrechen. Wir müssen am 05. November pünktlich in San José am Flughafen stehen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-8679055475313521571?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/8679055475313521571/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=8679055475313521571' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/8679055475313521571'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/8679055475313521571'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2010/12/22092010-04112010-von-antigua-guatemala.html' title='22.09.2010 – 04.11.2010: Von Antigua (Guatemala) nach San José (Costa Rica)'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TPrNub3g89I/AAAAAAAAATw/jykTqC2Alps/s72-c/Guatemala%2B2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-3367761968742387513</id><published>2010-11-04T00:43:00.012+01:00</published><updated>2011-01-04T20:38:40.795+01:00</updated><title type='text'>28.08.2010 – 21.09.2010: Mit Felix von Mexiko City nach Guatemala</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TNH0zl0FI2I/AAAAAAAAATo/eFP4MPV8ySY/s1600/Mexiko+6.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TNH0zl0FI2I/AAAAAAAAATo/eFP4MPV8ySY/s400/Mexiko+6.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5535474584176108386" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;&lt;br /&gt;28.08.2010 – Mexiko City und Teotihuacán &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Die Entscheidung, ob wir mit dem Wohnmobil oder den „Öffentlichen“ zum Aeropuerto fahren werden, um unseren Sohn Felix abzuholen, war noch nicht getroffen, als uns die Besitzerin des Campingplatzes gegen Mittag herzlich begrüßte. Sie hatte einige Informationsbroschüren über Mexiko City und Teotihuacán sowie viele gute Tipps für uns. Vor allem erleichterte sie uns die Entscheidung für die „Öffentlichen“, und es war die richtige Entscheidung.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In Mexiko City, der 25 Millionen-Metropole, ist Individualverkehr durch hohe Maut- und Parkgebühren sowie ständig verstopfte Straßen und unzählige Baustellen nicht nur teuer, sondern auch zeitintensiv und nervenaufreibend. Als Alternative dazu gibt es ein hervorragend funktionierendes Bus- und Metrosystem. Sieht man mal von der Hauptverkehrszeit ab, wo sich unglaubliche Menschenmassen in die Metrozüge quetschen, dann ist es ein ideales Verkehrsmittel. Für 3 Pesos (weniger als 20 Cent) konnte man so weit fahren und so oft umsteigen, wie man wollte. Ebenso konnten wir den Ruf, dass die Metro unsicher sei, weder bei unserer ersten Fahrt noch an den folgenden Tagen bestätigen. Polizei und Security trugen mit ihrer Präsenz dazu bei, dass wir uns recht sicher gefühlt haben. Natürlich waren wir auch vorsichtig, haben allzu überfüllte Züge nicht benutzt und sind vor allem nicht nachts unterwegs gewesen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mit Bus und Metro waren wir dann so schnell am Aeropuerto, dass wir bis zur Ankunft unseres Sohnes noch über eine Stunde Zeit hatten. Die Maschine aus Paris war pünktlich und dann stand unser Felix vor uns, etwas abgekämpft von dem langen Flug, aber genauso glücklich wie wir und voller Erwartungen an die gemeinsame Zeit.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Tag gab es erst einmal viel zu erzählen, bevor wir am Nachmittag die Hauptattraktion von Teotihuacán, die Heimat der Götter, besuchten. Das antike Teotihuacán war die Hauptstadt von Mexikos größten vorkolonialem Imperium, sie war die größte Stadt des alten Amerika und hatte zu ihrer Blütezeit in den Jahren 200 bis 500 über 200.000 Bewohner. Es war eine steinzeitliche Gesellschaft auf höchster Entwicklungsstufe in Hinblick auf Wissenschaft, Wirtschaft und Architektur. Der Niedergang der Stadt ist ungeklärt. Als die Azteken um 1250 im Hochtal von Mexiko ankamen war Teotihuacán schon mindestens ein halbes Jahrtausend verlassen. Sie konnten sich die gigantischen Bauten und die 40 Meter breiten Straßen nur als Hinterlassenschaft übernatürlicher Wesen erklären. So wurde der Mythos geschaffen, dass die Stadt von Riesen gebaut wurde und die Götter hier zu Hause sind. Sie nannten die Stadt „Heimat der Götter“, auf aztekisch Teotihuacán.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Ähnlich überwältigend wie damals für die Azteken war auch für uns der erste Eindruck von der Stadt. An der 2 Kilometer langen Straße der Toten stehen zu beiden Seiten die Ruinen von Pyramiden, Opferstätten und von den Palästen der Würdenträger. Höhepunkte sind jedoch die monumentale, 70 Meter hohe Sonnenpyramide mit einer Grundfläche von 225 mal 225 Meter, und die etwas kleinere Mondpyramide. Den schönsten Ausblick auf die gesamte Anlage soll man von der Mondpyramide aus haben. Nach dem beschwerlichen Aufstieg, die Stufen sind ungewöhnlich hoch, konnten wir diesen schönen Panoramablick genießen. Die Straße der Toten lag unter uns und verlor sich in der Ferne. Am Ende dieser antiken Allee befindet sich die Zitadelle mit dem Templo de Quetzalcóatl, einst Residenz des obersten Herrschers der Stadt. Als wir die ganze Anlage besichtigt hatten und verschwitzt, durstig und ziemlich müde wieder an der Mondpyramide ankamen war erst einmal Zeit für eine Pause. Irgendwie hatte uns dann doch der Ehrgeiz gepackt und wir sind auch noch auf die große Sonnenpyramide gekraxelt. Der Ausblick auf die antike Stadt und die sie umgebende Landschaft war faszinierend. Nach dem nicht weniger beschwerlichen Abstieg hatten wir dann aber wirklich genug.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Tag stand Mexiko City auf dem Programm. Mit einem Spaziergang durch das historische Zentrum, der Besichtigung von Kathedrale und Regierungspalast sowie einer Stadtrundfahrt im offenen Doppeldeckerbus verschafften wir uns einen Überblick über die Stadt. Dann, am zweiten Tag, das Mammutprogramm. Das Nationalmuseum zur Anthropologie ist eines der bedeutendsten Museen weltweit – also ein absolutes Muss für Mexikoreisende. Die Kunstschätze, Völker und Kulturen Mexikos werden hier in einer großartigen und einmaligen Exposition präsentiert, aber so vielfältig und vor allem umfangreich wie Mexikos Kultur ist auch das Museum selbst. Nach 4 Stunden waren wir nicht mehr aufnahmefähig, ein weiterer Tag wäre erforderlich gewesen. Zur Ablenkung sind wir durch die Zona Rosa, dem eher kosmopolitischen Stadtteil, und die Colonia Condesa, mit ihren vielen Villen und Gebäuden im Art-deco- und im kalifornischen Kolonialstil, gebummelt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Über Mexiko City könnte man noch so viel schreiben, was aber den Rahmen dieses Berichtes sprengen würde. Es ist mir an diesem Punkt wichtiger, zu den vielen Klischees über diese Stadt Stellung zu nehmen. Mexiko City ist nicht der versmogte und schmutzige Moloch, der an seinem eigenen Wachstum zu ersticken droht, sondern eine moderne, saubere, recht sichere und gut organisierte Stadt mit unzähligen Parks, viel öffentlicher Kunst und sehr netten Menschen. Mexiko City kann sich gut mit europäischen Großstädten vergleichen, sieht man mal von den ärmlichen Stadtrandsiedlungen ab. Wir waren uns anfangs nicht sicher, ob wir die Hauptstadt auf unserer Reiseroute auslassen werden und sind heute sehr froh darüber, dass wir uns nicht von oberflächlichen und überzogenen Berichten beeinflussen ließen. Mexiko City ist immer wieder einen Besuch wert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;02.09.2010 – Über Puebla nach Oaxaca&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wieder einmal hatte die Besitzerin des Trailerparks in Teotihuacán wertvolle Tipps für uns, diesmal erklärte sie uns, wie wir, ohne die „Hoy No Circula“-Straßen benutzen zu müssen, ostwärts aus der Stadt kommen. Wir hatten an diesem Tag, auf Grund der Zahlenkombination unseres Nummernschildes, in und um Mexiko City herum Fahrverbot. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Problemlos erreichten wir Puebla und den im Vorort Cholula liegenden Trailerpark. Cholula ist eine der ältesten Städte Amerikas, sie war seit etwa 200 v. Chr. bis heute ununterbrochen bewohnt, und sie besitzt eine unsichtbare Attraktion - die an Volumen größte Pyramide der Welt. Sieben verschiedene Zivilisationen hinterließen hier ihre Spuren und doch ist von der Tepanapa-Pyramide, obwohl mitten in der Stadt gelegen, nicht viel zu sehen. Als die Spanier 1550 die erste Kapelle auf den Hügel setzten war die Pyramide schon komplett mit Erde bedeckt und mit Pflanzen überwuchert, sie ahnten nichts von der religiösen Stätte unter ihrer Kapelle. Die heutige Kirche Nuestra Señora de los Remedios, mit einer überaus prunkvollen, typisch mexikanisch-barocken Ausgestaltung, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie wurde gebaut,&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;nachdem die frühere Kapelle durch ein Erdbeben zerstört wurde. Vom Platz vor der Kirche hat man einen schönen Blick zu den Vulkanen Iztaccihuatl und Popocatepetl. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Pyramide unter der Kirche wurde in den letzten Jahren an einigen Stellen freigelegt und rekonstruiert. Zur wissenschaftlichen Untersuchung durchörterte man den Hügel systematisch. Heute sind über 8000 Meter Tunnel vorhanden und teilweise auch für Besucher geöffnet. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Unser, als nächstes geplanter Spaziergang in der Altstadt von Cholula fiel dann sprichwörtlich ins Wasser. Innerhalb weniger Minuten verdunkelte sich der Himmel und es goss wie aus Eimern. Nach einem Dauerlauf erreichten wir, völlig durchnässt, unser Wohnmobil. Gut, dass Felix noch etwas besser in Form war als wir. Er war der Erste am Hobby und konnte noch rechtzeitig das Dachfenster schließen und so das Schlimmste verhindern. Nach einer heißen Dusche und einem Glas Tee fühlten wir uns wieder wohl. Während es draußen weiter regnete machten wir es uns im Hobby bequem und verbrachten den Abend beim gemeinsamen Kartenspiel.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Tag stand Puebla auf dem Programm. Mit dem Colectivo, einem öffentlichen Kleinbus, fuhren wir ins historische Zentrum des mexikanischen Wolfsburg. Die Stadt ist heute sehr stark vom VW-Werk geprägt, viele gut bezahlte Jobs, Steuereinnahmen und ein gewisser Wohlstand sind die positiven Auswirkungen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In der historischen Innenstadt fühlten wir uns auf Anhieb wohl. Hier pulsiert das einfache Geschäftsleben Pueblas. In den liebevoll restaurierten Häusern befinden sich unzählige Restaurants und Läden, die nach alter Tradition in bestimmten Straßen die gleichen Waren anbieten. Wir laufen durch Straßen mit Schuhgeschäften, eines neben dem anderen, dann kommen Möbel und Eisenwaren. Dies hat den Vorteil, dass man ohne größere Wege die Waren vergleichen und günstig kaufen kann. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Beeindruckt hat uns die Kathedrale am Zocalo. Sie ist, nach der in Mexiko City, die zweitgrößte Kathedrale in Mexiko – aber innen fast noch harmonischer und wertvoller ausgestattet. Ihre, zwei 70 Meter hohen Glockentürme sind die höchsten des Landes. Mit einem schönen Blick auf Kathedrale und Zocalo haben wir dann auf dem Balkon eines Restaurants gesessen und das quirlige Leben beobachtet. Schuhputzer boten ihre Dienste an, Blumen- und Luftballonverkäufer warben um Kunden, Geschäftsleute eilten zu ihrem nächsten Termin und die Schulkinder, in ihren einheitlichen Uniformen, neckten sich gegenseitig auf dem Heimweg. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die Rückfahrt im Bus nach Cholula war wieder ein Erlebnis. Ohne Rücksicht raste der Fahrer durch Löcher und über Topes, alles klapperte und wir wunderten uns, dass die alten Mercedes-Busse nach diesen jahrelangen Torturen überhaupt noch fuhren und nicht schon lange auseinander gebrochen sind. Auf dem Trailerpark in Cholula gab es dann noch eine Überraschung, die Schweizer Maja und Hans, die wir in Guanajuato kennen gelernt hatten, standen mit ihrem Allrad-Mercedes neben uns. Bei einigen Bieren haben wir Erfahrungen und Pläne ausgetauscht und einen netten gemeinsamen Abend verbracht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Vormittag starteten wir nach Oaxaca. Die Fahrt, für einen Tag geplant, dauerte dann doppelt so lange, weil sich die Straße in einem katastrophalen Zustand befand. An vielen Stellen war sie weggebrochen oder vom abgerutschten Hang teilweise verschüttet. An einer Stelle prasselte direkt vor uns eine Steinlawine auf die Straße. Was wäre mit unserem Auto passiert, wenn wir hundert Meter weiter gewesen wären? Wir mussten erst die größten Steine wegräumen, ehe wir vorsichtig die Stelle passieren konnten. Für die Mexikaner ist dieser Zustand normal, es ist Regenzeit, da passiert so etwas eben. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;In Oaxaca angekommen erlebten wir die schlechtesten Straßen unserer bisherigen Reise in einer Stadt. Tiefe Löcher reihten sich aneinander und brachten unseren Hobby, selbst bei Schrittgeschwindigkeit, so stark zum Schaukeln, dass in den Schränken alles durcheinander fiel. Die Stadt selbst hat uns enttäuscht, sie hatte einfach keine Atmosphäre. Vielleicht haben wir aber auch schon so viel Schönes gesehen, dass sich unsere Maßstäbe verschoben haben. Erwähnenswert sind die exotischen Delikatessen, wie getrocknete Grillen und geröstete Heuschrecken, für die Oaxaca berühmt ist. Sie wurden überall auf dem Markt angeboten, für Felix und mich war das Kosten der Heuschrecken eher Spaß und Mutprobe als kulinarischer Genuss. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Da war die Verkostung in Matatlan doch eher nach unserem Geschmack. In der traditionellen Mezcal-Brennerei wurde alles noch so gemacht, wie vor hunderten von Jahren. Die gekochten Agaven-Piñas, also nur die inneren Teile der Agaven, wurden durch einen Malstein, angetrieben von einer Pferdestärke, zerkleinert, vergoren und dann über einem Holzfeuer destilliert. Es sah nicht ganz so appetitlich aus – aber das Ergebnis zählte, und das haben wir in der kleinen Verkaufsstelle ausgiebig probiert und gekauft. Auch die Flasche mit dem Agavenwurm, eigentlich nur ein Marketinggag, durfte nicht fehlen. Zur Weiterfahrt war es nun schon zu spät, und so blieben wir gleich vor der kleinen Mezcal-Manufaktur stehen, fachsimpelten mit Händen und Füßen über Mezcal und deren Herstellung und kosteten uns so langsam in Schlafstimmung. Jetzt kennen wir auch den Unterschied zwischen Mezcal und Tequila. Jeder Agavenschnaps ist ein Mezcal, einzig der in der Gegend um Tequila aus blauen Agaven hergestellte Schnaps darf sich exklusiv Tequila nennen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Monte Albán, die größte und schönste Zapoteken-Stätte, liegt nur 10 Kilometer westlich von Oaxaca, auf einem abgetragenen und planierten Bergrücken, in 1936 Meter Höhe. Wir fuhren auf der steilen und kurvenreichen Straße zum Haupteingang und waren fast die ersten Besucher. Von der nördlichen Plattform hatten wir den besten Überblick über die Gran Plaza mit den darum gruppierten Pyramiden und Komplexen. Hinter den, bis zu 2000 Jahre alten Bauten sahen wir die umliegende Landschaft, Täler und Berge, wie eine Theaterkulisse. Dadurch schien es, als würde die gewaltige Anlage zwischen Himmel und Erde schweben. Es ist ein wahrlich erhabener Ort und wir konnten uns gut vorstellen, wie nah man sich hier seinen Göttern und dem Himmel gefühlt haben muss. Unbegreiflich, warum auch Monte Albán im Jahre 750 von den Zapoteken verlassen wurde. Ein Rätsel, auf das es bis heute keine Antwort gibt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;07.09.2010 – Pazifikküste und Chiapas&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Sie war weder erholsam noch interessant, die Fahrt von Oaxaca zum Pazifik. Die Straße war in einem schlechten Zustand, oft verschüttet oder weggebrochen, und dazu Nebel und Regen. Wir quälten uns durch die Sierra Madre del Sur, bewältigten zweimal einen Höhenunterschied von 1500 Metern und fuhren dann, auf kurvenreicher Strecke, am Westhang des Gebirges, von fast 3000 Meter Höhe, zur Küste. Dabei durchquerten wir mehrere Klimazonen und einen tropischen Regenwald, der seinen Namen alle Ehre machte&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;– Regen ohne Ende.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Wir hatten schon fast vergessen, wie sich die feucht-warme Luft an der Küste anfühlt und wurden schnell in die Wirklichkeit zurückgeholt, als wir spätabends in Zipolite die Tür unseres klimatisierten Wohnmobils öffneten und gegen eine Wand aus Wärme und Feuchtigkeit prallten. Moskitos umschwirrten uns und nutzten jede Gelegenheit, um ins Wohnmobil zu gelangen. „Das ist also die schöne Pazifikküste“ – Felix war anfangs etwas enttäuscht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Morgen sah schon alles ganz anders aus. An die feuchte Wärme hatten wir uns recht schnell gewöhnt und das urige Zipolite ließ uns die letzte Nacht, in der wir unser Wohnmobil mit blutrünstigen Moskitos geteilt haben, schnell vergessen. Die Küste ist hier wirklich wunderschön.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nur 50 Kilometer weiter südlich liegt Bahía de Huatulco, das ehrgeizige Tourismusprojekt der mexikanischen Regierung - ein völliges Kontrastprogramm zu Zipolite. Hier war alles neu, sauber – und teuer. Zwei Tage genossen wir die Annehmlichkeiten an der Bucht von Santa Cruz, dann mussten wir weiterfahren. Unser Zeitplan ließ uns wenig Spielraum.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Recht weit kamen wir aber nicht, nach 20 Kilometern auf der Mex 200 stauten sich die LKW. Die Fahrer schliefen unter ihren Autos oder saßen zusammen beim Frühstück. Etwa 3 Kilometer liefen wir am Stau entlang, bis wir die Ursache sahen. Das kleine Straßendorf Copalita hatte die einzige Verbindungsstraße nach Süden verbarrikadiert und hielt eine Protestdemonstration ab. Die Dorfbewohner saßen mit Campingstühlen auf der Straße und diskutierten impulsiv. Ihre Gesichter zeigten Trotz und Entschlossenheit. Zurück am Wohnmobil gab es für uns nur eine Alternative – wenden und zurück an der Strand. Mit unserem Hobby war das Wenden auf der schmalen Straße kein Problem, die Trucks aber hatten diese Möglichkeit nicht, sie mussten abwarten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Morgen, das gleiche Bild. Der Stau war sogar noch länger geworden. Es gab an der letzten Kreuzung keine Warnung der Polizei, so dass weitere Trucks in die Falle gefahren sind. An der Straßensperre ging es diesmal lockerer zu, es wurde gekocht und gegrillt, die Fahrer ließen sich von den Frauen versorgen und alles wirkte wie auf einem Dorffest – nur die Sperre blieb zu. „Vielleicht morgen“ antwortete man auf unsere Frage, wann wir durchfahren könnten. Die Gelassenheit der Fahrer, die nun schon den 3. Tag hier ausharren mussten, war bewundernswert. Es schien, als ob sie sich mit den Dorfbewohnern solidarisierten, zumindest hatten sie Verständnis für die Situation. „Also noch mal Strand“ sagte Felix etwas frustriert, „unser Zeitplan kommt aber mächtig durcheinander“. Der nächste Tag sollte die Entscheidung bringen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Nach unserem morgendlichen Bad im Pazifik und einem guten Frühstück starteten wir einen neuen Versuch – und fanden die Situation unverändert vor. „Heute muss etwas passieren“, sagte ich sichtlich gereizt, „dann müssen wir eben doch über Oaxaca zurückfahren“. Es wäre die schlechteste Lösung gewesen, 400 Kilometer Umweg auf katastrophalen Straßen, um dann dort anzukommen, wo wir vor einer Woche schon waren. Ein junges Paar in einem Dodge-Van sprach uns an. Sie kannten eine Umfahrung über die Berge, wollten aber nicht allein fahren. Wir willigten ein und begaben uns auf eine 60 Kilometer lange abenteuerliche Fahrt. Geröll, Schlamm, Wasser – es war alles dabei, und nach 7 Stunden waren wir erschöpft, aber glücklich, wieder auf der Mex 200. Unser Hobby hat sich auf der Strecke gut bewährt, ohne Hinterradantrieb hätten wir es aber sicher nicht geschafft.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mit 3 Tagen Verzug war unsere ursprüngliche Reiseplanung nicht mehr zu realisieren. Die geplante Route nach Palenque und die Einreise im Norden von Guatemala, um Tikal zu besuchen, mussten wir nun radikal ändern. San Cristóbal de Las Casas und das Tzotzildorf San Juan Chamula vermittelten Felix noch einen kleinen Eindruck von Chiapas und den Bräuchen der hier lebenden Indigenas, und dann fuhren wir ohne Umwege zur Grenze.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;14.09.2010 – Hasta luego Mexico &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Auf der Fahrt durch das grüne Hochland Chiapas bis zur Grenze erzählten wir viel von der zurückliegenden Zeit in Mexiko. Nahezu 6 Monate haben wir in Mexiko verbracht, 15.000 Kilometer auf Straßen unterschiedlichsten Zustandes zurückgelegt und das Land, seine Menschen und die vielfältige Kultur kennen gelernt. Aus dem anfänglichen Kulturschock ist eine tiefe Verbundenheit und Zuneigung geworden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mexiko ist ein Land der Gegensätze! Verfallene und schmutzige Dörfer stehen im Kontrast zu prunkvollen Kolonialstädten, vermüllte Natur zu absoluter Sauberkeit, Schlaglochpisten zu modernen Highways und bittere Armut zu verschwenderischem Reichtum. Besonders bei den armen Menschen haben wir die Lebensfreude und die Kraft, sich jeden Tag irgendwie durchzuschlagen, bewundert. Dabei sind die Mexikaner sehr einfallsreich. Überall wurde irgendetwas verkauft und an fast jeder Ecke gab es einen primitiven Straßenimbiss. Auch als Einweiser auf dem Parkplatz oder mit dem Verfüllen von Schlaglöchern auf den Straßen erhofften sich manche eine kleine Spende. Mit großer Gelassenheit wird das Wohlstandsgefälle zwischen Reichen und Armen akzeptiert. Man nimmt es als gegeben hin und findet Halt in der Familie und im Glauben. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Unvergesslich bleiben uns die herrlichen Landschaften, die traumhaften Strände, die einzigartigen Zeugnisse der Kolonialzeit und die großartige vorspanische Kultur der Maya, Azteken, Tolteken und Zapoteken. Darüber hinaus beeindruckten uns immer wieder die Herzlichkeit, die Gastfreundschaft und der Nationalstolz der Mexikaner. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Mexiko ist ein tolles Reiseland und deshalb sagen wir nicht „Adios“ sondern „Hasta luego Mexico“ – wir kommen gern wieder!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TNHzyg4thVI/AAAAAAAAATg/mrxLTGzSiKw/s1600/Guatemala+1.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TNHzyg4thVI/AAAAAAAAATg/mrxLTGzSiKw/s400/Guatemala+1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5535473466161857874" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;16.09.2010 – Guatemala: Lago de Atitlán und Antigua&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;An der Grenze zwischen Mexiko und Guatemala ging nichts mehr. Eine lange Autoschlange stand vor dem geschlossenen Schlagbaum - und wir standen mittendrin. Der Grund für die kurzzeitig geschlossene Grenze war aber eher ein positiver. Musik- und Tanzgruppen aus Mexiko und Guatemala demonstrierten ihre Freundschaft und verwandelten den sonst eher nüchternen Grenzübergang in einen Ort der Lebensfreude und Verbundenheit. In Guatemala wurde der Unabhängigkeitstag gefeiert. Nach einer Stunde war die Show vorbei und wir konnten ohne Probleme die Grenze passieren. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Guatemala begrüßte uns mit aufwändig, in blau-weiß geschmückten Straßen und einer Fiesta in jedem kleinen Straßendorf. Am frühen Nachmittag torkelten die ersten Betrunkenen über die Straßen und veranlassten uns zu einer extrem vorsichtigen Fahrweise. Im Hochland dann ein anderes Bild. Hier, in der von Indigenas geprägten Gegend, wurde nicht gefeiert, hier war der normale Alltag gegenwärtig. Viele Indigenas waren zu Fuß unterwegs. Sie trugen Körbe auf dem Kopf und ihre Kleinkinder in Wickeltüchern auf dem Rücken. Die knapp vorbeifahrenden Autos beeindruckten sie genau so wenig, wie der später einsetzende starke Regen. Für uns war es eine schwierige Fahrt, weil der Regen und der starke Nebel die an vielen Stellen weggebrochene oder verschüttete Straße noch gefährlicher machten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Die letzte Herausforderung an diesem stressigen Tag war die Fahrt über eine gefährliche, an den Hang gebaute Serpentinenstraße zum 500 Meter tiefer liegenden Atitlan-See. Hier hatte, die seit vielen Jahren schlimmste Regenzeit die Straße komplett weggespült. Auf einem schlammigen, in den Berg geschürften Pfad passierten wir diese Stelle mit Herzklopfen. Gegen 21:00 Uhr hatten wir es dann geschafft, wir standen am Hotel Tzanjuyú, direkt am See, und ließen uns eine frisch gebackene Pizza schmecken – natürlich aus dem bordeigenen Backofen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Am nächsten Morgen wurden wir von Sonnenstrahlen geweckt. Der See lag still im Morgendunst, am gegenüber liegenden Ufer sahen wir die Vulkane Atitlán, Tolimán, San Pedro sowie den kleinen Cerro de Oro. Es war ein erhebender Anblick und wir konnten jetzt auch verstehen, dass Alexander von Humboldt den Atitlán-See als den schönsten See der Welt bezeichnete. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Panajachel selbst ist ein recht touristisch geprägter Ort mit allem, was man für einige Urlaubstage braucht. Wir blieben 3 Tage hier, wanderten ein bisschen und besuchten das auf der anderen Seeseite gelegene San Pedro. So schön und idyllisch der See auch vom Ufer aus wirkte, bei der Bootsfahrt haben wir sein Problem sehr deutlich erkannt: der Atitlan-See ist verdreckt. Plastikflaschen und andere Abfälle schwammen in großer Menge auf der Oberfläche und prasselten während der Fahrt gegen den Bootsrumpf. Selbst leere Ölkanister schwammen im See und hinterließen eine entsprechende Spur im Wasser. Wann werden die Menschen in diesem Teil der Welt endlich begreifen, dass sie damit ihre eigene Zukunft und die ihrer Kinder ruinieren. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Von Panajachel aus starteten wir in Richtung Antigua. Noch einmal mussten wir die kritische Stelle an der Serpentinenstraße passieren, aber diesmal wenigstens bei Tageslicht. Einige Arbeiter waren mit dem Bau einer provisorischen Brücke beschäftigt – sie hielt! In Antigua fuhren wir direkt zu dem unter Travellern bekannten Stellplatz auf dem Gelände der Touristenpolizei. Er lag nicht gerade idyllisch, aber die Nähe zum Zentrum und vor allem die Sicherheit auf dem Gelände waren hier wichtiger. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;Antigua wird allgemein als die reizvollste Stadt Guatemalas bezeichnet. Sie hat sich ihren kolonialen Charme erhalten, hat Ambiente. Über 200 Jahre lang war Antigua die Hauptstadt Guatemalas, mehr als 50 prunkvolle Kirchen, Klöster und Konvente wurden in kürzester Zeit errichtet und machten Antigua zur schönsten Hauptstadt der „Neuen Welt“. Das verheerende Erdbeben vom 29. Juli 1773 verwandelte die Stadt innerhalb weniger Minuten in einen Trümmerhaufen. An den noch vorhandenen Ruinen konnten wir die ehemalige Schönheit der Architektur erkennen. Abends, als die spärliche Straßenbeleuchtung die holprig gepflasterten Straßen ins Halbdunkel tauchte, die urigen kerzenbeleuchteten Kneipen und Bars einladend ihre Türen und Fenster geöffnet hatten und den Blick auf die grob gezimmerten mittelalterlichen Tische und Stühle freigaben, da verstanden wir, dass wir hier in einer ganz besonderen Stadt waren.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE"  style="font-family:Arial;font-size:130%;"&gt;„In Antigua kann man es schon noch etwas aushalten“. Dieser so leichtfertig gesagte Satz brachte uns in die Realität zurück. Wir, Petra und Bernd, wollten noch einige Zeit in Antigua bleiben und auch etwas Spanisch lernen, für Felix war der Tag des Abschiedes gekommen. Pünktlich stand das Taxi zum Aeropuerto am Wohnmobil, eine schöne gemeinsame Zeit ging zu Ende. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TNHzq0APhUI/AAAAAAAAATY/EMEdVFq4vFE/s1600/Mexiko+6.jpg"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-3367761968742387513?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/3367761968742387513/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=3367761968742387513' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/3367761968742387513'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/3367761968742387513'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2010/11/128082010-21092010-mit-felix-von-mexiko.html' title='28.08.2010 – 21.09.2010: Mit Felix von Mexiko City nach Guatemala'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TNH0zl0FI2I/AAAAAAAAATo/eFP4MPV8ySY/s72-c/Mexiko+6.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-2328863820360510710</id><published>2010-10-02T20:01:00.006+02:00</published><updated>2010-12-05T00:52:20.248+01:00</updated><title type='text'>27.07.2010 – 27.08.2010: Zentrales Hochland – Silberreichtum und koloniales Erbe</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TKd0FGtK8pI/AAAAAAAAASY/ltPXwd9dNyg/s1600/Mexiko+5.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; 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Wir überquerten die Sierra Madre del Sur, eine über 1000 km lange Gebirgskette, die sich entlang der Pazifikküste im Süden Mexikos erstreckt. Hier, wie auch im zentralen Hochland, herrschen das ganze Jahr über angenehme klimatische Bedingungen. Die feuchte Hitze der Küste lag erst einmal hinter uns. &lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Nach einer angenehmen Fahrt erreichten wir Taxco. Statt kurz vor der Stadt zu übernachten machten wir den Fehler und sind noch am gleichen Abend in die Stadt gefahren. Es gibt nur eine Durchgangsstrasse, die von einem Auto unserer&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Größe befahren werden kann. Der Ort selbst schmiegt sich an den Hang des El-Atache-Berges und hat solch enge und steile Straßen, dass gerade mal Mopeds oder kleine Autos durchkommen. Im Ort gab es für unser Wohnmobil keine Parkmöglichkeit und nach einer nervenaufreibenden Stopp and Go-Fahrt hatten wir es nach einer Stunde geschafft – wir standen am anderen Ende der Stadt, aber immer noch ohne Park- oder Übernachtungsmöglichkeit. Mittlerweile war es schon dunkle Nacht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;In der nächsten Ortschaft fanden wir dann einen kleinen Lebensmittelladen, vor dem wir die Nacht verbringen durften. Am Morgen wurden wir schon vor 06:00 Uhr vom lauten Verkehr auf der Straße geweckt. Knapp zwei Stunden später starteten wir den 2. Versuch, eine Parkmöglichkeit in Taxco zu finden. Ein etwas ungutes Gefühl hatten wir schon, als wir unseren Hobby an der noch geschlossenen Tourist-Info, quer über die einzigen 3 PKW-Parkplätze, abstellten und mit einem Käfer-Taxi zum Zocalo fuhren. Erst auf dieser abenteuerlichen Fahrt durch die verwinkelten Gassen der Altstadt wurde uns bewusst, dass wir auch mit einem normalen PKW kaum durch die Stadt gekommen wären. Die Straßen sind so schmal, dass gerade ein Auto fahren kann – aber es gibt Gegenverkehr. Der Taxifahrer kannte genau die Stellen, an denen er vor der Kurve hupen musste und wo die wenigen Ausweichmöglichkeiten sind. An manchen spitzen Kurven musste er mehrmals zurückstoßen, um überhaupt weiter zu kommen. In dieser Stadt, mit ihren steilen kopfsteingepflasterten Gassen, ist der heckgetriebene VW-Käfer das einzig vernünftige Fahrzeug. Wir sahen auch kein anderes Taxi in Taxco.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Am Zocalo angekommen standen wir staunend vor dem Wahrzeichen der Stadt, der Kirche Santa Prisca. Erbaut aus rötlichem Sandstein, mit üppig verzierter Fassade und Glockentürmen, ist sie ein Meisterwerk kolonialer Kirchenbaukunst im Churriguera-Stil, eine Art hispanisches Rokoko. Die Kirche wurde von dem französischen Einwanderer und in Taxco zu großem Reichtum gekommenen Silberbaron Don José de la Borda finanziert und der Stadt zum Geschenk gemacht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Auch im Inneren ist die Kirche verschwenderisch ausgestattet. Zwölf geschnitzte und goldüberzogene Altäre zu beiden Seiten des Hauptschiffes, prachtvolle Gemälde und der vergoldete Hauptaltar zeugen vom damaligen Reichtum dieser Stadt und ihrer Minenbesitzer. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Nach der Besichtigung der Kirche ließen wir uns durch das enge Gewirr der Straßen treiben. Die Stadt steht komplett unter Denkmalschutz, sie kam uns vor wie ein großes Museum. Neben den prächtigen Kolonialbauten wie der Casa Borda, das Wohnhaus des Kirchenstifters, der Casa Figuera oder der Casa Humboldt, in dem der deutsche Forscher Alexander von Humboldt einige Zeit wohnte, waren es auch die weniger spektakulären Details, die Taxco so attraktiv machen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Da sind die schönen Kachelfassaden, die schattigen Patios und Innenhöfe, die kunstvollen Schmiedearbeiten sowie die vielen Läden und Gaststätten, die sich in den ineinander verschachtelten Häusern verstecken und manchmal erst auf den zweiten Blick zu erkennen waren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Nach der interessanten, aber auch anstrengenden Besichtigung dieser faszinierenden Silberstadt fuhren wir im Käfer-Taxi zurück zur Tourist-Info. Unser Hobby stand noch völlig unbeschadet da, die netten Mitarbeiter der Information hatten ein wachsames Auge auf unser Wohnmobil.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;02.08.2010 – Valle de Bravo&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Von Taxco fuhren wir auf der Mex 55 in Richtung Toluca, als uns ein Schild mit der Aufschrift „Mirador“ (Aussichtspunkt) neugierig machte. Wir bogen von der Straße ab und standen kurz darauf am Rande eines Canons, der in keinem Reiseführer beschrieben ist.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Es war ein großartiger Ausblick! Die steilen Felswände verloren sich in der Ferne in bewaldete Abhänge und ganz tief unten war als braunes Band der Fluss zu erkennen, der diese Landschaft in Millionen Jahren geschaffen hatte. Wir waren uns schnell einig, dass wir an diesem schönen Ort übernachten wollten. Am nächsten Morgen war die Schlucht mit Frühnebel ausgefüllt, der sich mit der aufgehenden Sonne auflöste und den Blick auf den gemächlich dahin fließenden Fluss freigab. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Zwei Rancheros kamen aus dem benachbarten Haus um uns zu begrüßen. Obwohl sie hier wohnten zeigten sie sich ebenso beeindruckt von dem einmaligen Panorama wie wir. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Erst gegen Mittag fuhren wir weiter. Über Toluca, vorbei an dem 4632 m hohen Vulkan Nevado de Toluca, erreichten wir Valle de Bravo; eine kleine Kolonialstadt am Stausee Avandaro gelegen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Valle de Bravo ist, besonders bei den Hauptstädtern, ein beliebtes Nahreiseziel und vor allem an diesem Wochenende schien die Stadt aus allen Nähten zu platzen. Die Altstadt war mit Autos verstopft, einige Straßen waren für Veranstaltungen gesperrt und unzählige Menschen bummelten durch die engen Gassen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Wir hatten uns wieder mal den richtigen Tag ausgesucht – es war Sonntagnachmittag, als wir uns inmitten einer Autokolonne durch die Stadt quälten. Trotz der engen Straßen gab es kein Parkverbot am Straßenrand. Was halfen uns in dieser Situation die sicher gut gemeinten Warnungen einiger Passanten, dass die weiteren Straßen für unser Wohnmobil zu eng wären. Wir konnten weder anhalten noch umkehren – wir mussten durch. Zweimal ist Petra ausgestiegen, um mich an ganz engen Stellen einzuweisen, und dann hatten wir es endlich geschafft. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Wir waren glücklich, als wir auf dem schön gelegenen Campingplatz am südlichen Seeufer unseren Hobby eingeparkt hatte. Der lustige Campingplatzbesitzer hatte dann noch einen ganz tollen Gag für uns – er fragte, warum wir nicht die Umgehungsstraße um die Stadt gefahren sind. Die Antwort wusste nur unser Navigationssystem! Nun gut, jetzt kennen wir wenigstens Valle de Bravo von unserer Stadtrundfahrt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Entschädigt wurden wir von dem herrlich gelegenen Bergsee. Umgeben von Wäldern und kleinen Dörfern erinnerte er uns an die oberitalienischen Seen. Seine schöne Lage, die saubere Luft und das angenehme Klima in 2500 m Höhe hatte, neben den vielen Tages- und Wochenendtouristen, auch einige Superreiche angezogen, die sich am Seeufer exklusive Ferienhäuser bauen ließen. Die meisten dieser Villen liegen versteckt hinter hohen Mauern und sind nur von der Seeseite aus zu sehen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Bei meinem Morgenspaziergang mit Basko kam ich mit Antonio, einem Unternehmer aus San Miguel de Allende, ins Gespräch. Ganz spontan lud er uns zu einer Rundfahrt auf dem See ein. Vorbei an Valle de Bravo und an den umliegenden Villen umrundeten wir den See und sahen so auch den unbebauten und naturbelassenen Teil des Sees mit sanften Uferlandschaften, Wasserfällen und den Brutplätzen verschiedener Wasservögel. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Bei Antonio hatten wir wieder einmal die typische mexikanische Gastfreundschaft kennen gelernt. Den Nachmittag verbrachten wir noch gemeinsam, bis Antonio seine Familie zum Aufbruch drängte. Er musste sich um seine Geschäfte kümmern und wir verbrachten noch drei erholsame Tage am See.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;05. – 12.08.2010 – Prachtvolle Kolonialstädte&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Nach der kurzen Erholungspause in Valle de Bravo begaben wir uns auf Besichtigungstour einiger Kolonialstädte im Umland von Mexiko City: Morelia, Guanajuato und Zacatecas standen auf unserem Programm. Diese drei Städte gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe, und sie repräsentieren in gleicher Weise den überschwänglichen spanischen Baustil, gepaart mit dem handwerklichen Geschick der Indios. Prunkvolle Kirchen, herrliche Paläste und Stadthäuser, deren Einzigartigkeit man erst erkennt, wenn man einen Blick in den schattigen Innenhof mit Springbrunnen und offener Galerie werfen kann, gibt es in allen drei Städten zur Genüge. Und trotzdem hat jede dieser Städte ihren eigenen Charakter und eine touristische Besonderheit. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Morelia empfing uns mit aristokratischer Nüchternheit. Die Kolonialbauten im historischen Zentrum bestehen aus unverputztem Naturstein und geben der Stadt einen etwas kühlen Charakter. Die, aus rotbraunem Trachyt erbaute Kathedrale unterstreicht mit ihren klaren Linien diesen Stadtcharakter. Im Inneren steht eine monumentale Orgel des deutschen Orgelbauers Walcker aus Ludwigsburg. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Beeindruckt haben uns das Palacio Clavijero in der Bauweise der Jesuiten, heute ein Museum für moderne mexikanische Kunst, und das Colegio de San Nicolás de Hidalgo, die zweitälteste Jesuitenschule Lateinamerikas. Das historische Gebäude wird heute von der Universität genutzt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Bei unserem Stadtspaziergang waren die Hinweise auf die touristische Topattraktion der Umgebung nicht zu übersehen. Ca. 60 km östlich der Stadt liegt das Überwinterungsgebiet der Monarch-Schmetterlinge, der extremsten Wanderschmetterlinge der Welt. Ab Mitte November treffen mehrere Millionen dieser Schmetterlinge, aus Kanada und den USA kommend, hier ein, nachdem sie eine Strecke von über 3000 km zurückgelegt haben. Leider waren wir für dieses einmalige Schauspiel zur falschen Zeit in Morelia – so ging es ohne Umwege weiter nach Guanajuato.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Schon weit vor der Stadt wurden wir von Touristenschleppern angehalten, die uns mit Angeboten für Hotels und Gaststätten überschütteten, uns vor der Weiterfahrt in die Stadt warnten und ihre Dienste als Guides anboten. Ganz nutzlos wäre eine solche Hilfe nicht gewesen, denn in Guanajuato gibt es eine Besonderheit. Eingezwängt in ein ausgetrocknetes Flusstal und zwischen den umliegenden Bergen konnte man die Verkehrsprobleme nur dadurch lösen, dass viele Straßen als Tunnel unter der Stadt verlaufen. Die Fahrt durch dieses Tunnelgewirr ist atemberaubend, erst Recht mit einem Wohnmobil. Unser Reiseführer schrieb dazu: „Die Tunnel sind alle miteinander verbunden und verschlungen, wie die Gedärme im Bauch. Eine Fahrt mit dem Auto durch Guanajuato gleicht einer Geister- und Achterbahnfahrt“. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Teilweise wurden alte Silberminen zu Straßentunneln ausgebaut, die an der Seite nur eine Höhe von 2,50 m haben und miserabel beschildert sind. Wir sind durch alle Tunnel in der Mitte, also auf zwei Spuren, gefahren, um nicht mit den herausragenden Steinen an der seitlichen Tunneldecke zu kollidieren. Es war wirklich aufregend und ich hätte jeden Umweg in Kauf genommen, nur um nicht noch einmal durch dieses Labyrinth fahren zu müssen. Das letzte Stück bis zum Trailerpark kürzten wir ab und fuhren eine Einbahnstraße in falscher Richtung. Die entgegenkommenden Autos hielten am Berg an um uns die Durchfahrt zu ermöglichen, die Fahrer winkten uns freundlich zu. Wie wäre es uns in dieser Situation in Deutschland ergangen? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Das historische Zentrum der Stadt war vom Trailerpark aus recht gut zu Fuß erreichbar. Jetzt hatten die chaotischen Straßentunnel auch wieder einen Vorteil, denn man konnte sie auch als Fußgänger benutzen. Manche Abkürzung war damit möglich. Guanajuato besitzt kein geordnetes Straßenmuster, wie sonst die meisten Kolonialstädte. Man kann sich aber kaum verlaufen, weil die Attraktionen der Stadt, wie die Universität, die Basilika oder das Theater Juárez, als Orientierung dienen. So ließen wir uns, völlig ohne Stadtplan, durch die engen kopfsteingepflasterten Gassen treiben; entdeckten immer wieder kleine Plätze mit Springbrunnen oder versteckte Cafes. Manche Gassen sind so schmal, dass sich die Bewohner der gegenüberliegenden Häuser küssen können, wenn sie sich aus dem Fenster lehnen. Sehenswert sind auch die verschachtelten Häuser, die auf Fels- oder Torbögen über den Straßen stehen und deren überhängende Balkone frei über den Straßenschluchten schweben. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Vom Papila-Monument, hoch über den Dächern der Stadt, hatten wir den besten Ausblick auf die Kirchen und Paläste, aber auch auf die farbenprächtigen Häuser, die den Charakter dieser Stadt prägen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Das ungewöhnlichste in Guanajuato, und gleichzeitig die Touristenattraktion schlechthin, ist die bizarre Mumiengalerie. Als 1865 auf dem Friedhof alte Gräber wiederverwendet werden sollten, machte man die Entdeckung, dass die alten Leichen nicht verwest, sondern durch die trockene und mineralsalzhaltige Erde gut konserviert waren. Die Mexikaner haben einen ganz eigenen Umgang mit dem Tod und so stellten sie die Mumien in einem Museum aus. Diese makabre Ausstellung wird jedes Jahr von tausenden ausländischen Touristen, aber vor allem von Familien aus ganz Mexiko besucht. Wir waren schon etwas irritiert über die ausgestellten Mumien mit Haaren, Kleidung und teilweise furchterregenden Gesichtsausdrücken. Die Mexikaner sahen das wohl anders, sie waren sogar mit kleinen Kindern in der Ausstellung und posierten fürs Familienalbum. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Wir fuhren weiter nach Zacatecas. Petra hatte langsam keine Lust mehr auf die alten Städte, aber ich konnte mich mit dem Versprechen durchsetzen, dass es erst einmal die letzte Stadtbesichtigung sei. Ebenso wie Taxco und Guanajuato verdankt auch Zacatecas ihren Reichtum den Silberminen. Über 200 Jahre lang wurde in Mexiko fast die Hälfte der Weltsilberproduktion gefördert. Eine der ergiebigsten Minen war die legendäre Mine El Eden, aus der seit 1583 unglaubliche Mengen Silber, aber auch Eisen, Zink, Blei und Gold gefördert wurden. Heute ist El Eden eine Besuchermine, in der auch dargestellt ist, welchen Preis die einheimischen Arbeitssklaven für den Silberreichtum bezahlen mussten. Unter grauenhaften Bedingungen wurden die Indigenas, darunter auch viele Kinder, zur Arbeit in den Minen gezwungen, um die märchenhaften Schätze für die spanische Krone und einige wenige Silberbarone zu gewinnen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Die Stadt wuchs schnell und zeigte hemmungslos ihren Reichtum. Am Besten ist dies an der Kathedrale zu erkennen. Sie besitzt eine, in ornamentalen Dekor geradezu explodierende Fassade und stellt damit den absoluten Höhepunkt des mexikanischen Churriguerismus dar. Die Fülle an Ornamenten, Blumen und Ranken, zwischen den Apostelfiguren und den 16 Säulen, ist kaum mehr zu überbieten und zeugt von der meisterhaften indianischen Steinmetzkunst.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Auch Zacatecas hat einen Hausberg, den 2700 m hohen Cerro de la Bufa. Mit der Seilbahn ging es schnell nach oben, von wo wir einen tollen Panoramablick auf die, zwischen kahlen Bergen eingezwängte Stadt mit ihren alles überragenden Kirchen, ihren krummen Gässchen und den verschachtelten Häusern hatten. Von hier oben sah man die Probleme der Stadt nicht – nur ganz leise drangen die Sprechchöre der Minenarbeiter, die vor dem Gouverneurspalast demonstrierten und auf ihre unzureichenden Lebens- und Arbeitsbedingungen aufmerksam machten, bis hier hinauf. Zacatecas ist heute eine moderne Stadt mit Industrie- und Forschungseinrichtungen am Stadtrand, manche Probleme sind aber so alt wie die Stadt selbst und bis heute nicht grundsätzlich gelöst. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Nach den drei eindrucksvollen Kolonialstädten sehnten wir uns nach etwas Ruhe in der Natur – ich hatte es Petra ja auch versprochen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;14.08.2010 – Nationalpark Sierra de Organos &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Der Tipp von dem Schweizer Paar Maja und Hans kam uns gerade recht. Nach unserer Tour durch Mexikos reiche Silber- und Kolonialstädte freuten wir uns auf den Nationalpark Sierra de Organos. Erst im Jahr 2000 wurde das nur 11 km² große Areal zum Nationalpark erklärt. Berühmt war es schon viel früher. Die atemberaubende Landschaft aus Wüste, Steppe, zerklüfteten Felsen und den einmaligen orgelpfeifenähnlichen Gesteinsformationen war die ideale Kulisse für Hunderte von Westernfilmen, viele davon mit John Wayne. Wir waren fasziniert von der Landschaft, die zu jeder Tageszeit und den sich ändernden Lichtverhältnissen anders wirkte. Den ersten Tag waren wir ganz allein im Nationalpark. Während unserer Wanderung zwischen den aufragenden Felsen beobachteten wir viele Adler und Geier, wir erlebten absolute Ruhe – es war Natur pur. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Am Wochenende kamen mehrere mexikanische Familien, bepackt mit allem, was für ein deftiges Picknick gebraucht wird. Wir hatten uns am Abend schon einige Zeit in unser Wohnmobil zurückgezogen, Petra lag schon im Bett, als es gegen 23:00 Uhr an unsere Tür klopfte. Coster und seine Frau wollten uns zum Essen einladen. Etwas enttäuscht waren sie schon, als wir, unter Hinweis auf die späte Stunde, freundlich ablehnten – sie erneuerten ihre Einladung aber sofort für den nächsten Tag. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Nach unserer kleinen Morgenwanderung sahen wir Coster schon von weitem an unserem Wohnmobil warten – jetzt konnten wir nicht mehr ablehnen. Er, und die ganze Großfamilie, freuten sich, uns mit allen erdenklichen mexikanischen Speisen und Getränken zu bewirten. Wir mussten von unserer Reise, unserer Familie und von Deutschland erzählen und Coster berichtete vom mexikanischen Zusammenleben. Jedes Wochenende trifft sich die Familie mit Freunden und verbringt einen gemeinsamen Tag, oftmals auch auf den schönen Picknickplätzen der Umgebung oder im Nationalpark. Dieser Familienzusammenhalt hat auch einen ganz praktischen Nutzen. Man hilft sich gegenseitig bei den vielen Alltagsproblemen und ist somit kaum auf Handwerker oder Dienstleister angewiesen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;An den gemeinsamen Wochenenden wird vor allem gegessen. Es ist unglaublich, welche Mengen an Suppe, Tacos, Tamales, gefüllte Tortillas, Tostades und Fleisch auf dem Tisch stehen. Dazu die allgegenwärtige Guacamole und natürlich darf weder Bier noch Tequila fehlen. Nach unserem Höflichkeitsfrühstück wollte Petra etwas zum Mittagessen beisteuern. Mit einer großen Pfanne Bratkartoffeln, einer Schüssel Nudelsalat und gebratenen Würstchen mit deutschem Senf hatte sie einen Volltreffer gelandet. Zigmal musste sie erklären, wie der Salat angerichtet wurde und wie man Bratkartoffeln macht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Als kurz nach Mittag die Vorbereitungen für das Abendessen begannen und wir die Unmengen an Rindfleisch sahen, die für den Grill vorbereitet wurden, haben wir uns diskret zurückgezogen. Es hat uns aber nicht viel genützt. Als erstes brachten uns unsere unmittelbaren Nachbarn, eine junge Familie mit Kindern, eine „Kostprobe“ vom Grill. Mit den gefüllten Paprikas, Würstchen und gegrilltem Fleisch hätten wir gut drei Tage gereicht – und dann kam auch noch Coster mit einer ebenso großen „Kostprobe“. Wir konnten es nicht abschlagen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;An den folgenden Tagen zog wieder Ruhe ein und Basko freute sich über die tägliche Extraportion Fleisch. Nach 4 Tagen in der Natur packten wir zusammen und machten uns auf den Weg. Noch vor der Parkausfahrt kam uns ein Pickup entgegen. Der Fahrer stoppte auf unserer Höhe, hielt ein Bier in unsere Richtung und lud uns freundlich zum Picknick ein. Es war wohl eher unser erschrockener Gesichtsausdruck als die verbale Ablehnung, die ihn veranlasste, nach einem kurzen Gruß weiterzufahren.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;21.08.2010 – San Miguel de Allende&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Bis Zacatecas fuhren wir auf bekannter Strecke zurück und bogen dann auf die Mex 57 ab. Über das quirlische San Luis Potosi erreichten wir San Miguel de Allende. Auf den letzten 20 km bis zur Stadt kündigte sich schon an, dass hier vorrangig Dollargeschäfte gemacht werden. An der Straße reihte sich ein Verkaufsstand an den nächsten, aber mit außergewöhnlichen Waren. Da gab es Antiquitäten, alte Autos und Traktoren, antiken Hausrat und viele andere Dinge, bei denen den US-Amerikanern die Augen leuchten. Sogar ein alter Panzer stand zum Verkauf.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Wenige Kilometer weiter, kurz vor der Stadt, bogen wir zum Balneario Escondido ab. Wir verbrachten einen ganzen Tag in den warmen Mineralquellen und konnten auch noch auf dem Privatgelände über Nacht stehen. Am nächsten Morgen fuhren wir dann auf den Trailerpark im Zentrum San Miguels. Gut, dass wir eine detaillierte Anfahrtsbeschreibung hatten. So konnten wir die Stadt umfahren und von der Umgehungsstraße aus den Trailerpark problemlos erreichen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;San Miguel ist ein Muss für alle Mexikoreisenden. Die malerische Kolonialstadt mit dem Namenszusatz des mexikanischen Freiheitskämpfers Ignacio de Allende hat keine großartigen Einzel-Sehenswürdigkeiten zu bieten, es ist eher der harmonische Gesamteindruck und die mittelalterliche Atmosphäre, die den Reiz der Stadt bestimmen. Dies, und das ganzjährig frühlingshafte Klima in 1900 m Höhe waren die Gründe, dass sich in der Vergangenheit zunehmend Künstler und reiche US-Amerikaner hier ansiedelten. Die Dollars haben der Stadt nicht geschadet, sieht man einmal von den explodierenden Immobilienpreisen ab. Die meisten der Stadthäuser sind meisterhaft rekonstruiert und zu Läden, Gaststätten oder Apartments ausgebaut. Über allem steht die ausgefallene Parroquia, die wichtigste Kirche und gleichzeitig das Wahrzeichen San Miguels.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Schlendert man durch die Gassen, dann sieht man jedes Mal ein anderes Bild. Dort, wo wir am Vortag noch ein nüchternes verschlossenes Holztor gesehen haben, war am nächsten Tag eine mittelalterlich anmutende Gaststätte oder ein verspielter schattiger Innenhof mit Brunnen und Galerie zu sehen. Dies ging nicht nur uns so. Bärbel und Joachim, zwei Panamericana-Reisende, die schon seit fast einem Jahr von San Miguel fasziniert sind und ihre Reise hier unterbrochen haben, teilten diese Meinung mit uns. Joachim, mittlerweile ein San Miguel Insider, zeigte uns die offensichtlichen und die versteckten Schönheiten der Stadt.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Am Zocalo, neben der Parroquia, wurde gerade wieder mal ein Fest gefeiert. Alte Feuerwehren und Polizeiautos waren aufgestellt, konnten besichtigt werden und fuhren dann mit ohrenbetäubendem Lärm durch die Stadt. Auf der anderen Seite des Zocalo startete gerade eine Stadtbegehung mit historisch gekleideten Stadtführern und Fackelbegleitung. Hier ist immer etwas los, sagte uns Joachim. In San Miguel wird jedes Wochenende irgendetwas gefeiert und den Höhepunkt bilden die Osterprozession und die Feiern zum Unabhängigkeitstag am 15. September. Dieses Jahr werden die Unabhängigkeitsfeiern noch gigantischer ausfallen, weil man den 200. Jahrestag des Unabhängigkeitskrieges und den 100. Jahrestag der Mexikanischen Revolution begeht.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Wie gern wären wir bis Mitte September in San Miguel geblieben, aber wir hatten wieder einen festen Termin. Unser Sohn Felix kommt am 28.08. nach Mexiko um mit uns bis Guatemala zu reisen und wir freuten uns seit langem auf diese gemeinsame Zeit. Wir nahmen Abschied von Bärbel und Joachim, mit denen wir einige nette Abende verbracht hatten, und fuhren weiter Richtung Mexiko City. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Auf dem Weg lag noch Querétaro, auch wieder eine tolle Kolonialstadt und UNESCO-Weltkulturerbe und Tula, die alte Hauptstadt der Tolteken, mit den berühmten Atlanten von Tula, die wir nicht auslassen wollten. Unsere Sparsamkeit hatte uns dann noch einen Streich gespielt. Mexikanische Mautstraßen sind relativ teuer und für unser Wohnmobil mussten wir immer, auf Grund der Zwillingsbereifung, den noch teureren LKW-Tarif bezahlen. Also fuhren wir meist die öffentlichen Straßen, die auch nicht schlecht waren. Aber nicht so von Tula nach Mexiko. Wir quälten uns über Holperpisten, durch Baustellen und enge Städte. Irgendwann hatten wir genug von der Schaukelei und nahmen die nächste Auffahrt auf die Mautautobahn. Schon nach wenigen Kilometern kam die Zahlstelle für die ganze Strecke. Hier besitzen nicht alle Auf- und Abfahrten Mautterminals sondern die Maut wird oftmals in der Mitte der Strecke verlangt. Die ortskundigen Mexikaner umgehen die Mautgebühr, indem sie an den richtigen Stellen ab und dann wieder auffahren. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Gerade hatten wir unseren Beitrag für den Bau der mexikanischen Straßen entrichtet, da wurden wir auch schon wieder an einer Polizeikontrollstelle rausgewinkt. In Mexiko City gibt es tageweise Fahrverbote für Privatfahrzeuge. Das Verbot richtet sich nach der Endziffer des Nummernschildes. Ich war mir sicher, dass an diesem Freitag kein Fahrverbot für unser Auto bestand, aber die Festlegungen hatten sich geändert. Mir kamen die Berichte von anderen Reisenden in den Sinn, die in solch einer Situation mehrere hundert US-Dollar bezahlen mussten. Sehr angenehm überrascht waren wir, als der Polizist zu uns sagte, dass es für uns kein Problem gäbe und uns eine gute Fahrt wünschte. Wir waren erleichtert, zum wiederholten Male haben wir absolut gute Erfahrungen mit der mexikanischen Polizei gemacht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Erst am späten Abend kamen wir auf dem Trailerpark in Teotihuacán, am Rande von Mexiko City, an. Jetzt hatten wir noch einen Tag zur Vorbereitung bis zur Ankunft unseres Sohnes.&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:12pt;"  lang="DE" &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2264012982919640411-2328863820360510710?l=1001tageamerika.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/feeds/2328863820360510710/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2264012982919640411&amp;postID=2328863820360510710' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/2328863820360510710'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2264012982919640411/posts/default/2328863820360510710'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://1001tageamerika.blogspot.com/2010/10/27072010-27082010-zentrales-hochland.html' title='27.07.2010 – 27.08.2010: Zentrales Hochland – Silberreichtum und koloniales Erbe'/><author><name>Bernd und Petra</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TKd0FGtK8pI/AAAAAAAAASY/ltPXwd9dNyg/s72-c/Mexiko+5.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2264012982919640411.post-2344006634132453468</id><published>2010-08-23T02:45:00.005+02:00</published><updated>2010-08-24T02:36:03.975+02:00</updated><title type='text'>Ein Rückblick auf unsere USA-Tour im Reisemagazin "hobby heute"</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/THMT6OZI9fI/AAAAAAAAASI/LCp0On99ms0/s1600/a.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/THMT6OZI9fI/AAAAAAAAASI/LCp0On99ms0/s400/a.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5508768660221130226" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/THMTr0x5L0I/AAAAAAAAASA/NES0jThfbaI/s1600/b.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 267px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/THMTr0x5L0I/AAAAAAAAASA/NES0jThfbaI/s400/b.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5508768412827463490" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/THMTGMYaHUI/AAAAAAAAAR4/5CnCeBDwWXQ/s1600/c.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; 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margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_AMw_BKGIo4k/TGBOj-hiSHI/AAAAAAAAARg/-PDNMJjdnJA/s400/Mexiko+4.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5503485124632791154" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; 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Bis Chetumal sind es etwa 300 km, doch schon nach reichlich der halben Strecke ließen wir uns durch einen Wegweiser zur Costa Maya von unserer geplanten Route abbringen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Auf einer Landzunge, östlich der Lagune Bacalar und der Bahia Chetumal, liegt Mahahual, ein isoliertes und beschauliches Fischerdorf, welches sich gerade von den Verwüstungen des Hurrikan Dean erholt. Im Jahre 2007 wütete Dean hier und zerstörte den gesamten Ort. Auch der ehemals dichte Wald ist verschwunden, übrig geblieben sind nur noch entwurzelte und umgebrochene Bäume, die wohl noch für Jahrzehnte den Bedarf an Brennholz decken werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;In Miguels Strandbar, neben der wir einen tollen Übernachtungsplatz gefunden hatten, saßen wir dann noch bis spät in die Nacht und lauschten seinen Erzählungen über den grausamen Hurrikan. Seine neue Bar ist jetzt viel stabiler gebaut als die alte – aber die Angst vor den, in immer kürzeren Abständen tobenden Naturgewalten ist bei ihm, wie bei allen Bewohnern des Ortes, allgegenwärtig. Viele hatten damals ihre Existenz komplett verloren, ihr oft ärmlicher Besitz war nicht versichert oder die Versicherungen zahlten nicht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Nach einer stürmischen Nacht wurden wir am frühen Morgen von Miguels Frau geweckt. Sie erklärte uns in gebrochenem Englisch, dass wir nicht an der Küste stehen bleiben können - es wäre zu unsicher. Erst Miguel brachte dann, die für uns verständliche Erklärung. Eine Unwetterwarnung veranlasste ihn, seine Bar komplett auszuräumen und er gab uns den Rat, einige Kilometer landeinwärts den Sturm abzuwarten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Kurz nach Mittag begann es stark zu regnen und am Abend tobte der Tropensturm Celia, der mittlerweile zum Hurrikan hoch gestuft wurde, über uns hinweg. Im Pazifik entstanden hatte er jedoch seine Kraft beim Überqueren des mexikanischen Festlandes schon verloren und richtete diesmal in Mahahual nur geringe Schäden an.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Wir standen mit unserem Hobby windgeschützt hinter einem Hotel und haben die Sturmnacht recht unbeschadet überstanden. Am nächsten Morgen, ich war gerade auf der Suche nach einer Möglichkeit, um das WM-Spiel Deutschland gegen England zu sehen, waren die Bewohner von Mahahual schon dabei den zerstörten Bootssteg zu reparieren und den Unrat, den das Meer bis auf den Strandweg gespült hatte, zu beseitigen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Der Sturm war vorbei, der Regen blieb und so beschlossen wir weiterzufahren. Überflutete und zum Teil eingebrochene Straßen, über die Ufer getretene reißende Flüsse und Regen ohne Pause waren unsere Begleiter auf der Fahrt durch die Bundesstaaten Quintana Roo und Campeche bis nach Chiapas. Später erfuhren wir, dass der Tropensturm Darby, der vierte in diesem Jahr, die Ursache dafür war.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:14pt;"  lang="DE" &gt;30.06.2010 – San Cristobal de las Casas: Zapatistische Realität &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;und indigene Bräuche&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Die Straße von Palenque nach San Cristóbal de las Casas war gleich in zweifacher Hinsicht abenteuerlich. Zum einen war diese Bergstrecke, besonders nach den massiven Regenfällen der letzten Tage, in keinem guten Zustand - zum anderen führte sie durch ein Gebiet, welches als Hochburg der Zapatisten bekannt ist. Obwohl die EZLN (auf deutsch: Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung) sich heute als eine gewaltfreie Guerillaorganisation bezeichnet, wurde immer wieder von Überfällen auf dieser Straße berichtet. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Erstmals trat die EZLN am 1. Januar 1994 in Erscheinung. An diesem Tag überfielen in Chiapas 800 bewaffnete und maskierte Männer in Überraschungsangriffen die Rathäuser von San Cristobal de las Casas, Las Margerita und Ocosingo sowie weiterer Städte und Dörfer, um auf die Diskriminierung der indigenen Bevölkerung in Chiapas aufmerksam zu machen. Nach 12 Tagen bewaffneter Kämpfe mit der Armee wurde ein zeitlich unbegrenzter Waffenstillstand vereinbart. Im Friedensvertrag von San Andrés wurden dann 1996 der indigenen Bevölkerung weitgehende Autonomierechte versprochen, aber von der mexikanischen Regierung nicht wie vereinbart als Gesetz verabschiedet. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;In der Folgezeit kam es immer wieder zu blutigen Überfällen durch rechtgerichtete Paramilitärs, so am 22.12.1997 im Ort Acetal, wo 45 Personen getötet wurden. Die meisten Opfer waren Frauen und Kinder - 21.000 Menschen flohen aus ihren Dörfern. Seit 2003 setzt die EZLN in 38 unabhängigen Gemeinden Chiapas eine de-Facto-Autonomie um, wofür jedoch keine Rechtsgrundlage besteht. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Unsere Fahrstrecke nach San Cristóbal führte genau durch dieses Gebiet und damit durch eine der unsichersten Gegenden Mexikos - aber wir mussten durch. Wir waren sehr erschrocken, als uns zwei Pickup’s mit vermummten Männern auf der Ladefläche entgegen kamen, aber sie hatten kein Interesse an uns. Sieht man von dem schlechten Straßenzustand ab, dann war es eine problemlose und auf den letzten Kilometern im Hochland sogar sehr schöne Fahrt. Nach 6 Stunden hatten wir die 200 km geschafft und erreichten San Cristóbal am frühen Abend.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="DE" style="font-family:Arial;"&gt;Die schöne alte Kolonialstadt liegt auf 2100 m 
